Filmkritik: R.E.D – Älter, Härter, Besser (2010)

R.E.D - Älter, Härter, Besser (2010)

Filmbeschreibung:

Frank Moses ist frisch pensioniert und versucht jetzt sein langweiliges Leben mit etwas zu füllen, denn der Umstieg von einem Top-Agent bei der CIA, zu einem alten Mann, mit einer menge Freizeit ist gar nicht so einfach. Wie durch Schicksal lernt Frank eine Sachbearbeiterin bei der Pensionsstelle kennen, bei der er täglich anruft, um die Beschwerde einzulegen, dass seine Schecks nicht ankämen, natürlich ruft Frank nur wegen Sarah dort an und zerreißt täglich die ankommenden Schecks. Als Frank vorschlägt, sie zu besuchen, wenn er in der Nähe ist, überschlagen sich die Ereignisse, denn irgendjemand will Frank tot sehen und der Ex-Agent ist wieder voll in seinem alten Alltag, doch dieses Mal muss er nicht nur seine eigene Haut retten, sondern auch die von Sarah. Zum Trailer

Filmkritik:

Die Besetzung in R.E.D ist wirklich vom aller-feinsten und punktet durch Bruce Willis in der Rolle als Frank Moses und Morgan Freeman als Joe Matheson auf ganzer Strecke. Dabei muss man sagen, dass die Stimmung in R.E.D nahezu die gleiche ist, wie bereits aus anderen Bruce Willis Filmen, wie Stirb langsam oder das fünfte Element. Getreu nach dem Motto „Schlag zu“ tritt Verwüstung da auf, wo auch Willis erscheint. Kaum ein Actionfilm ist bitterernst, und wenn, dann nur eine Handvoll. Auch R.E.D ist ein Film von der Sorte, der alles mit ein wenig Humor sieht. Allein durch seine kuriosen Charaktere, die alle auf ihre Weise durch die Arbeit bei der CIA verändert wurden, gewinnt der Streifen an Humor und verliert damit an Ernsthaftigkeit. Doch die spaßigen Momente bekommen dem Film R.E.D wirklich gut und schaffen Abwechslung in der Aneinanderreihung von den einzelnen Actionszenen. Der lustige Part in R.E.D beschäftigt sich zwar häufig mit dem Altern, trotzdem muss dies nicht heißen, dass R.E.D nur für pensionierte und alte Menschen geeignet ist, die gezwungen werden, über Klischees zu lachen, die sie selbst betreffen, sondern auch für junge Leute, denen ab und an ein Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert wird, wenn ihre Eindrücke vom älter-werden durch einen Witz bestätigt werden. Das Konzept – Passionierte machen noch einmal so richtig einen Drauf und lassen es dabei mächtig krachen – bringt ein wenig Schwung in die sonst so triste Story. Doch im Prinzip läuft alles darauf hinaus, dass die Hauptpersonen vom Geheimdienst, bis ins hinterste Eckchen gesucht werden, um sie schließlich um die Ecke zu bringen, oder zu verhaften, wie dies auch in Salt der Fall ist. Dabei kann man behaupten, dass hier schlichtweg nach einem bestimmten Schema vorgegangen wurde und das Ergebnis ist eine 08/15 Story mit einer Ladung Lovestory. Dennoch muss ich behaupten, dass meine Erinnerungen an R.E.D im Wesentlichen nur positiv sind und es an diesem Actionstreifen kaum etwas bis nichts zu meckern gibt, denn R.E.D hat alles, was ein typischer Actionfilm benötigt: viele Explosionen, viele Schüsse, rasante Autofahrten, jede menge Waffen und zahlreiche unlogische Szenen. Damit wären wir aber wieder bei der Schwachstelle, denn R.E.D ist eben nur ein typischer Actionfilm und bietet in Sachen Originalität wirklich wenig. Es fehlt ihm an originellen Einfällen und Wiedererkennungswert (Bruce Willis ausgeschlossen). Ein weitere Aspekt, der meiner Meinung nach völlig irrelevant für einen Actionstreifen ist, sind die übertriebenen Schießereien und Stunts, denen man oft nicht Glauben schenken mag, aber sie einfach hinnehmen muss. Dennoch wollte ich davor warnen, denn allein der Einstieg in R.E.D fällt schwer zu glauben, da die ersten Szenen den Eindruck vermitteln, dass Frank wohl eher eine schlechte Beziehung zu seinen Nachbarn haben muss.

Filme-Blog Wertung: 7/10

R.E.D ist einfach nichts Neues und ist nur einer von vielen Actionfilmen. Einen gewissen Unterhaltungswert bietet der Film dennoch und dies ist schließlich der entscheidende Faktor, denn langweilen wird man sich während R.E.D nicht, da man durch die zahlreichen Actionszenen stets bei Laune gehalten wird. Dennoch gibt es im Film Momente, in denen wirklich unspannende und unspektakuläre Handlungen vorkommen und man nur darauf wartet, dass endlich wieder etwas Action herein kommt. Abwechslung schaffen die witzigen Szenen, die zwar nicht das Gelbe vom Ei sind, aber R.E.D dabei helfen, nicht monoton zu wirken. Vom Unterhaltungswert ausgehend verdient sich R.E.D wacklige sieben pensionierte Sternchen. 

Info:

Der englische Titel lautet: RED – Retired Extremely Dangerous.

Die explodierenden Patronen in der Pfanne klingen schwer nach einem Hollywood-Mythos, den ich persönlich wirklich nicht glaube, dennoch ergaben meine Recherchen keinen eindeutigen Beweis, um dies zu widerlegen.

Filmfazit:

R.E.D ist nichts Besonderes und eher ein Actionfilm, wie jeder andere. Dennoch kann der Streifen für Action- & Bruce Willis Fans unterhaltsam sein.

Filmtrailer:

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