Filmkritik: Summer Scars (2009)

Summer Scars

Filmbeschreibung:

Es sollte ein ganz gemütlicher Sommertag im Wald werden, den die sechs jungen Freunde miteinander verbringen wollten, anstatt den ganzen Tag lang die Schulbank zu drücken, doch dann kam alles ganz anders. Zwei der Jungs hatten sich bereits zuvor um einen Roller bereichert und cruisen nun ausgelassen durch den Wald, bis ihnen schließlich ein Mann vor den Roller läuft. Anstatt dem angefahrenen Fremden zu helfen, fliehen die beiden lieber und laufen zurück zu ihren Freunden. Doch schon wenig später taucht der Mann wieder auf und zeigt keine Spur von Ärgernis. Ganz im Gegenteil, denn nach und nach versucht er durch kleinere Witze das Vertrauen der Gruppe zu gewinnen und beschützt sie letztlich auch vor zwei Halbstarken, die sich im Wald umher treiben. Allerdings scheint er sich nach einiger Zeit nicht mehr ganz unter Kontrolle zu haben, denn ihm rutscht bei einem der Kinder die Hand aus und er zieht eine Luftpistole aus seiner Tasche hervor. Entsetzen macht sich breit und völlig verängstigt beginnt für die sechs Freunde ein Kampf um Leben und Tot. Zum Trailer

Filmkritik:

Basierend auf wahren Begebenheiten hat man mit Summer Scars einen relativ durchschnittlichen UK-Thriller erschaffen, der mit einer Laufzeit von lediglich 73 Minuten bestens geeignet ist als Film für Zwischendurch. Etwas geschockt war ich dann allerdings, als ich bemerkte, dass Summer Scars – trotz dieser sehr unterdurchschnittlichen Laufzeit – als Thriller einfach nicht spannend genug ist. Der Film zieht quasi nur so an einem vorbei und schafft es nur gelegentlich seinen Betrachter zu fesseln und mit den kleinen Teenies mitfühlen zu lassen. Ein bisschen spannend reicht an dieser Stelle eben nicht und das macht dann auch die solide schauspielerische Leistung der Kinder in Summer Scars und das Agieren Kevin Howarths in der Rolle des Peters nicht wieder wett. Noch dazu kommt die ziemlich unterirdische deutsche Synchronisation des Films, die das ganze Geschehen meiner Meinung nach etwas verzerrt und dem Zuschauer vielmehr den Eindruck vermittelt, er würde sich gerade einen dieser absolut niveaulosen C-Movie Horrorfilmchen ansehen. Ganz so schlecht ist Summer Scars keineswegs, doch ein Film der sich gegen Ende durch das Einbringen von Themen wie Frauenfeindlichkeit und das Bloßstellen relativ junger Kinder fixiert, nachdem es zuvor lediglich um die vermeintliche Gefangenschaft der Kinder in den Händen eines gestörten Asthmatikers ging, kann eben auch nicht mit den wirklich großen Streifen im Genre mithalten. Fast schon zwanghaft scheint man an Summer Scars gegen Ende noch einige Minuten angehängt zu haben, um somit weitere Minuten der sowieso schon etwas kurzen Laufzeit zu schinden, natürlich nicht zuletzt auf Kosten der Spannung in diesem Drama. Immerhin hat man sich in Sachen Atmosphäre ein bisschen mehr Mühe gegeben und Summer Scars bietet hin und wieder tatsächlich noch einige ansprechende und schockierende Momente. Dann wären da noch zwei Aspekte, die mir persönlich ziemlich zu denken gegeben hatten. Zum Einen wäre hier der angefahrene Peter zu nennen, der nur wenige Sekunden nach den beiden Kindern ins Camp gehumpelt kommt, obwohl diese den gesamten Weg gerannt sind und trotz angeblich gebrochener Rippen später durch den Wald hechtet und sich einen Boxsack auf die Brust werfen lässt, als sei nie irgendetwas gewesen. Zum Anderen war da ja noch das Ende des Films, bei welchem ich nur jedem Betrachter von Summer Scars den kleinen Tipp geben kann, sich noch einige Sekunden des Abspanns anzusehen, da der Film dort noch einen drauf setzt und zumindest einen schönen Cliffhanger zu bieten hat.

Filme-Blog Wertung: 5/10

Mehr als durchschnittliche fünf Luftpistolen sind an dieser Stelle leider nicht zu holen für Summer Scars. Die Wertung wird hier durch eine unglaublich nervige deutsche Synchronisation, eine mehr als dünne Storyline und eine überaus schwache Laufzeit von gerade einmal 73 Minuten reduziert und ist auch durch die gute Atmosphäre und die relativ überzeugenden Darsteller nicht mehr vollständig aufzupolieren. Ein bisschen mehr Handlung oder zumindest der eine oder andere Spannungshöhepunkt mehr hätten Summer Scars sicher keineswegs geschadet und somit gibt es an dieser Stelle auch nur eine bedingte Empfehlung für diesen Low-Budget Streifen an wirkliche Genre Fans, die über all die besagten Mankos hinwegsehen können und ihre Erwartungen nicht zu hoch stecken.

Filmfazit:

Wahre Begebenheit hin oder her. Summer Scars bietet neben einer unterirdischen deutschen Synchronisation eine nur sehr kurze Storyline, die immerhin den einen oder anderen Betrachter mit ihrem soliden Grundgerüst überzeugen kann. Als UK-Thriller eine passable Unterhaltung, auch wenn teils einfach die Spannung fehlt.

Filmtrailer:

Facebook Kommentare

Facebook Kommentare

Add Comment Register



Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>