John Carpenter’s The Ward (2011)

The Ward

Filmbeschreibung:

Die junge Kirsten wird in eine Psychiatrie eingeliefert, nachdem sie von der Polizei vor einem brennenden Haus gefunden worden ist. Sie ist der starken Überzeugung, dass mit ihr alles in Ordnung sei, denn den anderen Frauen, die in der Psychiatrie sind, sieht man die Krankheiten sofort an. Sie startet mehrere vergebliche Fluchtversuche, deren Folgen brutale Therapiemethoden sind. Eines Abends wird Kristen von einem entstellten Mädchen angegriffen. Die Angriffe auf sie und die anderen Mädchen häufen sich. Kristen kommt dem Geheimnis, das die Wut des entstellten Mädchens erklärt, schnell auf den Grund: Das Mädchen, Alice, das selbst einmal in der psychiatrischen Klinik gelebt hat, wurde aus Hass der anderen Mädchen, von diesen getötet. Nun wandelt Alice‘ Geist in der Klinik umher. Doch der Geist ist auch hinter Kristen her, die an Alice‘ Tod noch nicht einmal beteiligt war. Kristen bemerkt, dass sie in der Sache tiefer drinsteckt, als sie gedacht hätte. Zum Trailer

Filmkritik:

Nach 10 Jahren meldet sich John Carpenter mit seinem Werk The Ward zurück. Es gab wahrscheinlich große Erwartungen an den Film. Die Handlung des Films bot für mich die größte Enttäuschung. Diese war zu Beginn sehr gut. Es herrschte eine unglaubliche Spannung, trotz der Tatsache, dass am Anfang kaum ein Wort gesprochen worden ist. Doch zum Ende hin hatte ich fast das Gefühl von einem Déjà-Vu, denn die Szenen wiederholten sich immer wieder. Vor allen Dingen trifft das auf die Ausbruchsversuche von Kristen zu, die immer wieder gleich endeten. Dennoch ist die Handlung gut strukturiert: Es gibt einige Rückblenden, aus denen man sich zu Beginn wenig erschließen kann, die aber dann die ganze Handlung zusammenschweißen. Was sehr interessant war, war das Ende, das für mich persönlich nicht vorhersehbar war und eine große Überraschung war. In der Schlussszene gab es dann nochmal das „Sahnehäubchen“, das dem Zuschauer den letzten Schreck verlieh. Sehr gut gefallen hat mir die Kameraführung und das Einsetzen von verschiedenen Blickwinkeln. Diese gaben dem Zuschauer das Gefühl, selbst in den kalten Wänden der Psychiatrie gefangen zu sein und sorgen dafür, dass man als Zuschauer von der Handlung gefesselt ist. Auch der Drehort, die Psychiatrie, wirkte trotz der sterilen Wände und der gesamten Einrichtung etc. sehr unheimlich und steigerte den Gruselfaktor. Die Figuren in dem Film sind nicht besonders facettenreich, was daran liegt, dass auf diese zu wenig eingegangen worden ist. Das wäre für mich persönlich sehr interessant geworden noch mehr über sie zu erfahren. Die Darsteller waren meiner Meinung nach ziemlich überzeugend, wobei ich besonders Amber Heard (All the Boys love Mandy Lane, Zombieland, Ananas Express, Drive Angry) für ihre überzeugende Vorstellung loben muss. Der Soundtrack ist schlicht, bringt aber genau die richtige Stimmung rüber.

Filme-Blog Wertung:  7/10

The Ward verdient sich sieben Sterne. Wenn man allein den Anfang des Films betrachtet, hätte der Film sicherlich eine bessere Bewertung erhalten, denn der Anfang ist absolut gelungen. Es herrscht die passende Stimmung und eine unglaubliche Spannung. Doch das verliert sich zum Ende hin, denn es wiederholen sich einige Szenen, wodurch der Film künstlich in die Länge gezogen wirkt. Doch The Ward kann ebenfalls durch die Handlung punkten, denn diese enthält Rückblicke, die sie interessanter erscheinen lassen. Durch die besonderen Blickwinkel und die Kameraführung erntet der Film weitere Sterne, denn die, wenn auch einfachen, Hilfsmittel wurden so gut eingesetzt, dass man fast das Gefühl hatte, selbst in dem Raum zu stehen. Auch der Drehort, der die Stimmung in The Ward unterstreicht, führt dazu, dass der Film weitere Pluspunkte erntet. Ein kleiner weiterer Kritikpunkt wären die Figuren, die zwar soweit sympathisch waren, meiner Meinung nach aber nicht gut behandelt worden sind – was aber vor allem im Zusammenhang mit der Handlung sehr vorteilhaft gewesen wäre. Die Darsteller weisen allesamt eine gute Leistung auf. Auch der Soundtrack hat mir sehr gut gefallen, da es sich bei diesem nicht um einen „Mainstream“ Soundtrack handelt. 

Filmfazit:

John Carpenter’s The Ward ist zu Beginn ein sehr spannender Horrorstreifen, wird aber im Laufe der Handlung fast langweilig. Dennoch kommt die Stimmung, aufgrund des Drehorts, der verschiedenen Blickwinkel, der Perspektiven und des Soundtracks, deutlich zur Geltung und der Zuschauer bekommt sie hautnah zu spüren. The Ward ist kein Meisterwerk, aber dennoch sehenswert.

Filmtrailer:

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Ein Gedanke zu “John Carpenter’s The Ward (2011)

  1. Gerade bei dem Soundtrack wäre so viel mehr drin gewesen! Warum gibt Carpenter den in Auftrag und macht ihn nicht selber!?!? Kann er’s nciht mehr?? Kilian macht seine Sache zwar ganz anständig und versucht auch Carpenters Stil zu imitieren, kommt aber natürlich nicht an seine Klasse ran. Ansonsten stimmte ich dir, Yasmin, zu: Der Streifen ist ganz sehenswert (zumindest besser als die neuen Filme von andern Altmeister -Wes Craven anyone 🙂

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