Wie ein einziger Tag (2004)

Wie ein einziger Tag

Filmbeschreibung:

90-er Jahre: “Duke” Noah, der in einem Altersheim lebt, liest jeden Tag seiner Frau Allie, die er über alles liebt, immer wieder ihre gemeinsame Geschichte aus einem Buch vor. Denn Allie leidet an Alzheimer und mit dem Vorlesen erfüllt Noah seiner Frau ihren Wunsch, den sie nach der Diagnose geäußert hatte. 40-er Jahre: Die beiden lernten sich während Allies Sommerurlaub kennen, den sie in Noahs Heimat Seabrock verbrachte. Dort hat Noah die hübsche Allie angesprochen und nach ein paar Anlaufschwierigkeiten wurden die beiden ein Paar – wenn auch ein Ungleiches. Noah kam vom Land und konnte seiner wohlhabenden Allie nicht besonders viel bieten. Die Beziehung war mehr als nur eine Sommerromanze und das bemerkte auch Allies Mutter, die eigentlich nicht wollte, dass Allie weiterhin mit Noah Kontakt hatte, denn dieser konnte Allie, ihrer Meinung nach, nichts bieten. Nach einem Streit zwischen dem Paar entschied sich die Mutter am nächsten Morgen kurzerhand abzureisen und von da an schrieb Noah Allie 356 Briefe – jeden Tag einen. Doch diese blieben unbeantwortet und somit entschied sich Noah es aufzugeben und zog in den Krieg. Währenddessen lernte Allie den reichen Lon kennen, den sie später heiratet. Doch nach 7 Jahren, in denen beide den gemeinsamen Sommer nie vergessen haben, kreuzten sich die Wege von Noah und Allie wieder und auch die Gefühle der beiden kehrten zurück. Zum Trailer

Filmkritik:

Wie ein einziger Tag ist eine von vielen Verfilmungen der Werke des Bestsellerautors Nicholas Sparks und wie immer kann man sich auch bei dieser Verfilmung auf großes Gefühlskino freuen. In dem Film geht es um ein Paar, deren Liebe wortwörtlich ein Leben lang gehalten hat. Die beiden haben sich 50 Jahre vor der Zeit, in der Noah seiner Allie aus dem Buch liest, kennengelernt und während Noah von Anfang an wusste, dass die beiden füreinander bestimmt sind, beschleichen Annie immer wieder Zweifel. Auch sieben Jahre später, bei dem Zusammentreffen, droht die Beziehung wegen Annies Zweifeln zu zerbrechen, doch die Handlung des Films endet mit einem unendlich romantischen Happy End (das ist aber Ansichtssache). Die Handlung des Films ist absolut mitreißend und man bekommt schnell einen Einblick in die gesellschaftlichen Umstände, zum Beispiel in die der 40-er Jahre. Damals konnten die Eltern noch über die Liebe ihrer Kinder mitbestimmen und diese zielten dann, genau wie in diesem Fall, darauf ab, dass der Partner genug Geld besitzt und aus einer wohlhabenden Familie stammt. Es gibt viele romantische Szenen und auch einige Traurige. Dennoch gibt es auch Szenen, die lustig sind, ohne den Film lächerlich erscheinen zu lassen. Wodurch der Film besonders positiv auffällt ist, dass er unglaublich echt wirkt. Die Wut, die Trauer und die Hoffnungen, die die Protagonisten durchleben berühren den Zuschauer. Vor allen Dingen ist das Ende zwar etwas kitschig, dennoch ist das meiner Meinung nach der perfekte Showdown und schließt den Film gut ab. Was ich auch interessant fand, war die Rolle der Mutter in dem Film und deren Geheimnis. Denn Allies Mutter hat ihr den Kontakt zu Noah nicht ohne Grund verweigert, denn diese hat in ihrer Jugend das selbe durchlebt, wie ihre Tochter. Zu den Darstellern ist zu sagen, dass ich die beiden jungen Protagonisten einfach perfekt fand. Diese haben perfekt in ihre Rollen gepasst und diese zudem sehr gut verkörpert. Gena Rowlands fand ich jedoch in der Rolle der „alten“ Allie nicht sehr gut. Meiner Meinung nach hat sie die Rolle nicht sehr glaubwürdig dargestellt. Allgemein ist zu dem Charakter der Figur Allie zu sagen, dass diese manchmal fast schon unsympathisch wirkte. Das kommt durch ihre vorschnellen Entscheidungen, die nur dazu führen, dass Noah verletzt wird. Jedoch kann man den Charakter auch nicht wirklich als unsympathisch bezeichnen, da sie durch die unglaubliche Menschlichkeit, die sie auf der Leinwand verkörpert, wieder sympathisch wirkt und ihre vorschnellen Entscheidungen wahrscheinlich nur auf ihre Verzweiflung zurückzuführen sind. Was mich verwundert ist die Altersfreigabe, denn der Film läuft in Deutschland ohne jegliche Altersbeschränkung, obwohl es zahlreiche freizügige Szenen gibt.

Filme-Blog Wertung: 8/10

Wie ein einziger Tag verdient sich 8 Sterne. Auf den ersten Blick wirkt der Film perfekt –  jedoch nur für Leute die sich so unglaublich schnulzige Filme ansehen können. Für alle Anderen wird der Film wahrscheinlich eine Qual sein, da dieser von den großen Gefühlen “lebt”. Wenn man den Film als Verfilmung des Buches betrachtet, dann merkt man, dass diese absolut gelungen ist. Die Stimmung im Film passt zu der im Buch und obwohl sich Film und Buch in vielen Punkten unterscheiden, finde ich, dass es durchaus eine gute Verfilmung ist. Des Weiteren erntet der Film Pluspunkte durch die gefühlsreiche Handlung. Diese ist spannend, abwechslungsreich und berührend. Die Handlung enthält alles, was eine gute Handlung haben muss, wirkt aber dennoch nicht konstruiert. Außerdem erntet der Film weitere Pluspunkte durch die guten Darsteller, die die richtige Stimmung vermitteln und ihren Rollen unglaublich viel Leben verleihen. An diesem Punkt muss ich jedoch gleichzeitig die negativen Aspekte im Film ansprechen. Wie oben bereits erwähnt fand ich die Leistung von Gena Rowlands nicht sehr gut, da diese nicht sehr glaubwürdig herüberkam. Das wirkt sich natürlich nicht positiv auf die Bewertung des Films aus, da in diesem ja der wichtigste Aspekt die Gefühle der Protagonisten ist.

Filmfazit:

Wie ein einziger Tag ist reines Gefühlskino und dazu hat der Film eine sehr gute Handlung, die von talentierten Darstellern begleitet wird. Für Leute, die romantische Filme mögen, ist dies die perfekte Wahl, doch für Leute, die nichts mit „Heulfilmen“ anfangen können, ist dieser Film garantiert nicht das Richtige.

Filmtrailer:

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2 Gedanken zu “Wie ein einziger Tag (2004)

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