Salt (2010)

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Filmbeschreibung:

Orlov ist ein russischer Überläufer, der von einem mächtigen Plan gegen die Vereinigten Staaten von Amerika spricht. Dieser Plan sei von einem Russen im Kalten Krieg ins Leben gerufen und heiße „Tag X“. Nachdem CIA-Agentin Evelyn Salt, aus der Gefangenschaft und der Folter befreit werden konnte, heiratet sie Michael, den sie zuvor als Tarnung nutzte, ihn jedoch mittlerweile liebt. Doch an ihrem wichtigsten Abend wird sie gebeten, den Überläufer Orlov für ein paar Minuten zu verhören. Dieser erzählt, dass „Tag X“ schon in vollem Gange wäre. Der Haken der ganzen Sache scheint zu sein, dass Orlov behauptet, Salt sei die russische Geheimspionin, die Teil des Plans – Tag X – sei. Salt ist am Boden zerstört und fürchtet um Michael’s Leben, da Orlov entkommen konnte, doch nicht nur ihr Mann schwebt in Lebensgefahr, auch Salt wird nun von der Regierung gejagt. Zum Trailer

Filmkritik:

Die Erwartungen an Salt waren eher mittelmäßig und so konnte der Film mich weder überaus negativ noch positiv überraschen. Der Beginn von Salt ist mir noch nicht ganz schlüssig, da die Gefangenschaft von Evelyn Salt im Film nicht weiter besprochen wird. Angelina Jolie sieht ziemlich entstellt aus und dies wesentlich schlimmer, als zum Ende des Films, obwohl sie durch Kugelhagel läuft, Männer verprügelt und von LKW zu LKW hüpft. Währenddessen sitzt ihre Frisur in jeder Szene genauso gut, wie vorher und keine einzige Schramme ist zu sehen. Doch eines ist schon zu Beginn klar: Blond steht ihr überhaupt nicht. Als Orlov die Bombe platzen lässt fühlt man sich, als schaute man Eagle Eye oder Staatsfeind Nr. 1.  Ich finde, es sollte mal wieder etwas Neues her, anstatt immer dieses: Eine Person führt ein ganz normales Leben, entwickelt sich urplötzlich zum Staatsfeind Nr. 1 und ist dann gezwungen sich durch zu schlagen, jedoch entwickelt sich alles noch zum Guten. Salt ist durchweg ein Actionthriller und das merkt man ihm auch stark an, denn hier wurde keine Szene für zu unlogisch erklärt und die zierliche Angelina Jolie haut den noch so starken Mann um, während ihr die Puste nie ausgeht. Für manche mag das sehr nervig sein, doch von einem Actionthriller ist meiner Meinung nach nichts anderes zu erwarten, daher: Lässt man sich auf den Film ein, kann er wirklich positiv überraschen. Das Verhör von Orlov ist sehr klischeehaft gehalten – hier werden ein Aschenbecher und eine Schachtel Zigaretten zu Beginn auf den Tisch gestellt -, wer Klaus Kordon mit – Krokodil im Nacken – kennt, weiß was ich meine. Viel zu reden gibt es in Salt nicht, denn Angelina Jolie als Evelyn Salt schlägt sich ganz alleine durch und redet auch nicht viel mit ihren Opfern. Um den Zuschauer dennoch nicht zu langweilen, wurden hier ausreichend Actionszenen eingebaut, welche die langen Redepausen übertönen. Am besten hat mir gefallen, dass man ständig in die Irre geführt wird, auf welcher Seite Salt denn nun steht, so war es nicht ganz möglich, das Ende zu erahnen und als Zuschauer wird man angeregt ein wenig mit zu überlegen. Die Schauspielkünste der Spione im Film – nicht die Schauspielleistung – waren echt genial, was man zum Ende hin sehr bemerken wird, denn ohne mit der Wimper zu zucken, werden sie emotional getroffen, aber um sich selbst zu schützen, muss man eben manchmal über Leichen gehen. Die Leistung der Darsteller soll hier nicht unbemerkt bleiben, denn die meisten spielen ihre Rollen solide und gut, nur Angelina Jolie als Evelyn Salt und Liev Schreiber als Ted Winter stehlen den Anderen oftmals mit ihrem exzellenten Katz- und Mausspiel und ihren perfekt vorgetäuschten Empfindungen die Show. Im Großen und Ganzen kann Salt einem gefallen, aber nur, wenn man sich auf den Film einlässt und zu Beginn keine großen Erwartungen stellt und ggf. über die eine oder andere unlogische Szene hinweg sehen kann.

