Der Maschinist (2004)

der Maschinist

Filmbeschreibung:

Der Maschinist Trevor Reznik leidet unter starker Schlaflosigkeit und zudem ist er sehr dünn geworden, was seiner gesundheitlichen Lage nicht zu Gute kommt. In seinem privatem Umfeld gibt es nur zwei Personen, oder besser gesagt Frauen, denen er sich anvertrauen kann. Die Prostituierte Stevie und die Kellnerin Marie. Auf der Arbeit wurde er bisher links liegen gelassen, doch eines Tages lernt er den Schweißer Ivan kennen, der ihn während einer Reparatur einer Maschine ablenkt und Trevor verantwortlich für einen Unfall macht, bei dem einer seiner Kollegen einen Arm verlor. Trevor’s Welt wird zudem erschüttert, als er fürs Protokoll angibt, dass Ivan ihn abgelenkt hätte, jedoch gibt es keinen Ivan in der gesamten Firma. Zum Trailer

Filmkritik:

So ein bisschen wie Fight Club zu sein, versucht der Maschinist ohne Zweifel. Ein Film, der von Schizophrenie handelt ist immer höchst Interessant anzusehen, wie es auch bei Shelter der Fall war, nicht zuletzt sind die Möglichkeiten für die Regie grenzenlos. Gedankliches Katz- und Mausspiel nennt man dies und das bekommt so einigen Streifen wirklich gut. Nicht anders ist es auch bei der Maschinist, ein ständiges Katz- und Mausspiel hält den Streifen am Leben. Der Maschinist startet mit einigen Anläufen, bis er dann endlich unser Interesse gewinnen konnte. Vorher wird man mit langweiligen Akten, aber nicht zu verachtenden Dialogen hingehalten. Klar, es ist ein unheimlicher Heimvorteil, wenn man so einen komplexen Film auf die Beine stellt, dabei ist es leider umso ärgerlicher, wenn einem im Hauptteil, durch zu deutliche Hinweise, schon einiges vorweg genommen wird. Doch wie skrupellos Der Maschinist sein kann, erkennt man schnell und die beklemmende Stimmung, die umso mehr von Hauptrolle Trevor Reznik ausgeht, schafft eine spannende Atmosphäre. Eines muss man Christian Bale(Wrong Turn 3) lassen, auf seine Rolle hat er sich sonderbar gut vorbereitet, denn so abgemagert er auch aussieht, so ist er es auch. Hier wurde nicht mit Computern gepfuscht, sondern Bale hat Monate vor Drehbeginn, unter ärztlicher Aufsicht, gezielt stark abgenommen. Bale ist auch der Darsteller, den man hier erwähnen kann und sollte, zumal die restlichen eher unscheinbar solide ihre Arbeit verrichten und dabei nicht stark in den Vordergrund treten. Oftmals kann es helfen, die Dinge nicht mit seinen Augen zu sehen, sondern einfach mal auf das Gefühl zu hören, was einem bei Der Maschinist bestimmt auf die Sprünge helfen kann. Ein großer Schwerpunkt ist wirklich, dass sich der Maschinist derweilen wie Kaugummi zieht, dabei hat der Streifen gerade mal eine Laufzeit von 98 Minuten, die nur leicht über dem Durchschnitt liegt. Nicht ganz so hoch wie Memento und in die Liga von Fight Club passt Der Maschinist auf keinen Fall, aber dennoch ist er ein gelungener Psychothriller, der zwar einige Spannungseinbrüche hat, dafür aber am Ende vor allem im Hinblick auf die Auflösung sehr überzeugend wirkt. Wenn ihr euch nun fragt, wieso ich Der Maschinist mit Fight Club in Verbindung bringe, dann hat das den Hintergrund, dass ich auf der Suche nach einem ähnlichen Film war, wie Fight Club, und daraufhin wurde mir Der Maschinist empfohlen.

Filme-Blog Wertung: 7/10

EIN überzeugender Darsteller und eine in sich sehr gut durchdachte Story sind die wesentlichen Punkte, die Der Maschinist gut darstehen lassen. Über die manchmal langatmigen Dialoge und Szenen kann man wirklich hinweg sehen und dabei kann Der Maschinist dann richtig amüsant sein. Erwarten sollte man hier aber auf keinen Fall einen zweiten Fight Club, oder einen Streifen, der auf so perfekt gemacht ist, wie Shutter Island, mit einem Leonardo Dicaprio in der Hauptrolle. Ein gelungener Thriller mit wirklich mysteriösen Eigenschaften paart hier mit einem Drama auf hohem Niveau, denn mit gerade einmal fünf Millionen Dollar Budget, gehört Der Maschinist nicht zu den Mainstream Filmen und kann sich so als Low-Budget Film locker von der Masse abheben. Sieben von zehn Sternchen für einen nicht ganz makellosen Thriller.

Info:

Christian Bale hat für seine Hauptrolle in Der Maschinist mehrere Monate abmagern müssen, natürlich geschah dies unter ärztlicher Aufsicht und nach den Dreharbeiten hat er wieder gezielt zugenommen.

Filmfazit:

Der Maschinist ist in sich ein gelungener Mysterythriller, hat jedoch einige Schwachstellen, die sich im Spannungsabfall widerspiegeln.

Filmtrailer:

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Ein Gedanke zu “Der Maschinist (2004)

  1. dieses mal muss ich der gästebewertung widersprechen: knapp 9/10 sterne hat dieser film nicht verdient
    er weist zwar ähnlichkeiten mit fight club auf, aber ist nicht so aufregend druchdacht wie dieser
    ebenso sind die charaktere nicht so interessant wie die in fight club
    da ich bereits vorher gelesen habe, dass “der maschinist” ähnlich ist wie “fight club”, war die auflösung nicht so überraschend
    und überhaupt, dass es in der filmkritik hier so starke bezüge genommen werden mit “fight club” raubt dem film die spannung und ehrlich gesagt auch größtenteils das interesse
    ehrlich gesagt, wenn man “fight club” geschaut hat, brauch man sich diesen nicht wirklich anschauen und da ich persönlich “fight club” besser fand, würde ich “fight club” auch eher empfehlen

    alles in allem ist der film dennoch nicht schlecht gemacht und wäre auch originell, wenn man sich vorher nicht “fight club” anschaut, daher:
    persönliche wertung: 6-7/10

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