Die Meute (2011)

Filmbeschreibung:

Die junge und zugleich attraktive Französin Charlotte hat beschlossen sich eine Auszeit zu nehmen und mit dem Auto Richtung Sonne zu fahren. Doch kaum an der ersten Raststätte angekommen, wird sie auch schon von einer dreiköpfigen Bikergang belästigt und sucht schnellstmöglich das Weite. Doch alles scheint so, als wäre diese Bikergang nicht das Einzige Problem von Charlotte, denn nachdem sie einen sympathischen Anhalter an einer weiteren Raststätte aus den Augen verliert, wird der jungen Französin etwas mulmig und sie beschließt seinem Verschwinden auf den Grund zu gehen. Dies stellt sich jedoch als ein gefährliches Unterfangen heraus, nachdem sie von der scheinbar gestörten Barbesitzerin erwischt und in einen Käfig gesperrt wird. Doch die Dinge entwickeln sich anders als sie anfangs scheinen, denn plötzlich taucht auch der mysteriöse Anhalter wieder auf und entpuppt sich als Sohn der Alten. Zum Trailer

Filmkritik:

Bei Die Meute, oder wie er im Original heißt „La Meute“, handelt es sich erneut um einen französischen Horrorfilm, welcher von der FSK in der Luft zerrissen wurde. Auch wenn es sich hier um nur etwa fünf Minuten handelt, die der Film kürzer ist, sind es genau diese Szenen, die man an einem solchen französischen Film wie Die Meute vermisst, da diese den Film in ein etwas besseres Licht rücken, sodass er auch durchaus mit Filmen der neuen französischen Härte wie High Tension oder Inside mithalten könnte. Besonders gut gefällt dem Horrorfilmliebhaber hier sicher die etwas unscheinbare Handlungsabfolge. So hat man anfangs noch das Gefühl es ginge hier lediglich um eine Bande Menschenjäger, die enormen Spaß daran haben, ihre Opfer zu demütigen und ihnen das Blut aus den Extremitäten zu zapfen, doch um was es hier eigentlich geht, wird erst gegen Mitte von Die Meute ersichtlich. Sehr verwandt wirkt Die Meute hier besonders mit Filmen wie The Hills have Eyes, da auch dieser den Pakt zwischen Mensch und Monster beinhaltet. Doch mehr sei aus Spoilergründen hier auch noch gar nicht zu nennen. Auch wenn ich sagen muss, dass ich mir hier einiges mehr an Splatter-Szenen und einen höheren Blutfaktor versprochen hatte und Die Meute anfangs einfach nur langweilig empfand, war es besonders das Mysteriöse in der Story, was sich langsam entwickelt und den Betrachter letztendlich doch dazu bewegt nicht einfach abzuschalten und sich Die Meute bis zum Ende anzusehen. Besonders die bereits angesprochenen langweilenden Elemente sind sicher nicht zuletzt durch die in vielen Szenen nicht vorhandene Hintergrundmusik bedingt. Die Meute versteift sich somit komplett auf die einzelnen Dialoge und versucht nicht den Betrachter durch nebensächliche Geräusche abzulenken. Das Ende von Die Meute dürfte sicher nur für die wenigsten Zuschauer eine Überraschung gewesen sein, auch wenn hier sicher mehr als eine Frage ungeklärt bleibt. So sicher auch das Verhalten der Monster gegenüber Charlotte oder das Überleben von Max, nach dem großen Kampf im brennenden Haus. Hier hätte man sicher mit der einen oder anderen Filmminute mehr noch einiges aus Die Meute herausholen können und somit gibt es natürlich auch eine Abzüge in der Wertung.

Filme-Blog Wertung: 5/10

Die Meute befindet sich bei der Wertung zwar im oberen Bereich der 5 Sterne, kann jedoch durch die vielen Kritikpunkte einfach nicht an der 6 Sterne-Mauer kratzen. Hier wären zum einen die sehr oft ziemlich eintönig wirkenden Szenen zu nennen, in denen lediglich Dialoge verwendet wurden und man von Spannung oder Gruselfeeling in Die Meute nicht viel mitbekommt. Auch das Ende von Die Meute war einfach etwas zu plump und einfallslos, da man den „Swap“ zwischen Opfer- und Täterrolle bereits aus zahlreichen anderen Filmen kennt und dies somit nicht wirklich innovativ herüberkommt. Auch die Story an sich erinnert sehr an Andere und vor allem an erfolgreichere Filme, wie The Hills have Eyes. Hervorheben sollte man jedoch die Atmosphäre in Die Meute, welche stets zur düsteren Stimmung passt und die Darsteller, welche für einen solchen B-Movie nicht viel besser hätten gewählt sein können. Überragende Leistungen erbringen diese zwar in Die Meute alle nicht, doch man hat einfach ein realitätsnahes Gefühl, wenn man Émilie Dequenne – in der Rolle der Charlotte – oder Benjamin Biolay – in der Rolle des Max – in ihren Rollen sieht. Somit gibt es 5 blutig-kopierte Sternchen für Die Meute.

Info:

Der Originaltitel des Films lautet „La Meute“ und die amerikanische Fassung trägt den Titel „The Pack“.

Der Film erhielt sehr negative Kritiken, wobei sie die Besucher des Fantasy Filmfests zum größten Teil einig waren und den Film als schlichtweg gelungen und schockierend bezeichneten. Zudem solle er mit Filmen wie Saw, Texas Chainsaw Massacre oder Inside mithalten können. Letzter ist ebenfalls von Regisseur Franck Richard ins Leben gerufen worden. Wir sind jedoch eher anderer Meinung und geben dem Film nicht mehr als eine durchschnittliche Wertung.

Filmfazit:

Die Meute bleibt sicher Geschmackssache und ist somit eher den wirklichen Fans von Franko Filmen an Herz zu legen, in denen die eine oder andere Splatter-Szene – zumindest in der Originalfassung – bewahrt wurde. Auch Liebhaber von Moster-Movies wie The Hills have Eyes oder Wrong Turn kommen hier sicher auf ihre Kosten und werden an Die Meute Gefallen finden.

Filmtrailer:

Facebook Kommentare

Facebook Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.