Die Tribute von Panem – The Hunger Games (2012)

Die Tribute von Panem

Filmbeschreibung:

Die 43. Hungerspiele von Panem stehen unmittelbar bevor, und wie jedes Jahr müssen auch nun wieder aus jedem Distrikt ein männlicher und ein weiblicher Bewohner durch das Zufallsprinzip als Tribut bestimmt werden, die sich gegen ihre Rivalen aus den anderen Bezirken in einem Wettkampf auf Leben und Tod entgegenstellen. Nur ein Einzelner wird lebend aus diesem Wettstreit hervorgehen und danach in das Haus der Sieger in seinem jeweiligen Bezirk einziehen und endlich wieder ein normales Leben führen können. Die bisherige Lage in Panem sah für die meisten Bewohner nämlich nicht gerade rosig aus und so liegt es nun an den beiden Auserwählten Katniss Everdeen und Peeta Mellark endlich wieder etwas Ansehen für ihr Distrikt zu gewinnen und natürlich alles zu geben, im erbitterten Kampf gegen die 23 Rivalen der anderen Distrikte. Zum Trailer

Filmkritik:

Die Tribute von Panem: Kaum ein Film wurde glaube ich in diesem Jahr bisher mehr gehypet, und gerade diese Tatsache erweist sich bei den meisten solcher Filmchen zunehmend als Problem. Man geht einfach mit viel zu hohen Erwartungen ins Kino und am Ende verflucht man die Drehbuchautoren und Regisseure, wie viel schlechter man die Story eigentlich noch hätte umsetzen können. Doch bei Die Tribute von Panem ist das endlich einmal wieder anders und man hat wirklich Spaß am Sichten. Die drei einzelnen Parts lassen sich klar unterscheiden. Alles beginnt mit den Vorbereitungen der Auserwählten von Distrikt 12, führt sich fort über die Hungerspiele selbst, und endet mit der großen Krönung des Siegers bei den 43. Hungerspielen von Panem. Jennifer Lawrence überzeugt in ihrer Rolle auf ganzer Linie und spielt anfangs förmlich mit den Emotionen der Betrachter, den sie dann doch relativ schnell und ohne großen Aufwand auf ihre Seite zieht und die gesamten Hungerspiele über mit ihr fühlen und hoffen lässt. Leid, Trauer, Schmerz und all die anderen niederschmetternden Gefühle, die sie über ihre Teilnahme an den Hungerspielen und das Mitansehen des Todes vieler Mitspieler empfindet, aber auch der Ehrgeiz, der sich anfangs nur sehr zögerlich tief in ihr drin entwickelt und sie fortan nicht mehr verlässt und sie zu einer toughen Kämpferin macht, die genau weiß, was sie will oder wie sie es am Besten erreichen kann, bestimmen nach gut einem Drittel des Films auch die Gefühle des Betrachters und lassen diesen ab dieser Stelle nicht mehr von ihr weichen. Die Tribute von Panem schafft es auch, mit ein paar geschickten Tricks, die langwierigeren Szenen, von denen es bei einer Laufzeit von mehr als zwei Stunden für gewöhnlich einige gibt, geschickt zu überspielen: Geht dem Film die Puste aus, wechselt er ganz einfach von einem der angesprochenen Parts zum nächsten und bekommt erneut Zeit, sich innerhalb dieses Areals weiter zu entfalten. Ich persönlich verspreche mir trotz all dieser erwähnten positiven Aspekte nicht allzu viel vom bald (in etwa drei Jahren folgenden) zweiten Teil, da mir bereits das Ende des ersten Die Tribute von Panem Films absolut nicht mehr zugesagt hat, wozu ich an dieser Stelle aufgrund von zu hoher Spoilergefahr keinerlei Stellung beziehen möchte. Weitergehend hätte man die gerade erschaffene Welt in Die Tribute von Panem deutlich tiefer angehen können, wobei man ja nicht ausschließen kann, das der erste Teil bloß die Spitze des Eisbergs war und die ganze Reihe sich mit diesem erst warm gelaufen hat. Bleibt also nur zu hoffen das dieser Eisberg nicht allzu schnell zu schmelzen beginnt und wir in gut drei Jahren erneut Positives von Die Tribute von Panem – The Hunger Games - oder vielmehr von Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe - (wie der nächste Teil der Reihe in Deutschland heißen wird) berichten dürfen. Gerne dann auch mit einem größeren Augenmerk auf die Beziehungen der einzelnen Charaktere untereinander, die in diesem ersten Vertreter nur sehr dürftig angesprochen wurden.

