Filmkritik: Charlie und die Schokoladenfabrik (2005)

Charlie und die Schokoladenfabrik

Filmbeschreibung:

Der arme Charlie lebt mit seiner Familie in einem winzigen Haus in der Nähe von Willi Wonkas Schokoladenfabrik. Diese galt früher als die Schokoladenfabrik schlechthin, doch das ist lange her. Eines Tages wird bekannt gegeben, dass fünf Kinder aus der ganzen Welt, die die goldenen Tickets in den Schokoriegeln von Willy Wonka finden, die einmalige Möglichkeit haben, die Firma zu besichtigen. Bei diesen fünf Kindern handelt es sich um Augustus Glubsch, Veruca Salt, Violetta Beauregarde, Mike Teavee und auch Charlie, der das goldene Ticket erst nach mehrmaligen Kaufversuchen ergattern konnte. An dem Besichtigungstag nimmt Charlie seinen Großvater mit. Er und alle anderen Besucher sind schon von Anfang an von der Welt aus Süßigkeiten, die sich ihnen bietet und den geheimnisvollen Oompa Loompas, die für Wonka arbeiten, fasziniert. Doch die Besichtigung erweist sich als Probe für die fünf Kinder, denn nach und nach fliegt ein Kind nach dem anderen raus. Zum Schluss bleiben nur noch Charlie und sein Großvater übrig und Charlie erhält daraufhin den Sonderpreis. Zum Trailer

Filmkritik:

Als ich mir den Film zum ersten Mal angesehen habe, konnte ich mir Johnny Depp trotz seines unglaublichen Talents, in jede Rolle schlüpfen zu können, nicht vorstellen. Und obwohl es sich bei dem Film um einen Kinderfilm handelt, war ich seit der ersten Minute mitgerissen, denn die Fantasie wird beim Anschauen angeregt und selbst Erwachsene fühlen sich wieder in ihre Kindheit zurückversetzt. Die Handlung ist ebenfalls genauso fantasievoll und damit alles andere als langweilig. Hierbei geht es nicht nur um die bunte Welt inmitten der grauen Fabrik, sondern auch um die Familiensituation in Charlies Familie oder auch Willy Wonkas Kindheit, die diesen geprägt hat. Tim Burton ist als der Paradiesvogel unter den Hollywood Regisseuren bekannt und macht auch in Charlie und die Schokoladenfabrik seinem Ruf alle Ehre, denn mit der farbenfrohen Welt der Süßigkeiten, den merkwürdigen Oompa Loompas und deren Gesangseinlagen hat der Regisseur sich selbst übertroffen. Doch obwohl der Fokus eindeutig auf dieser Fantasiewelt, in der Schokoladenwasserfälle und Pflanzen aus Süßigkeiten zu finden sind, liegt, werden die Figuren im Film nicht vernachlässigt. Auf die Figur von Willy Wonka wird hier offensichtlich am meisten eingegangen. Willy Wonka ist ein sehr merkwürdiger, einsam lebender Mensch, der sich durch seine schadenfreudige Art auszeichnet. Doch durch zahlreiche Rückblenden wird sein Verhalten, das auf seinen intoleranten Vater zurückzuführen ist, weiter verdeutlicht. Dennoch bleibt die Figur sympathisch, da sie immer noch menschlich herüberkommt. Auch die kleinen Darsteller bieten eine ungewöhnlich gute Leistung, Denn die Charaktere in dem Film sind genauso extravagant wie der Film selbst. Sie überzeugen in ihren Rollen, obwohl nicht alle Rollen sympathisch auf den Zuschauer wirken. Eine Ausnahme bildet die Hauptrolle von Freddie Highmore, der mein absoluter Favorit war. Das mag natürlich auch an der Rolle, die er verkörpert, liegen. Die Musicalszenen, in denen die kleinen Oompa Loompas zu sehen sind, sind ebenfalls sehr unterhaltsam und unterstreichen die ohnehin schon lustige Art des Films.

Filme-Blog Wertung: 8/10

Charlie und die Schokoladenfabrik hat sich acht Sterne verdient. Minuspunkte hat sich der Film dadurch verdient, dass der Humor im Film an manchen Stellen doch einen ziemlich schwarzen Tick hat. Der Film soll ja ein Kinderfilm sein, was kaum zu übersehen ist, dennoch gibt es einige Passagen, in denen sogar Kannibalismus thematisiert wird. Das kann dazu führen, dass einige Kinder verschreckt werden. Doch ansonsten gibt es an dem Film nichts mehr auszusetzen. Die Handlung zeichnet sich durch die große Fantasie aus und reißt jeden Zuschauer mit. Hier sieht man deutlich, dass man der Fantasie freien Lauf gelassen hat. Man bekommt bunte Bilder zu sehen, die eine nicht sehr oberflächliche Handlung erzählen. Darüber hinaus sind die Figuren viel tiefgründiger, als man auf den ersten Blick denken würde. Diese werden von guten Darstellern gespielt, was dem Film ebenfalls weitere Pluspunkte verschafft.

Filmfazit:

Charlie und die Schokoladenfabrik ist ein Film bei dem auch Erwachsene das Gefühl bekommen, wieder klein zu sein. Mit einer sehr guten Besetzung ist der Film für einen Filmeabend mit vielen Süßigkeiten und mit der Familie absolut empfehlenswert.

Filmtrailer:

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