Das Gästezimmer – Du Bist Was Du Isst… (2013)

Das Gästerzimmer - Du Bist Was Du Isst...

Filmbeschreibung:

Richard ist voll am Arsch. Der Pechvogel musste gerade wegen Familiengründung seine Harley verkaufen und soll nun statt eines 69er Mustangs einen Volvo kaufen. Man kann also sagen, dass Richard eine arme Socke ist. Aber wie Männer so sind, können sie einfach nicht die Finger von coolen Autos lassen. Also fährt er zu der Adresse wo der Mustang steht, doch wenig später findet Richard sich im Gästezimmer der Everetts wieder. Dieses kranke

Ehepaar sperrt ihn in ihrem Gästezimmer ein und führt irgendetwas im Schilde. Wollen sie ihn aus Spaß zu Tode foltern? Wollen sie Lösegeld? Richard geht die Sache irgendwie recht lässig an und versucht den Everretts die Geiselnahme regelrecht zur Hölle zu machen. Auch wenn seine Versuche recht spaßig aussehen, mit Spaß hat die ganze Sache nichts zu tun, denn scheinbar wird es ein schickes Festmahl geben. Zum Trailer

Filmkritik:

Da erwartet man bei dem Cover und dem Titel einfach einen fiesen Kannibalen-Splatter-Movie und was am Ende rauskommt ist einfach ein Science-Fiction-Magier-/Schamanen-Brainfuck.

Man, man, man, was soll ich denn zu Das Gästezimmer sagen? Als ich das Cover im Zusammenhang mit dem Titel sah, dachte ich an einen fiesen Splatter, der von einer irren Familie erzählt, die Menschen zu sich einladen und dann verspeisen. Solls ja geben, dachte ich mir nach der französischen Splatterwelle wie Frontiers. Der Hauptdarsteller Ross McCall (Autopsy), der hier den recht coolen und gelassenen Richard spielt, sieht Mark Wahlberg (The Italian Job, The Happening) sehr ähnlich. Ich musste manchmal schon zweimal hinsehen, um ihn nicht zu verwechseln. Die schlechte deutsche Synchronisation vergeht mit dem Film und stört nur zu Beginn ein wenig. Auch die Kameraführung wird spürbar besser und wirkt nicht wie aus einem Amateurvideo. Dass der Film krank werden würde, habe ich mir ja gedacht und das war auch zu erwarten, dass aber nach der ersten Hälfte nur noch Flaute drinnen ist, hätte ich nicht erwartet. Der Film macht eine 180° Drehung und begibt sich in eine ganz andere Richtung, als das Cover es vorgibt. Was man nun geboten bekommt ist Magier-/Schamanenkram. Damit habe ich euch vielleicht ein wenig den Wind aus den Segeln genommen, aber so lauft ihr nicht gleicher Gefahr wie ich, ins offene Messer zu laufen. Nachdem der Film sich immer mehr in Absurdität verlor und von Realismus ebenfalls nicht viel hielt, wirkte er dennoch recht interessant. Die Story ist tatsächlich spannend gestrickt, die Erzählweise ist mal etwas anderes und die kleine Kulisse schafft es doch deutlich mehr aus sich rauszuholen, wie man es vielleicht zuvor skeptisch erahnen konnte. Mit einem wirklich geringen Budget schafft Das Gästezimmer hier jedoch einen (Horror-)Film der sich sehen lassen kann. Der Film wirkt keineswegs billig, oder gar zu überheblich, ich würde einfach mal behaupten, dass er durchschnittlich unterhalten kann, ohne jeglichen Schnick Schnack eben.

Filme-Blog Wertung: 5/10

Ein gesundes Mittelmaß ist doch das Geschickteste. Das Gästezimmer bietet solide Unterhaltung zum kleinen Preis. Budget des Films beläuft sich auf noch nicht einmal eine halbe Millionen US-Dollar, da dürfte es leicht werden, ein paar DVD’s zu verkaufen, um den Einsatz wieder heraus zu bekommen. Was ich damit aber sagen möchte ist ganz einfach: Trotz des geringen Budgets wirkt der Film nicht billig. Natürlich ist die deutsche Synchronisation nicht zu einhundert Prozent angenehm und die Kameraführung am Anfang noch ein bisschen merkwürdig, aber mit zunehmender Laufzeit werden diese Kinderkrankheiten besser. Ganze 106 Minuten wird man hier bei Laune gehalten, erst versucht es der Streifen durch dezente Splattereffekte und dann schwenkt er völlig um, und wird zum Psychothriller. Beide Aufgaben kann der Film nur halb so gut meistern, wie erwartet. Im Gesamtblick muss ich aber einfach gestehen, dass Das Gästezimmer eine gute Unterhaltung war, ohne viel Sinn dahinter.

Filmfazit:

Das Gästezimmer ist ein netter Film für Zwischendurch, ohne zu murren verfolgt der Film seinen Weg der Magie bis zum Ende. Das Cover und der Titel haben leider wenig mit dem Inhalt gemeinsam, Anschauen dürfte sich dennoch als Thriller lohnen.

Filmtrailer:

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