Filmkritik: Apparition – Dunkle Erscheinung (2012)

The Apparition

Filmbeschreibung:

Ein Versuch, bekannt geworden als das Charles Experiment von 1973, wird heute von einer Gruppe von College-Schülern wiederholt. Mithilfe modernster Technik, versuchen die Teenies Kontakt mit einem Geistwesen aufzunehmen. Doch bei der Sitzung läuft einiges anders, als von den Freunden beabsichtigt. Sie öffnen das Tor in die andere Welt und ein übernatürliches Wesen gelangt durch eben dieses Tor in die Sphäre der Menschen – in unsereWelt. Die Panik ist groß, als der Geist sich Lydia, eine der Beteiligten an der Neuauflage des Charles Experiments, schnappt und sie in den Wänden des Kellergewölbes verschwindet. Schnell müssen die Beteiligten begreifen, dass nicht sie es sind, die versuchen eine andere Spezies zu studieren. Vielmehr werden sie zum Opfer einer immer stärker und intelligenter werdenden Kreatur, die sich in jedem ausbreitet, der sich vor ihr fürchtet. Zum Trailer

Filmkritik:

Interessantes Cover und ein noch viel spannenderer Trailer. Schade allerdings, dass besagtes Cover bereits die allerletzte Szene von Apparition – Dunkle Erscheinung – verrät (Sorry für den Spoiler!) und der angesprochene Trailer deutlich mehr Handlung beinhaltet, als der eigentliche Film. Nach lächerlichen 73 Minuten Nettolaufzeit ist Apparition dann nämlich fertig damit, seine kleine und unbedeutende Geistergeschichte zu erzählen und als angelockter Kinogänger fragt man sich sicher, wo man denn nun seine 10€ für die Eintrittskarte zum Film wiederbekommt. Ich glaube ich habe mich nach einem Kinobesuch schon lange nicht mehr so extrem über einen Film aufgeregt, wie im Falle von Apparition. Ein optisch ansprechender Cast, der schauspielerisch allerdings nicht über dem Durchschnitt liegt und eine Story, die mehr Ähnlichkeit mit einer langweiligen und zähen Gute-Nacht-Geschichte hat, als mit einem wirklich düsteren Horror-Thriller schmücken den Streifen. Dabei habe ich mich doch nach der Jetzt im Kino! Kurzbeschreibung meines werten Kollegen Christian wirklich enorm auf den Film – und nicht zuletzt natürlich auch auf die Szene mit den fingernden Geisterhänden – gefreut und mich auf einen recht ansehnlichen Geisterfilm eingestimmt, der sich von dem von mir gerne kritisierten Paranormal Activity und ähnlichen Möchtegern-Filmchen distanziert. Aber falsch gedacht;  Apparition – Dunkle Erscheinung - enttäuscht auf ganzer Linie und da kann auch die wirklich nice anzusehende Ashley Greene – Kelly – nicht mehr ungeschehen machen, dass man das Geld für den Kinobesuch am spätem Abend zum Fenster rausgeworfen hat. Ganz nebenbei bemerkt dürfte Patrick sicher einigen Betrachtern durchaus bekannt vorkommen. Gespielt von Tom Felton (Harry Potter und der Stein der Weisen) ist er den Zuschauern wohl eher als Draco Malfoy geläufig und hat sich meiner Meinung nach ganz schön gemacht mit der Zeit, sowohl was das Optische, als auch das schauspielerische Können betrifft (wenngleich er in  Apparition – Dunkle Erscheinung - natürlich nicht übermäßig viel zu sagen hat). But whatever, den Film kann man sich getrost ersparen und bevor ich weiter um das verschenkte Geld trauere, gehen wir besser direkt zur Wertung über.

Filme-Blog Wertung: 3/10

Und auch hier ist das Urteil vernichtend. Schwache drei Sterne. Ich will nicht abstreiten, dass man sich Apparition – Dunkle Erscheinung - sicher ganz gut mit dem Kumpel oder der Freundin ansehen kann, aber erwarten sollte man wirklich rein gar nichts und auch den Trailer sollte man im Voraus besser meiden, denn nach den gut zwei Minuten hat man schon mehr von Apparition – Dunkle Erscheinung - gesehen, als man eigentlich wollte und wirklich spannend ist hier letztlich auch nichts mehr. Die Effekte, wenn man dann mal welche zu sehen bekommt, sind so ziemlich das Einzige, was im Filmverlauf wirklich gesteigert wird, wohingegen die Spannungskurve irgendwie immer auf konstant schwachem Niveau bleibt und man neben ein paar Panikattacken von Kelly nur dabei zusieht, was die beiden Protagonisten da gerade so treiben. Man schenkt dem Geschehen keinerlei Emotionen, kein Mitgefühl und man bricht nicht in Panik aus, wenn man dann mal einen der eher dürftigen Schocker zu sehen bekommt. Man ärgert sich permanent über einen schwachen Film, der mit einem noch enttäuschenderen Ende nach tristen 73 Minuten dann doch endlich seinen Abschluss findet und hoffentlich für immer in der Geisterwelt gefangen bleibt. Ob man sich mit den drei Sternen zufrieden geben mag, oder vielleicht doch noch einen hotten Ashley Greene (Twilight, Breaking Dawn) Stern als Bonus oben drauf gibt, dass bleibt letztlich jedem Betrachter selbst überlassen…

Filmfazit:

Kein Muss, nicht einmal für Geisterfans. Apparition – Dunkle Erscheinung - enttäuscht nach einem ansprechenden Trailer mit gutaussehender Story und noch viel attraktiveren Darstellern auf ganzer Linie und ist absolut keinen Blick wert – zumindest nicht im Kino.

Filmtrailer:

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