Shelter (2009)

Shelter

Filmbeschreibung:

Ein Körper der mehrere Persönlichkeiten in sich vereint. Ein solches Wunder der Natur ist der neue Patient der jungen Psychiaterin Cara Harding, die völlig fasziniert ist von ihrem neuesten Fall. Anfangs scheint es so, als wäre es nicht sonderlich dramatisch, dass es einen solchen Menschen gibt, der mehrere andere Personen verkörpert und Cara geht davon aus, dass er aus seiner Kindheit viele Informationen über diese Leute zusammengetragen hat. Doch als Cara’s Vater und auch andere Menschen, die ihr Nahe stehen, plötzlich auf mysteriöse Art und Weise um ihr Leben kommen und nun von dem Schizophrenen Unbekannten verkörpert werden, geht sie der Sache genauer auf die Spur und stößt auf die grausame Wahrheit, wer ihr Patient wirklich ist. Zum Trailer

Filmkritik:

Zu Beginn eine solide Story, gegen Ende etwas hektisch und übertrieben. So lässt sich Shelter eigentlich sehr gut beschreiben, denn am Anfang denkt man sich wirklich: Wow, eine solche Idee habe ich noch nie vorher gesehen. Jedoch wird man sich besonders am Ende dann auch fragen, wieso wird das Niveau dieses Films so stark herab gesetzt, indem man den Schizophrenen (Jonathan Rhys Meyers) einen verstorbenen Charakter nach dem Anderen verkörpern lässt. Nach der 3. oder auch 4. Figur reicht es dem Betrachter einfach und man will nur noch sehen, wie die Handlung denn nun weiter geht. Auch die ganze Sache mit dem Aussaugen von Seelen entzieht Shelter eine ganze Menge, seines wirklich in hohem Maße vorhandenen Potentials. Auch die eine oder andere Frage wird dem Zuschauer nicht beantwortet, wie z.B. in einer der letzten Szenen, wenn die Seele der Tochter ausgesaugt wurde und diese trotzdem weiterlebt (eben nur mit dem Schizophrenen in sich drin). Man fragt sich doch, wieso lebt sie weiter, obwohl alle anderen Opfer starben? Eine Antwort auf solche Fragen wird leider nicht geliefert. Aber nun zu den Effekten. In Shelter wurden einige erstklassige Schockszenen verbaut, welche dem Betrachter über den ein oder anderen unwichtigen Dialog hinweg sehen lassen. Auch auf Dramatik wird bei Shelter sehr viel Wert gelegt, denn mit großer Wahrscheinlichkeit wird jeder Zuschauer mit dem kleinen Mädchen mit fiebern, welches gegen Ende zu der gejagten wird. Ebenfalls sehr gut gelungen und auf jeden Fall erwähnenswert wäre noch die Verwandlung von Adam aka. Wesley aka. David… zu einem der jeweils anderen Charaktere. Somit symbolisiert Shelter einen gelungenen Horror-Psycho-Thriller, der zu Beginn sehr stark erscheint, gegen Ende jedoch immer mehr Schwachstellen aufzuweisen hat.

Filme-Blog Wertung: 7/10

Abzüge bekommt Shelter für die teilweise doch sehr stark in die Länge gezogenen Dialoge, welche eigentlich so unwichtige Fakten enthalten, dass man sie auch direkt hätte herausschneiden können. Des Weiteren wirken viele Szenen besonders gegen Ende des Films etwas übertrieben und auch mit der realitäts-getreuen Darstellung nimmt man es an diesen Stellen nicht mehr so genau. Pluspunkte sammelt der Film in jedem Fall durch die bestens ausgewählten Schauspieler, welche sehr gut auf ihre jeweiligen Rollen abgestimmt sind. Besonders Jonathan Rhys Meyers – der den wohl schwersten Part im Film übernimmt – spielt auch diesen mit Bravur und kann in jeder seiner Rollen glänzen. Ebenfalls positiv anzumerken wären noch die Verwandlungsszenen, sowie die wirklich so noch nie da gewesene Idee für eine einmal etwas andere Handlung. Etwas näher an der Realität orientiert, wären für Shelter bestimmt 8 oder sogar 9 Sterne möglich gewesen.

Filmfazit:

Gelungener Horror-Thriller mit vereinzelt sehr schön umgesetzten Schockmomenten, die über die ein oder andere lang gezogene Szene hinwegsehen lassen. Ein Muss für Fans von Filmen wie Fall 39 oder auch eingefleischten Psychological-Fans. Solide Story – wenn auch etwas übertrieben – und gute schauspielerische Leistung wird hier ebenfalls geboten.

Filmtrailer:

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