Exit – A Night from Hell (2011)

Exit - A Night from Hell

Filmbeschreibung:

Edelnutte Holly verdient sich ihren Lebensunterhalt nun schon seit Jahren als Prostituierte und wünscht sich nichts sehnlicher als einen Neuanfang in Paris. Eigentlich steht ihrem Vorhaben nichts mehr im Wege, doch in der Nacht vor ihrem Flug hat sie noch einen letzten Job zu erledigen. Einen Dreier, für den sie allerdings eine gutaussehende braunhaarige benötigt, da ihre eigenen Kolleginnen ihr abgesagt haben. Wie durch ein Wunder trifft Holly nur wenige Momente später auf die 17-jährige Shay, die sich nach dem Tod ihrer Mutter und der Flucht aus ihrer alten Heimat, in dieser Nacht erstmals als Prostituierte versucht und überredet sie den Job anzunehmen. Doch nachdem die beiden ihre Arbeit verrichtet haben, werden sie Augenzeuge am grausamen Mord ihres letzten Kunden und sind von nun an Gejagte eines einflussreichen Mannes in einer Stadt in der Drogen, Verbrechen und Verzweiflung an der Tagesordnung stehen. Zum Trailer

Filmkritik:

Hier bin ich wohl an den falschen Film geraten, dachte ich mir zumindest nachdem ich die ersten Minuten von Exit – A Night from Hell – gesehen hatte, die dann doch einiges an Sex enthalten. So soll es zwar auch im restlichen Verlauf des Films bleiben, doch dann schafft es Exit – A Night from Hell – tatsächlich nach und nach Struktur ins Geschehen zu bringen und der Betrachter wird durch die geschickten Kameraperspektiven immer wieder mitten ins Geschehen geworfen und wird selbst ein Teil der erbarmungslosen und kalten Straße. Exit – A Night from Hell – ist ganz sicher kein Film für schwache Gemüter; der Film ist hart! Wenn auch nicht ganz so heftig wie Genre Kollege Requiem for a Dream aber dennoch keine leichte Kost! Sehr erinnert fühlt man sich etwa nach der Hälfte des Films meiner Meinung nach auch an den ebenfalls sehr schicksalhaften Film 4.3.2.1, denn sehr viele Aspekte aus Exit – A Night from Hell – ähneln diesem Girlie-Drama fast schon detailgetreu. Aber nun zurück zu Exit – A Night from Hell – selbst, denn der Film zeigt einfach so viele Abgründe auf, in welchen die beiden Nutten – für die man seltsamerweise eine ganze Menge Sympathie übrig hat – immer und immer wieder versinken und erneut zurückgeworfen werden, dass man als einfacher Zuschauer von Exit – A Night from Hell – schon des Öfteren einmal ein flaues Gefühl im Magen bekommt und sich wirklich berührt fühlt, wenn sich beispielsweise die beiden Junkies direkt vor Shays Augen Mal wieder einen Schuss setzen. Für das geweckte Mitgefühl des Betrachters sind ganz sicher die beiden sehr schön gewählten Darstellerinnen Viva Bianca – als Holly – und Hanna Mangan Lawrence – als Shay – hauptverantwortlich, die zwar beide kaum Erfahrung im Filmgeschäft haben, wobei meiner Meinung nach besonders die reizende Shay ihre Verzweiflung unglaublich überzeugend verkörpert und es tatsächlich schafft, einen Großteil der Betrachter nachdenklich zu stimmen.

Filme-Blog Wertung: 7/10

 

Sechs Sterne verdient sich Exit – A Night from Hell – durch die passenden Darsteller, die äußerst hohe Dramatik, welche sich im Laufe des Films immer und immer weiter zuspitzt, sowie durch die immer weiter ansteigende Spannungskurve, die nicht zuletzt einer der Gründe dafür ist, dass man sich als Betrachter von Exit – A Night from Hell – des Öfteren wirklich sehr gut in das Geschehen hineinversetzt fühlt und mit den Darstellern leidet und ihre Verzweiflung wirklich hautnah zu spüren bekommt. Die ganze Atmosphäre im Film wirkt durchgehend sehr beengend für den Zuschauer und erinnert teils sehr an die beiden oben bereits erwähnten Genre-Kollegen. Eine siebten Stern gibt es letztlich noch für das Zitat ganz am Ende des Films, welches meiner Meinung nach gar nicht passender hätte sein können und der kleinen Hintergrundromanze mit dem taxi-fahrenden Zauberer doch noch einmal Beachtung schenkt.

Filmfazit:

Exit – A Night from Hell – ist ein sehr bewegender Film, bei dem man als Betrachter bereit sein sollte, sich in die Köpfe der Darsteller hineinzudenken. Gut ausgesuchte Darsteller, eine überzeugende Kameraführung und eine kalte Atmosphäre runden das Geschehen ab und wecken zudem das Interesse der Zuschauer. Für Liebhaber von Requiem for a Dream definitiv ein Must Seen!

Filmtrailer:

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