Quarantäne 2 – Terminal (2011)

Quarantäne 2

Filmbeschreibung:

Nur wenige Stunden nachdem in einem kleinen Wohnblock in L.A. ein Virus ausbrach, der alles Leben in dem Gebäude auslöschte, geht der Albtraum nun weiter. Standortwechsel. Ein Flugzeug voller Passagiere, von denen einer beginnt durchzudrehen, nachdem er von einem Tier gebissen wurde entwickelt sich zu dem neuen Ort, an dem das Grauen nun ein weiteres Mal seinen Lauf nehmen soll. Schnellstmöglich wird versucht die Maschine notzulanden, doch was die ahnungslosen Passagiere und auch die gesamte Crew auf dem Boden erwartet wirft die Frage auf: Hätte man nicht besser in der Luft bleiben sollen? Zum Trailer

Filmkritik:

Nicht noch ein amerikanisches Remake zu [REC] oder in diesem Fall wohl eher zu [REC]² – Doch falsch gedacht. Quarantäne 2 distanziert sich vollständig von den Geschehnissen von [REC]² und hat somit anscheinend nur eine kleine Starthilfe mit der damaligen – nahezu exakten – Kopie von [REC] benötigt, um sich nun zu einer eigenständig dastehenden Filmreihe zu entwickeln, die zwar weiterhin das gleiche Thema behandelt, jedoch auch gänzlich andere Erklärungen für die Vorkommnisse, die sich vor wenigen Stunden in einem Wohnblock in L.A. abspielten parat hält. So verzichtet Quarantäne 2 – Terminal – gänzlich auf das Einbringen von bösen Dämonen oder Besessenheit, sondern vertieft sich eher in den biologische Terrorismus und die daraus entstehenden Konsequenzen für die gesamte Menschheit. Auch der Drehort ist hier zu loben, denn welche Umgebung könnte beklemmender und furchterregender sein, als ein enges Flugzeug, mit einem infizierten Passagier. Weitergehend charakterisiert wohl die Lagerhalle am Flughafen – in welcher sich der größte Teil von Quarantäne abspielt – das alt bekannte Gebäude in L.A., denn auch hier hat man die Regierung und sämtliche Spezialeinheiten nicht zu knapp in den Vordergrund gedrängt, indem man das gesamte Gate einfach mal eben abschottet und in einen Hochsicherheitstrakt verwandelt. Doch soviel zur Atmosphäre, denn was an Quarantäne 2 – genau wie auch an [REC] gleichermaßen Aufsehen erregt sind wohl die hier verwendeten Schockmomente und diese sind auch in Quarantäne 2 – auch wenn dieser darauf verzichtet sich fast Vollständig in Dunkelheit abzuspielen – wieder einwandfrei und werden sicher auch noch Fans beider Filmreihen hin und wieder gehörig erschrecken. Das Ende von Quarantäne 2 lässt auf einen dritten Teil schließen, der wohl entweder ein Prequel, oder auch eine direkte Fortsetzung zu Quarantäne 2 werden wird. Doch eine Frage bleibt in Quarantäne 2 offen: Bereits der Trailer verrät, hier ist Schluss mit wackliger Kameraführung und dem bekannten Blick aus der Ego-Perspektive auf das Geschehen, welcher vor einigen Jahren Cloverfield und [REC] in aller Munde gebracht hat. Die Frage also: Tut es Quarantäne 2 weh auf dieses Bonbon zu verzichten? Meine Antwort an dieser Stelle: Ein ganz klares Nein! Quarantäne 2 erscheint keineswegs langweiliger als sein Vorgänger und die Spannung wird hier stets auf einem hohen Niveau gehalten, was ängstliche Zuschauer sicher nur selten zur Ruhe kommen lassen dürfte. Und so ganz verzichtet auch Quarantäne 2 nicht auf die direkte Sicht durch die Linse, denn geschickt verbaut wurde hier der Einsatz einer Wärmebildkamera mit direktem Blick auf das Geschehen. Grusel-Feeling garantiert!

Filme-Blog Wertung: 7/10

Seine sieben Sterne Wertung hat sich Quarantäne 2 redlich verdient und dies sind wirklich sieben starke Zombiesternchen, denn Quarantäne 2 schafft es vollständig den Titel als „billiges amerikanisches Remake eines tollen spanischen Schockers“ abzulegen und steht somit als eigenständige Fortsetzung der Seuchenfilmreihe da. Weiterhin zu loben ist an dieser Stelle auch, dass Quarantäne 2 keinen auffallenden Schaden davon trägt, nachdem man beschlossen hat auf die Kameraperspektive à la Cloverfield und [REC] zu verzichten. Ob man die Erklärung, woher das Virus kommt und wer dafür verantwortlich ist nun wirklich für gut heißen muss sei dahingestellt – mit hat sie gar nicht gefallen – aber dennoch ist sicher jede Erklärung sinnvoller als dämonische Besessenheit, wie es in [REC]² der Fall war. Schauspielerischen Größen bedient sich Quarantäne 2 nicht gerade und somit bleiben die meisten Darsteller solides Mittelmaß, was bei einem B-Movie absolut verständlich ist. Kleinere Abzüge gibt es hier für das meiner Meinung nach etwas zu einfallslose Open-End und auch einige Schocksounds hätte Quarantäne 2 sicher noch vertragen können. Alles in allem hat Quarantäne 2 mir jedoch deutlich besser gefallen als [REC]² und somit hat Regisseur John Pogue sein Ziel sicher mehr als nur erreicht.

Info:

Quarantäne 2 ist das Sequel zu Quarantäne und setzt einige kleiner Vorkenntnisse – den ersten Teil der Reihe betreffend – voraus. In diesem Fall ist es allerdings egal, ob man sich nun den ersten Teil von Quarantäne oder auch den ersten [REC] ansieht, denn handlungstechnisch sind diese nahezu identisch.

Filmfazit:

[REC] und Quarantäne Fans werden dieses sehr eigenständig dastehende Sequel lieben. Für Neueinsteiger ist der Film weniger gut geeignet, da man in Quarantäne 2 eigentlich bereits im Groben wissen sollte, worum es in [REC] und Quarantäne ging.

Filmtrailer:

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