Filmkritik: Disturbia – Auch Killer haben Nachbarn (2007)

Disturbia-Auch Killer haben Nachbarn

Filmbeschreibung:

Bei einem schweren Autounfall verliert der Teenager Kale (Shia LaBeouf) seinen Vater. Seit diesem Tag hat der Junge sehr mit Schuldgefühlen zu kämpfen und sackt in der Schule ab, bis es zu einem Eklat kommt: Er schlägt seinen Spanisch-Lehrer. Daraufhin wird er angezeigt und vom Gericht zu drei Monaten Hausarrest verurteilt. Zuerst versucht sich Kale mit Videospielen abzulenken, aber als ihm seine Mutter dies vergönnt, sucht er sich ein neues Hobby. Nun beobachtet er seine Nachbarn von den Fenstern seines Hauses aus und erfährt neue und interessante Geschichten über sie. Vor allem aber interessiert ihn seine neue Nachbarin Ashley (Sarah Roemer), die es ihm angetan hat. Bei seinen weiteren Beobachtungen fällt ihm ein weiterer Nachbar ins Auge, Robert Turner. Irgendetwas geht hinter den Türen und Fenstern seines Hauses vor und Ashley, Kale und sein bester Freund Ronnie (Aaron Yoo) versuchen herauszufinden, was er zu verheimlichen vermag. Allerdings wissen die Teenager nicht, worauf sie sich eingelassen haben. Zum Trailer

Filmkritik:

Disturbia beginnt mit einer berührenden und sehr emotionalen Einstiegsszene, welche den Betrachter sofort einnimmt und unter einen Bann setzt. Man ist sofort von Beginn an im Filmgeschehen und wird von der tragischen Geschichte des Protagonisten gefesselt. Es geht recht interessant in der Story weiter, sodass diese nicht langweilig wird und man sich schon fragt, was wohl das Nächste sein könnte, das geschieht. Die Handlung ist so aufgebaut, dass es immer spannender wird. Diese Steigerung fesselt den Zuschauer förmlich und nimmt ihn vollkommen ein. Von harmlosen Beobachtungen zu bitterem Ernst – diese Story ist einfach super spannend! Aber nicht nur die gut erzählte Story sorgt für mächtigen Unterhaltungswert, auch die Schauspieler punkten ordentlich. Während Shia LaBeouf (Wall Street, Transformers, Das Geheimnis von Green Lake) mit seiner Schauspielkunst sehr viel zu einem Kinoerlebnis beiträgt und eine nicht perfekte, idealistische Figur annimmt, steht ihm Sarah Roemer in nichts nach. Sie spielt das typische Mädchen von nebenan und glänzt in dieser Rolle geradezu. Aaron Yoo (Gamer, Freitag der 13.) spielt zwar nur den besten Freund des Protagonisten, doch kann er Disturbia aus dem dunklen Handlungsmotiv holen und den Zuschauer ein wenig mit seinen Gags erheitern. Disturbia ist nicht nur genial spannend, fesselnd und glänzt mit guten Schauspielern, sondern es ist auch einer der wenigen Filme, die man sich immer wieder ansehen kann, ohne dass es auch nur ein bisschen langweilig wird. Und jedes mal ist es fast so, als schaue man sich ihn zum ersten mal an. Ein weiteres Highlight sind meiner Ansicht nach die Momente, in denen der Bösewicht, gespielt von David Morse (The Green Mile, Drive Angry), in Szene gesetzt wird. Mal sieht man ihm im Fenster, dann in einem Bildschirm eines Computers oder sein Gesicht wird von einem Blitz erhellt. Insgesamt trägt es zu dieser düsteren und gefährlichen Stimmung bei, die erzeugt wird. Die Kameraführung hat mir sowieso sehr gut gefallen. Es wechselt immer wieder mal von einer professionellen Kamerapostion in ein Möchtegern-Video, was Abwechslung schafft und ebenfalls ein Grund für die starke Spannung ist. Zum Schluss muss man einfach die Musik hervorheben: die Musik wurde super gewählt! In den fröhlichen Momenten erheitert sie, in den traurigen zieht sie den Betrachter mit nach unten. Sie lockert das Filmgeschehen auf und ist passend gewählt worden. Disturbia stellt einfach einen genialen Film dar, den man sich unbedingt ansehen sollte.

Filme-Blog Wertung: 9/10

Der Film Disturbia gehört auf jeden Fall zu meinen persönlichen Lieblingsfilmen. Er ist nicht nur spannend, nein er ist auch nervenzerreißend und fesselnd. Von einer Liebesgeschichte bis hin zu einem sehr gut gemachten Thriller ist alles drin. Humor kommt auch vor. Die Handlung an sich ist sehr steigend, was Spannung und Aktionen betrifft. Die Schauspieler sind sehr gut gewählt worden und passen wunderbar in ihre Rollen. Kameraführung und Musik beeindrucken hier mit ihrer Reichhaltigkeit an Abwechslung und sorgen in den wichtigen Momenten für die richtigen Stimmungen. Die Stimmung ist zu Anfang noch jugendlich, frisch und interessant dargestellt worden, aber mit Fortlaufen des Films wird sie düsterer und gefährlicher. Disturbia wird einfach nicht langweilig, egal, wie oft man sich ihn ansieht. Deswegen hat sich Disturbia neun Sterne verdient! 

Filmfazit:

Geniale Spannung, gute Kameraführung und top ausgewählte Musik, eine hervorragend spannende Story und gute Schauspieler machen Disturbia einfach sehenswert und aufregend. Der Film wird nie langweilig, sodass man sich Disturbia wirklich häufig ansehen kann. Ein sehr sehenswerter Film und für alle zu empfehlen, die sich keinen sehr guten Thriller entgehen lassen wollen!

Filmtrailer:

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4 Gedanken zu “Filmkritik: Disturbia – Auch Killer haben Nachbarn (2007)

  1. Sehr gute Kritik. Ich finde auch, dass Disturbia ein sehr spannender Thriller mit guten Schockern ist. Ich werde auf meiner Seite auch bald eine Kritik folgen lassen.

  2. eine durchaus interessante mischung, die der fil bietet zwischen allzu vorhersehbaren klischees und dennoch vorhandener spannung: der killer-nachbar, die neueingezogene-romanze, die leichen im keller.. obwohl es so vieles gab was gerade zu andeutete, was passieren wird, so hat der film mich dennoch mitgerissen, insbesondere bei den spannenden stellen
    die schauspieler waren meiner meinung nach okay, vielleicht sogar etwas mager, auch kamen da einige handlungsstränge vor, die teilweise “nutzlos” erschienen, was aber nicht schlimm war, immerhin sollten auch die zur vorgeschichte beitragen

    obwohl die spannung doch überraschend packend war, so konnte der film für mich keineswegs mit so einer begeisterung überzeugen, dass ich ihm 9 sternen geben würde, weshalb ich auch auf keinen fall behaupten würde, dass es ein must-see sei, anschaubar, aber kein must-see

    persönliche wertung: 6-7/10

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