Forget Me Not (2011)

Forget Me Not

Filmbeschreibung:

Sex, drugs und wilde Partys. Das ist das Leben der jungen Sandy, die gerade samt einiger Jugendfreunde ihr Studium bestanden hat und nun von einer Feier zur anderen zieht. Eines Nachts entschließen sich Sandy und ihre Freunde im angetrunkenen Zustand auf einen nahe gelegenen Friedhof zu fahren, um ein altes Spiel aus ihren Kindestagen zu spielen. Doch das Spiel nimmt ungeahnte Formen an und Sandy trifft eine seit Ewigkeiten verschollene Freundin wieder, an die sie sich nicht sofort erinnert. Nach einiger Zeit kommen ihre Erinnerungen jedoch zurück, was sich für Sandy nicht gerade als Vorteil erweist, denn nicht nur sie, sondern auch ihre Freunde sind in Gefahr und spielen ein Spiel um Leben und Tod. Zum Trailer

Filmkritik:

Erst kürzlich erschienen ist dieser – wie das Cover vermuten lässt – Standard Geisterfilm mit dem Titel Forget Me Not, der jedoch einiges mehr zu bieten hat, als das für gewöhnlich etwas zähe Geister-Horror-Genre. Forget Me Not stellt eine gute Mischung aus letzterem Genre und den wilden Studentenpartys dar und beinhaltet sogar die eine oder andere Szene zum Schmunzeln. Die Schockmomente, die besonders bei diesem Genre voll zur Geltung kommen sollten, erscheinen zu Beginn noch etwas mager, verbessern sich aber immer weiter und spiegeln den ansteigenden Zorn des rachsüchtigen Geistes dar. Ausreichende Pausen zum durchatmen bietet Forget Me Not ebenfalls, da immer wieder Szenen verbaut wurden, welche stark von der Haupthandlung abweichen und eigentlich nur Party-Feeling pur darstellen, was für gute Stimmung beim Betrachter sorgen kann. Besonders durch letzteren Aspekt ist Forget Me Not auch für Partys eigentlich bestens geeignet. Richtig gruseln kann man sich hier nicht, aber der eine oder andere Moment, in dem Mann – aufgrund der sehr schön gestalteten Animationen – zusammen zuckt wird trotzdem geboten. Wirklich sehr gut gefallen hat mir das Ende von Forget Me Not, da der hier zu sehende “Platztausch” eine angebrachte Idee ist, um den Film abzuschließen und ihm so seine letzte Ruhe zu gewähren. Letzter zu nennender Punkt wäre noch der Aufbau und die Darstellung der Handlung, welche zwar besonders gegen Mitte des Films doch sehr verwirrend wirkt und wirklich Minute für Minute verfolgt werden muss, um herauszufinden, ob die Dinge gerade wirklich so passiert sind, wie Sandy sie gesehen hat.

Filme-Blog Wertung: 6/10

Abzüge gibt es bei Forget Me Not für die etwas zu stark in den Hintergrund geratene Haupthandlung, denn durch die vielen Partyszenen verbessert sich zwar die Stimmung beim Betrachter, jedoch wird dieser immer wieder von der eigentlichen Handlung abgebracht und somit kann Forget Me Not nur bedingt eine hochkarätige Spannung ausbauen. Kleiner Kritikpunkt ist außerdem die Filmmusik, welche meiner Meinung nach immer einen Tick zu früh einsetzt und so die Spannung aus der jeweiligen Szenen nimmt. Des Weiteren wären die Schockmomente zu nennen, welche nicht wirklich gruselig gestaltet wurden, was sich jedoch im Verlaufe des Films stark bessert und letztendlich sogar noch für einen kleinen Pluspunkt aufgrund dieser enormen Steigerung sorgen kann. Weitergehend kann Forget Me Not mit einem wirklich sehr schön gestalteten Ende und einer soliden Grundidee punkten. Die Animationen sind auch sehr ansehnlich gestaltet und die Darsteller spielen ihre Rollen gut und vermitteln stetig eine gewisse Partystimmung an den Betrachter (auch wenn das nicht immer angebracht ist). Somit erhält Forget Me Not 6 hochkarätige Geister-Sternchen und kratzt stark an der 7 Sterne Mauer.

Info:

Leider im deutschen etwas weniger auffallend ist die Herleitung des Titels Forget Me Not, da die Blume die im Film gezeigt wird im englischen Forget Me Not heißt, jedoch in der deutschen Version mit Vergissmalnicht übersetzt wurde. Die FSK 18 Freigabe des Films ist auch an dieser Stelle einmal wieder maßlos übertrieben und eine FSK 16 Freigabe wäre für Forget Me Not auf jeden Fall ausreichend gewesen.

Filmfazit:

Auf jeden Fall ein Film des Geister-Horror-Genres, den man gesehen haben sollte. Forget Me Not bietet einiges an Neuheiten und die vielen schnellen Umschwünge in der Handlungsfolge sind zwar gewagt, aber absolut gekonnt verbaut.

Filmtrailer:

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2 Gedanken zu “Forget Me Not (2011)

  1. Wirklich Vergissmalnicht? Das wäre ja sogar grob falsch, da das Pflänzlein im deutschen Vergissmeinnicht heisst – was die Herleitung des Titels wieder klar macht. Sicher, dass du dich nicht nur verhöhrt hast?
    Ansonsten schöne Kritik.

    • Genau deshalb sehe ich an dieser Stelle auch den Grund es mit in die Info zu schreiben… Eigentlich bin ich mir sicher mich nicht verhört zu haben, sollte das doch der Fall sein bitte ich natürlich um Entschuldigung ;)

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