Wake Wood (2011)

Wake Wood

Filmbeschreibung:

Nachdem die Tochter eines jungen Ehepaares von einem Hund getötet wurde, nimmt die Trauer der Eltern um ihr verlorenes Kind kein Ende. Doch als eines Tages ein Mann bei der Familie vorbeikommt und dieser mitteilt, dass es möglich sei, ihre Tochter erneut ins Leben zu rufen, um sich von ihr gebührend zu verabschieden, wissen die Eltern der kleinen Alice nicht mehr Recht, wie sie sich verhalten sollen. Schließlich treffen sie jedoch die Entscheidung, sich auf den Deal einzulassen, um ihrer Tochter noch ein letztes Mal ins Gesicht blicken zu können. Die ganze Sache hat jedoch einen Haken, denn Alice wird nur für 3 Tage in die Welt der Menschen zurückkehren und danach augenblicklich wieder tot umfallen. Außerdem darf sie das Dorf namens Wake Wood nicht verlassen, an das ihre Eltern ab dem Tag ihrer Rückkehr gebunden sein werden. Ihre Erinnerungen werden jedoch voll da sein und sie wird ihre Eltern wiedererkennen, so lautete zumindest das Versprechen des seltsamen Fremden, doch nachdem Alice die ersten Stunden ganz normal hinter sich gebracht hat, beginnt die Kleine langsam, sich zu verändern und diese Veränderung hat nicht nur Folgen für ihre Eltern, sondern auch für alle, die sich Alice in den Weg stellen und versuchen wollen, sie zurück zu bringen. Zum Trailer

Filmkritik:

Nachdem ich mir die Beschreibung auf der Rückseite der DVD durchgelesen hatte, dachte ich mir eigentlich, dass es sich bei Wake Wood um einen weiteren 08/15 Backwood Slasher handelt. Doch bereits nach den ersten Minuten von Wake Wood wird der Betrachter vom Gegenteil überzeugt, denn das Konzept ist wirklich sehr schön durchdacht und auch so noch nie da gewesen. Leider fand ich die Tatsache, dass hier fast alle Aspekte der Story auf die Verwendung von schwarzer Magie zurückzuführen sind, etwas zu unüberlegt und somit handelt sich Wake Wood für diesen Hokuspokus einige Minuspunkte ein. Dennoch wird der Betrachter irgendwie an den Film gefesselt, auch wenn diesem an vielen Stellen zumindest in Sachen Spannung etwas die Luft ausgeht. Vermutlich lässt sich dieser Fesselfaktor besonders durch die Besetzung eines kleinen Mädchens als Hauptdarstellerin begründen, was die Dramatik in einem Horrorfilm deutlich erhöht, weil natürlich kein Mensch sehen will, wie einem Kind in einem solchen Film Leid zugefügt wird. Des Weiteren wurde bei Wake Wood eindeutig zu wenig Material vorbereitet, denn immer wieder wird der Film durch eigentlich völlig irrelevante Szenen in die Länge gezogen und verliert so erneut an Pepp. Ebenfalls sehr schade fand ich auch die Tatsache, dass sehr wenig auf das Verhältnis der einzelnen Familienmitglieder zueinander eingegangen wird, denn schließlich haben sie ihre Tochter in das Reich der Lebenden zurückgeholt, ohne sich dabei wenigstens einmal in die Haare zu kriegen. Zum Ende von Wake Wood lässt sich nicht wirklich viel sagen, denn dieses wurde – sollte es keine Fortsetzung mehr geben, wobei bei einem Low-Budget-Horrorfilm auszugehen ist – reiflich schlecht überlegt und hier wurde dem Betrachter einiges an Interpretationsfreiraum gelassen.

Filme-Blog Wertung: 6/10

Wake Wood verdient sich die sechs Sterne Wertung eigentlich eher schleppend und das besonders aus dem Grund, dass der Film eine ganze Menge an Potenzial beinhaltet, welches unter der Regie von David Keating leider nur bedingt genutzt wurde. Doch gerade die Story macht Wake Wood irgendwie zu etwas Besonderem und aus dieser Sichtweise scheint eine sechs Sterne Wertung fast schon etwas untertrieben, aber man muss eben sachlich bleiben, denn leider bietet Wake Wood auch einige gar nicht gut gelungene Aspekte. Zu nennen wäre auch sicher noch die Tatsache, dass hier einmal mehr ein Kind in die Rolle eines „Monsters“ schlüpft und – besonders zu Beginn des Films – einiges an Leid ertragen muss. Mir stellt sich bei solchen Szenen immer wieder die Frage – auch wenn es sich bloß um einen Film handelt, von dem die Kinder selbst vermutlich nicht alles mitbekommen – „Muss es wirklich sein, dass man hier ein Kind in ein und die selbe Szene mit massenhaft Kunstblut und abgetrennten Gliedmaßen setzt, nur um die Dramatik des Films auf Kosten dieses Kindes in die Höhe zu treiben?“ Wohl eher ist dies nicht der Fall, doch leider schreckt die heutige Filmindustrie vor nichts mehr zurück und bedient sich so mit Freuden an immer mehr diversen Jungschauspielern. Die Atmosphäre von Wake Wood kann zwar für einige Pluspunkte sorgen, jedoch wurde besonders in den düsteren Szenen hier etwas übertrieben und selbige wurden an vielen Stellen sogar etwas zu düster dargestellt, so dass man sich oft sehr anstrengen muss, um etwas im Bild zu erkennen. sechs zerfleischte Voodoo-Puppen für diesen etwas anderen Horror-Thriller.

Info:

Nur 3 Tage nach dem UK Kinostart lief Wake Wood schon auf DVD an.

Auf vielen großen Internetplattformen erhielt Wake Wood eine überaus durchschnittlich positive Wertung, was sich für mich nur durch das vorhandene, leider aber nicht genutzte, Gesamtpotenzial des Films erklären lässt.

Natürlich ist alles nur Fiktion, was in Wake Wood passiert und eine solche Geschichte hat sich so nie zugetragen.

Filmfazit:

Wake Wood ist ein Film, den insbesondere alle Fans des Horror-Genres gesehen haben sollten, denn das hier verwendete Konzept ist sehr neuartig und kann besonders durch diese Tatsache glänzen. Leider sind manche Szenen jedoch zu voll gepumpt mit okkulten Erklärungen und somit bleibt Wake Wood sicher Geschmacksache.

Filmtrailer:

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