Ironclad – Bis zum letzten Krieger (2011)

Ironclad - Bis zum letzten Krieger

Filmbeschreibung:

13. Jahrhundert, König King John wird gezwungen die Magna Carta zu unterzeichnen, in denen er mehr Freiheiten gegenüber des Adels schwört. Doch kurze Zeit später hat King John bereits aus dänischen Söldnern eine ganze Armee zusammengestellt, die ihm dabei helfen wird, den Adel wieder in seine Ursprungsrechte zu versetzen. Ein ganz strategisch wichtiger Punkt ist dabei das Rochester Castle, denn von dort aus ist es möglich das gesamteKönigreich zu regieren und mit der Einnahme wäre die gesamte Schlacht gewonnen. Tempelritter Marshal versucht alles, King John und seine Armee aufzuhalten, deshalb heuerte er selbst eine kleine Armee an, die versucht das Rochester Castle zu verteidigen. Zum Trailer

Filmkritik:

Ironclad ist brutal und erbarmungslos. Ironclad ist ein Film, der im Mittelalter spielt und wie so viele Mittelalter-Filme, herrscht dort gerade Krieg. Realistisch und hautnah bekommt man in Ironclad Szenen vorgesetzt, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. So mancher Splatterstreifen könnte sich vom Realismus des Mittelalterstreifens einige Scheiben abschneiden. Kameramann David Eggby schaut eben nicht weg, wenn gerade eine Krieger mit dem Beil hingerichtet wird, oder sich andere Folterszenen abspielen. Dabei ist es vollkommen unverständlich, wieso hier eine FSK 16 vorliegt, wobei es Splatter gibt, die gänzlich nur gekürzt sind und eine FSK 18 bekommen. Die Szenen, die man in Ironclad zu Gesicht bekommt, sind nicht ohne und konkurrieren zu manch noch so realistischem Slasher bzw. Splatter. Trotz der ruhigen Hand von Eggby muss ich eingestehen, dass der Szenen- und Perspektivenwechsel sehr oft zu hektisch war und es somit schwer fiel, den gezeigten Kampfszenen zu folgen. Nichts desto trotz bekommt man hier genug Material aufgetischt. Mit viel Liebe zum Detail, dies kann man spürbar merken, denn das Rochester Castle wurde komplett nach gebaut und nachher wieder zerstört – eigentlich viel zu schade, denn der Anblick der Burg ist wirklich sehr nett. Die Story von Ironclad stellt im Prinzip nichts Besonderes dar, kann in Sachen Spannung aber voll überzeugen. Nicht nur, dass der Streifen fesselnd bis zum Schluss ist, Ironclad schafft es auch, durch emotionale Dialoge, die Stimmung aufrecht zu halten. Ganz großes Kino darf man auch zur musikalischen Unterstützung von Ironclad sagen. Oftmals packend und voller Emotionen unterstützt sie Szenen und setzt so die benötigten Akzente, um noch einmal einen drauf zu setzen. Ganz großes Lob gilt hier auch Hauptdarsteller James Purefoy (Resident EvilSolomon Kane) als Templer Marshal zuzusprechen, denn er verkörpert seine Rolle nicht nur glaubhaft, sondern besitzt genügend Ausstrahlung um bei den Zuschauern zu punkten. Ironclad ist ein grandioser Mittelalterstreifen, der genügend Hand und Fuß besitzt um bei den großen mitspielen zu können. Mich wird es nicht wundern, wenn Ironclad ein großer Erfolg wird, denn hier passt einfach alles zusammen und bildet eine gute Mischung aus Action und Abenteuer.

Filme-Blog Wertung: 8/10

Ironclad ist packend und bietet in Sachen Musik ganz großes Kino, doch dies sind noch nicht alle positiven Punkte, die Ironclad vorzuweisen hat. Neben überzeugenden Darstellern und einer gelungenen Story bietet Ironclad realistische Bilder und blutige Szenen, die das Leben im Mittelalter eigentlich sehr gut beschreiben. Dabei nimmt Regisseur Jonathan English kein Blatt vor dem Mund und Kameramann David Eggby schreckt nicht davor zurück, die Abtrennung von Gliedmaßen oder eine Enthauptung einzufangen. Im Ganzen wirkt dies noch nicht einmal übertrieben, oder gar billig gemacht. Die Bilder sind sehr souverän und überzeugen auf ganzer Linie – hier könnten sich einige Splatter-Streifen genügend von abschneiden. Mit seinem Budget gehört Ironclad zwar nicht zu den Low-Budget Produktionen, aber man muss bedenken, dass die gesamte Kulisse extra angefertigt wurde, damit sich das Filmteam an diesem voll und ganz austoben konnte. Ironclad verdient sich auf jeden Fall acht von zehn enthaupteten Sternchen.

Zitate:

„Jeder Tod birgt einen Sinn und diesen werde ich nun in Eurem suchen.“

Gut zu wissen:

Ironclad bedeutet gepanzert und dabei ist es nicht verwunderlich, wieso Ironclad zusätzlich die Bezeichnung für die Bauart eines Kriegsschiffes ist.

Filmfazit:

Brutal, aber realistisch. Ironclad zeigt hautnah, wie Kriege im Mittelalter geführt wurden und schreckt dabei selbst vor Hinrichtungen mit dem Beil nicht zurück, sondern zeigt genau das, was sonst immer totgeschwiegen wird.

Filmtrailer:

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2 Gedanken zu “Ironclad – Bis zum letzten Krieger (2011)

    • fand ich auch, wenn du so ähnliche Filme suchst, dann schau dir mal Centurion, Arn – Der Kreuzritter, oder Der Adler der neunten Legion an, die sind auch ganz gut und am Thema nicht ganz vorbei :)

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