Filme-Blog Wertung: 6/10

Ich musste lange überlegen, ob ich Salt sechs oder sieben Sterne gebe. Wenn man sich das Ganze im Detail ansieht, wird man feststellen, dass Salt wirklich gut unterhalten kann und ein mittelmäßiger Actionthriller ist, der ausreichend Action beinhaltet, um sein mageres Drehbuch zu vertuschen; doch das ist es auch schon. Salt ist eben nur mittelmäßiges Kino mit einigen unlogischen Handlungen, einer mageren Story, welche wenige Ansprüche an den Zuschauer stellt und zudem wenig Originalität aufweist. Vor allem Letzteres macht Salt zu einem Actionthriller, wie jeder Andere und deshalb gibt es nur sechs von zehn mit Gift gefüllte Kugelsterne für Salt.

Unlogische Szenen:

Wie gesagt, Salt ist an manchen Stellen fürchterlich unlogisch und jeder muss selbst entscheiden, wo seine Grenzen liegen. Ein paar Szenen möchte ich deshalb hier nennen:

  1. Die Szene, wo Salt im Polizeiauto sitzt und den armen Fahrer mit dem Taser quält ist mehr als unlogisch, jedoch könnte man hier wirklich vielleicht noch einmal drüber hinwegsehen, doch dann taucht dieses Szenario dreimal und mehr hintereinander auf.
  2. Ein weiterer kleiner Fehler passierte während des Fluges mit dem Helikopter: Chiwetel Ejiofor als Peabody steht dabei direkt unter dem Helikopter, doch seine Krawatte bewegt sich, als würde ein sanftes Lüftchen wehen.
  3. Erschreckend ist, dass zum Schluss gesagt wird, dass der Bunker total sicher wäre und es noch nicht einmal die eigenen Leute schaffen, hinein zu kommen, doch innerhalb kürzester Zeit hat Salt den ganzen Bunker auseinander genommen und dieser sieht ebenfalls aus, wie ein Schweizer Käse

Oscar’s:

2011 bekam Salt eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Ton.

Filmfazit:

Salt ist ein solider Actionthriller, der jedoch jeglichen Sinn für die Realität verloren hat, hier dennoch als ein gelungener und unterhaltender Film durchgeht. Unser Fazit lautet deshalb: Empfehlend und dies, weil die Schauspielleistung wirklich gut ist und Salt sehr unterhaltsam ist.

Filmtrailer:

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7 Gedanken zu “Salt (2010)

  1. Über den Film mag man streiten (ich fand ihn den Erwartungen enstprechend ganz nett), aber Frau Jolie quält niemand mit einem “Teaser” – so schlecht war der nicht, sondern einem “Taser”.

    Ich gebe Dir aber recht, dass der Film noch unrealistischer wird, wenn es ab in den “sicheren” Bunker geht. Das hat mich auch ein ganz ganz klein wenig gestört.

      • habe mir gerade den Trailer noch einmal angesehen und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich in der Wertung sehr hart war. Vielleicht sehe ich Salt nocheinmal und überdenk dann meine Wertung, da mir die ganze Zeit eigentlich 7 Sterne im Kopf schwirren.

        • Deswegen bin ich kein so grosser Freund von numerischen Wertungen.
          “Salt” ist die Kategorie >empfohlen für Leute die Angie mögen und schon bei “Wanted” viel Spass hatten<.

          Wobei "Salt" weniger Comic als "Wanted" ist und realistischer als "Tomb Raider".

      • ;-) Du schreibst ganz oben “den armen Fahrer mit dem Teaser …” nun Du meinst sicher “Taser”.
        “Teaser” ist eher ein kurzer Trailer, während ein “Taser” viel viel “spannender” ist.

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