Filme-Blog Wertung: 8/10

Sieben Sterne oder doch acht? Mich quält diese eine Frage gerade immer noch und so ganz will mir einfach keine Antwort einfallen, wieso sich Die Tribute von Panem nun die eine oder andere Wertung wirklich verdienen, oder nennen wir es mal eher einhandeln sollten. Klar ist es die überaus begabte Jennifer Lawrence, (X-Men: First Class) in der Rolle der an sich selbst zweifelnden und beschützenden Katniss Everdeen, die den Zuschauer voll und ganz in ihren Bann zieht und genau weiß, wie sie am Besten auf sich aufmerksam machen muss. Andererseits beißt sich all das bereits in der Kritik erwähnte Positive dann auch wiederum mit einer anfangs fast schon schwindelerregenden Kameraführung, die hin und wieder für ein Augenrollen beim Betrachter sorgt und schließlich ist da ja auch noch das Ende von Die Tribute von Panem, das viel mehr kaum auf einen bald folgenden zweiten, und ja, auch noch einen dritten Teil, hindeuten könnte. Zufrieden dürften mit diesem etwas plumpen Ableben der gerade eben noch erzeugten Welt wohl nur die Wenigsten sein und trotzdem muss ich an dieser Stelle einfach sagen: Der Film war gut, bleibt seinem ganz eigenen geschaffenen Stil treu und bekommt so auch letztlich von mir doch noch gerade eben die acht Hungersterne (all das übrigens aus völlig neutraler Sicht ohne das ich auch nur eines der Bücher je gelesen habe, es geht hier schlichtweg nur um den Film als solches). 

Info: 

Die beiden Fortsetzungen sind für die Jahre 2012 (Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe) und 2015 (Die Tribute von Panem – Flammender Zorn Teil 1) bzw. 2016 (Die Tribute von Panem – Flammender Zorn Teil 2) geplant und werden ebenfalls weiterhin die Story der Buchvorlagen nahezu detailgetreu behandeln.

Filmfazit:

Wer die Bücher toll fand, der wird auch die Verfilmung zu Die Tribute von Panem lieben, so heißt es zumindest, egal wo man auch hinsieht oder rein liest. Ich für meinen Teil kann für Die Tribute von Panem eine klare Filmempfehlung aussprechen. Endlich kann man sich im Jahr 2012 einmal mitreißen lassen von dieser inszenierten Zukunftswelt, und das auch, wenn es besonders das Ende von Die Tribute von Panem ist, das hier als wirklicher Tribut auf Kosten der Handlung gesehen werden kann.

Filmtrailer:

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2 Gedanken zu “Die Tribute von Panem – The Hunger Games (2012)

  1. Pingback: Hunger Games / Die Tribute von Panem: Alle Ausgaben im Überblick

  2. ein durchaus interessantes paralleluniversum, das in einer zeit stattfindet zwischen einer vergangenheit, in der tauschwaren den markt dominieren und einer zukunft, die unserer zeit voraus ist, dazu mit einem modebewusstsein, das an zwischen unserer heutigen und der zeit erinnert, in der schminke und parfüm alles überdecken sollte
    aber wirklich, sehr interessant gestaltet
    die schauspielerische leistung ist durchaus lobenswert und auch die spannung darf nicht unbeachtet bleiben
    dennoch bleiben auch da einige nicht logische momente offen, die mich so ein wenig aufregen
    das ende regt auf jedenfall zu weiterführenden teilen an, weshalb es mich persönlich zufriedenstellt, sofern halt auch weitere teile folgen (nur hoffe ich, dass diese nicht noch weiter ins unlogische ausarten…)
    mit den büchern vergleiche ich das nicht, da ich die bücher nicht kenne

    insgesamt ein wirklich spannender und interessanter film, der meiner meinung nach empfehlenswert ist

    persönliche wertung: 7-8/10

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