Filmkritik: Zum Ausziehen verführt (2006)

Zum ausziehen verfuehrz

Filmbeschreibung:

Die meisten Junggesellen sind im Alter von 35 Jahren aus dem Hotel Mama ausgezogen, doch bei dem 35-jährigen Trip sieht das anders aus. Nicht dass dieser erfolglos oder unreif sei – ihm gefällt es einfach nur zu sehr im Haus seiner Eltern. Ab einem gewissen Alter zeigt er seinen Freundinnen einfach, dass er bei seinen Eltern wohnt, indem er diese zu sich nach Hause einlädt. Seinen beiden liebenswürdigen Eltern Al und Sue reicht es, dass der Erwachsene immer noch bei ihnen wohnt und auf anraten der Nachbarn engagieren sie die attraktive Paula, eine professionelle Frau, die schon ganz andere Männer dazu gebracht hat, auszuziehen. Ihr Erfolgsrezept: Sie simuliert eine Beziehung mit dem Klienten und bringt nach vielen verschiedenen Strategien diesen dazu auszuziehen. Doch diesmal läuft alles anders, denn  Paula verliebt sich in Trip, der mit ihr wunderschöne Tage verbracht hat und als sei das nicht genug, erfährt Trip, dass Paula nur engagiert ist und die Beziehung der beiden bricht auseinander. Zum Trailer

Filmkritik:

Zum Ausziehen verführt ist voller Klischees: Die Bindungsangst der Männer und die Eltern die wollen, dass die Kinder selbstständig werden und ausziehen. Doch etwas steht dem deutlich gegenüber: Der attraktive Tripp, der erfolgreich ist, aber immer noch bei Mom und Dad wohnt. So etwas entspricht ganz und gar nicht dem Klischee, denn ansonsten sind es die weniger erfolgreichen und selbstbewussten Männer, die sich in einer solchen Situation befinden. Doch in Zum Ausziehen verführt ist das anders. Doch das ist das Einzige, was aus diesem Meer an Klischees heraussticht. Somit ist es nicht verwunderlich, dass es bei Paulas Auftrag diesmal etwas anders läuft und sich die professionelle „Ausziehhilfe“ in Trip verliebt. Das ist im Prinzip der Höhepunkt im Film. Um ehrlich zu sein hatte die Handlung meiner Meinung nach sowieso nicht soviel Potenzial, um viel aus dem Film zu machen. Das führt dazu, dass sich die Handlung und die zwei Protagonisten im Kreis drehen und nicht wirklich auf den Punkt kommen. Die Handlung ist zudem sehr stark vorhersehbar und hat einige Längen. Dennoch wird das alles durch die Gags aufgelockert, die trotz mehrfacher Wiederholung nicht langweilig werden (zum Beispiel die Tierbisse). Was ich weitaus interessanter fand, war die Geschichte um Paulas Mitbewohnerin Bik, die meiner Meinung nach für viel mehr Lacher sorgte. Zooey Deschanel, die diese verkörperte, fand ich persönlich auch viel überzeugender, da diese menschlicher wirkte. In Zum Ausziehen verführt war sie von meine Favoritin. Das liegt mitunter daran dass ich kein großer Fan von Sarah Jessica Parker bin. Diese konnte mich auch in diesem Film überzeugen, da sie viel zu verklemmt auf mich wirkte. Auch McConaughey(Der Womanizer, Der Mandant) hat hier keine Meisterleistung abgelegt, obwohl man ihn nur aus Rollen kennt, die denen von Trip ähnlich sind. Er kam etwas dümmlich rüber. Das konnte auch die Erkenntnis kurz vor Schluss und der Streit mit seinen Eltern und mit Paula nicht ändern. Dafür sind Cooper und Bartha positiv aufgefallen. Ebenso fand ich die Drehorte passend zur Stimmung im Film, denn vor allem die Kulisse auf dem Meer hat mir sehr gefallen.

Filme-Blog Wertung: 4/10

Die Komödie Zum Ausziehen verführt hat sich vier Sterne verdient. Diese konnte sich der Film vor allen Dingen durch seinen hohen Unterhaltungswert verdienen. Dieser ist auf die Gags, die bei mir persönlich gut angekommen sind, zurückzuführen. Jedoch erntet der Film besonders viele Minuspunkte durch die schlechte Handlung. Diese ist vorhersehbar und voller Klischees. Außerdem hat die Handlung viele Längen und kommt irgendwie nur schleppend zum Punkt. Auch die beiden Hauptdarsteller können nicht ganz überzeugen. Sie spielen ihre Rollen, die sowieso nicht sehr anspruchsvoll sind, nicht gut und die Nebendarsteller Deschanel, Cooper und Bartha stehlen ihnen die Show. Diese führen wiederum zu einer etwas besseren Bewertung des Films.

Filmfazit:

Zum Ausziehen verführt hat durch die Gags einen relativ hohen Unterhaltungswert – mehr hat der Film jedoch nicht zu bieten. Von den beiden Hauptdarstellern bekommt man ebenfalls keine Traumleistung zu sehen, dafür können die Nebendarsteller umso mehr überzeugen. Der Film ist somit auf keinen Fall ein Muss, sondern nur in Mittel gegen Langeweile.

Filmtrailer:

Facebook Kommentare

Facebook Kommentare

Add Comment Register



Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>