Filmkritik: Men in Black (1997)

men in black

Filmbeschreibung:

James Edwards, ein gewöhnlicher New Yorker Polizist, erregt durch die Gefangennahme eines flüchtigen Verbrechers die Aufmerksamkeit des MIB-Agenten K. K möchte James unbedingt für seine Agentur rekrutieren. Die Arbeit der MIB ist jedoch streng geheim: Sie sind eine Art Einwanderungsbehörde für Aliens, die seit Jahren unerkannt unter uns Menschen wohnen. Nachdem James begreift, dass wirklich Aliens auf der Erde weilen, entschließt er sich den Men in Black beizutreten. Neben einem schicken Anzug erhält James auch einen neuen Namen: J. Gerade zur rechten Zeit, möchte doch ein widerliches Schaben-Alien unseren Heimatplaneten vernichten. J’s erster Auftrag wird gleichzeitig einer seiner schwersten werden… Zum Trailer

Filmkritik:

Ein wahrer Klassiker der Science-Fiction-Komödie erhält dieser Tage ein weiteres Sequel: Men in Black. Bereits 2002 kam ein erster Nachfolger (Men in Black II) in die Kinos, der zwar qualitativ überzeugte, jedoch nicht völlig an die Leichtigkeit und den Unterhaltungsfaktor des Erstlings heran reichte. Nun folgt also Teil 3, der den Fan der Reihe mit einigen Zeitreise-Einlagen und den Stammschauspielern Will Smith (Hancock, I Am Legend) und Tommy Lee Jones (No Country For Old Men, Captain America – The First Avenger) locken will. Ob er damit erfolgreich ist, soll in einer anderen Kritik besprochen werden; hier geht es in erster Linie um den Begründer der Trilogie, den ich mir – auch zur Vorbereitung auf Teil 3 – mal wieder angeschaut habe. „Irgendwie war das früher cooler“, denke ich mir andauernd beim Sichten des Streifens. Klar, man kennt mittlerweile die Gags und Spielzeuge der MIB, doch der Funke will heute, über 15 Jahre nach der Premiere nicht mehr überspringen. Was haben wir damals gelacht: „Geblitzdingst“ wurde ja fast schon ein geflügeltes Wort – Glücklicherweise nur fast, wie man in der Retrospektive unzweifelhaft feststellt. Die Ideen mit den abstrusen Aliens – Joa, alles ganz nett, aber nicht mehr der absolute Hammer. Es gibt Filme, die kann man sich auch 20, 30, 40 Jahre nach ihrer Entstehung immer noch anschauen und hat jedes Mal ein Gefühl, wie nach Hause zu kommen – Blade Runner, Clockwork Orange oder Der große Diktator anyone? – Men in Black gehört sicherlich nicht dazu. Dafür ist der Film zu seicht und nur auf die Komik des Moments ausgelegt. Kritische Untertöne gibt es zwar (die Ausgrenzung der mexikanischen illegalen Einwanderer), dennoch bleibt Men in Black platt. Früher war das Schaben-Alien ganz großes Kino, heute wirkt es zwar immer noch ganz lustig, allerdings geht keinerlei Bedrohung mehr von ihm aus.

Filme-Blog Wertung: 8/10

Men in Black ist freilich immer noch eine unterhaltsame Komödie. Will Smith und Tommy Lee Jones wirken noch immer unglaublich sympathisch, obwohl man merkt, wie sich besonders das Spiel von Smith mit den Jahren immer mehr gewandelt hat. Sein Acting in Men in Black erinnert noch sehr an seine Serien-Vergangenheit. 1997 war Smith noch in erster Linie Komiker. Schön zu sehen, dass er sich mittlerweile zu einem wahren Charaktermimen entwickelt hat. Sein komödiantisches Talent entfaltet Smith bei Men in Black aber voll und ganz, während Jones den coolen Haudegen gibt, der ihm sowieso liegt. Gerade durch den Kontrast der beiden Charaktere, kann man schon fast von einem Buddy-Movie sprechen. Und als solcher – als seichte Komödie mit zwei großartig aufgelegten Schauspielern – funktioniert Men in Black dann auch noch heute. Bleibt nur zu hoffen, dass Men in Black III mit der Zeit gegangen ist und uns heute noch so begeistern kann, wie Teil 1 vor über zehn Jahren…

Filmfazit:

War früher cooler… Trotzdem ist Men in Black noch immer eine solide Science-Fiction-Komödie.

Filmtrailer:

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