Filmkritik: Nur mit dir (2002)

nur mit dir

Filmbeschreibung:

Landon besitzt weder Lebenserfahrung noch verschwendet er einen Gedanken an seine Zukunft nach der Highschool. Doch gerade wegen dieser oberflächlichen Einstellung und seinem risikofreudigen Verhalten ist er der Anführer der beliebtesten Clique seiner High-School, welche sich nicht nur einmal, Ärger durch ihre gefährlichen und straffälligen Aktionen eingehandelt hat. Als dann jedoch ein Streich außer Kontrolle gerät, muss Landon für die Tat gerade stehen und soll zur Strafe der unbeliebten Theatergruppe helfen, um selbst auf den richtigen Weg zu kommen. Zuerst genervt von allem bringt sich Landon nicht richtig ein, ist dazu allerdings gezwungen, als er eine wichtige Rolle aufgetragen bekommt, sich Hilfe bei dem unbeliebten Mauerblümchen Jamie zu holen. Trotz der Tatsache, dass Beide nichts gemeinsam haben, entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit, die vor allem an Jamie‘s tiefsinniger Sicht aufs Leben beruht. Schon bald entwickeln sich tiefe Gefühle zwischen Beiden und sie möchten nicht mehr ohne einander auskommen, was die ganze oberflächliche Highschool-ordnung durcheinander bringt und Beide vor viel Kritik stellt. Zum Trailer

Filmkritik:

Die Verfilmung A Walk to Remember – Nur mit dir – überzeugt den Zuschauer mit viel Gefühl und sehr viel Hingabe in der authentischen Darstellung der Hauptfiguren. Direkt am Anfang setzt der Film wie viele 08/15 Highschool-filme, mit einer spannenden und erwartungsvollen Aktionsszene ein. Auch die grundsätzliche Handlungsidee ist nichts Neues. Mal wieder geht es um die Rangordnung in einer Highschool und auch der coolen und lässigen Hauptfigur Landon – Shane West – fehlt es an Autoritätssinn. So kann die Geschichte trotz der Anfangsszene nicht mit Spannung punkten und verlässt sich hauptsächlich auf das Talent und Umsetzungsvermögen ihrer Darsteller. Da die Verfilmung A Walk to Remember – Nur mit dir – doch ein typischer Frauenfilm ist, der drauf angewiesen ist, den Zuschauern auf die Tränendrüsen zu drücken, freut mich die gute Umsetzung des gelungenen Buches. Denn dieser Film regt – genau wie das Buch – im weiteren Verlauf immer mehr zum Denken an und lässt viele Fragen aufkommen wie: Was ist die wahre Liebe? oder auch: Was ist im Leben wirklich wertvoll? Da es der Verfilmung A Walk to Remember – Nur mit dir – gelingt, ihre Botschaft mit viel Geduld zu vermitteln ohne auffallend kitschig oder am Anfang direkt voraussehbar zu wirken, finde ich richtig schade, dass die Verfilmung so viel Propaganda enthält. Es wird in jedem möglichen Moment darauf angespielt, dass ein Leben ohne den Glauben an Gott keinen Sinn macht und dass man nur so sein Glück finden kann. Die ständige Anspielung auf biblische Tugenden, lässt neben der Frage nach der Notwendigkeit offen, wie viel Eigenentscheidung dem Zuschauer überhaupt noch gelassen wird. Besonders erwähnenswert ist in der Verfilmung A Walk to Remember – Nur mit dir – auch die schauspielerische Leistung der Figur Jamie – Mandy Moore -, welche eine unheimliche Wendung in die Gesamthandlung bringt. Die unheimlich gute Herausarbeitung der gegensätzlichen Welten, in welcher die beiden Protagonisten leben und der entstehenden tiefen Gefühle füreinander, macht im späteren Verlauf der Verfilmung A Walk to Remember – Nur mit dir – alle Ehre. Besonders gelungen ist auch die Begleitmusik, die dem Film Intensität verleiht und durch Jamie’s gefühls-tragendes Lied – Only Hope – unglaublich punkten kann. Etwas skeptisch betrachte ich jedoch in der Verfilmung A Walk to Remember – Nur mit dir – das doch relativ schnell aufkommende Interesse Landons an Jamie, welche in der Realität etwas unglaubwürdig erscheint. Schließlich ist auch noch die Buchvorlage „Zeit im Wind“ von Nicholas Sparks zu erwähnen, welche im Film relativ buchgetreu und bewundernswert überzeugend ausgearbeitet ist.

Filme-Blog Wertung: 6/10

Die Verfilmung A Walk to Remember – Nur mit dir – ist vor allem dank den authentischen und überzeugenden Schauspielern, sowie passender Musik, eine wunderschöne emotionale Romanze. Nervig ist jedoch die Propaganda, die der Film immer wieder nebenbei mit sich bringt und mit der er den Zuschauer einer persönlichen Meinung beraubt. Auch beruht die Verfilmung A Walk to Remember – Nur mit dir – auf einer größtenteils 08/15 Handlung, welche dazu führt, dass die Spannung verloren geht und dass die Verfilmung für Zuschauer ohne romantische Veranlagung, schnell langweilig werden kann.

Info:

Der von dem Bestseller Autor Nicholas Sparks verfilmte Roman “Zeit im Wind” erschien 1999 im Heyne Verlag und ist eine tiefsinnige und schöne Liebesgeschichte, die beweist wie schnell die Liebe Menschen verändern kann.

Filmfazit:

Die Verfilmung A Walk to Remember – Nur mit dir – ist ein durchaus gelungenes romantisches Drama, welches mit unbeschreiblich viel Charakter in den einzelnen Figuren, Gefühl und einer klaren Botschaft überzeugt, jedoch an Handlung und Spannung nichts Besonderes zu bieten hat.

Filmtrailer:

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