Deadgirl (2011)

deadgirl

Filmbeschreibung:

Rickie und JT sind zwei Highschool-Schüler, die nur Dummheiten im Kopf haben. In ihrer Schule kennt man sie nur als drogensüchtige Freaks. Doch eines Tages entdecken sie bei ihrer routinemäßigen Schwänzerrunde etwas erstaunliches im Keller einer verlassenen Irrenanstalt. Eine gefesselte Frau liegt versteckt im hintersten Zimmer, sie spricht kein Wort und fühlt sich eiskalt an. Die halbstarken Männer behalten ihre Entdeckung für sich, doch Rickie ist die Sache nicht ganz geheuer und er lässt seinen besten Freund alleine im Keller. Als die beiden sich wiedertreffen, erzählt JT, dass er das Mädchen getötet habe, da es versucht habe, ihn zu beißen. Kein bisschen verwunderlich, denn JT wollte das Mädchen vergewaltigen. Zum Trailer

Filmkritik:

Zwei Jungs, die nur Blödsinn im Kopf haben, entdecken auf einmal etwas sehr Ungewöhnliches. Die Konstellation aus guter und böser Junge ist wirklich alt, aber sie wird hier sehr schön von Shiloh Fernandez (Red Riding Hood) als Rickie und Noah Segan als JT verkörpert. Die passende Wende, um dieses Klischee nicht zu unterstützen, gibt es in Dead Girl ebenfalls. Mit 101 Minuten Laufzeit bietet Deadgirl ebenfalls genug Material, doch kann der Streifen auch die erforderlichen Elemente vorweisen, um nicht zu langweilen? Die Antwort ist nicht sehr befriedigend, denn bereits nach dem ersten Drittel ist man immer noch genauso schlau, wie zu Beginn und Deadgirl kommt einfach nicht voran, dies hat zur Folge, dass man der Story einfach nicht mehr folgen mag, weil man derweilen gelangweilt durch die Röhre blickt. Hat Deadgirl dann endlich losgelegt, bekommt der Streifen plötzlich viel Aufmerksamkeit und dies nicht zuletzt durch seinen abrupten Spannungsanstieg, es sind viel mehr die Bilder, die einen an den moralischen und ethischen Werten der Jungen zweifeln lassen. Der Schock sitzt auch jetzt noch tief im Magen und ich denke Deadgirl hat sein Ziel erreicht, als origineller Mysterythriller. Ich möchte nicht behaupten, dass ich das Geschehen in Deadgirl für angemessen halte, oder dies meine übliche Leidenschaft von Filmen ist, doch Originalität bietet das Konzept allemal. Doch ob der Plan auch funktioniert ist eine andere Sache. In der heutigen Filmbranche muss man einfach was anderes bieten, als die große Masse. Der einfachste Weg ist wohl in die Richtung des Unfassbaren zu gehen, so wie es Deadgirl tut. Und damit möchte ich sagen, dass es nicht zum alltäglichen gehört, dass man sieht, wie Teenager sich an einer toten Frau vergehen. Deadgirl setzt hier alles auf eine Karte. Dabei überlege ich stark, was mich so an diesem Film fasziniert, ist es seine gute Aufmachung, oder seine Originalität? Mit eindeutiger Antwort muss ich einfach sagen, dass Deadgirl vor allem mit originellem Material und kranken beziehungsweise grausamen Szenen punkten kann. Wer einen originellen Thriller mit mysteriösem Hintergrund und einigen Horrorelementen sucht, der dürfte bei Deadgirl wohl an der richtigen Adresse sein. Wer sich gänzlich auf das Genre Horror beziehen möchte, der ist bei Deadgirl ebenso falsch wie bei Fragile, denn beide Filme versuchen als Horror durchzugehen, besitzen meiner Meinung nach aber lediglich einige Aspekte, die einen Horrorfilm ausmachen. Denn so richtige Schockmomente gibt es in Deadgirl nicht, dazu könnten die Szenen vielleicht einen Ersatz darstellen, aber so einen typischen Schocker, bei dem man für gewöhnlich das Popcorn springen lässt, wird man in Deadgirl nicht finden.

Filme-Blog Wertung: 7/10

Skrupellose und originelle Szenen sind das, was Deadgirl ausmachen. Dabei wirft Regisseur Karen Moncrieff einfach so etwas in den Raum, untermalt dies mit einer typischen Personenkonstellation und zaubert Faszination auf die Gesichter des Zuschauers. Ich denke mal, es hat funktioniert, die entsetzlichen Bilder lenken von dem negativem ab. Das Drehbuch ist sehr mager und die Dialoge sind alles andere als innovativ. Auch die ungeklärte Story und der wenig beachtete Hintergrund der Geschichte sind große Störfaktoren. Dennoch muss ich sagen, dass sich Deadgirl prima von der breiten Masse absetzen kann und hier wirklich eine bessere Wertung verdient, als der Durchschnitt. Demnach vergebe ich an Deadgirl sieben von zehn Sternen, die das originelle Konzept und den Unterhaltungswert rechtfertigen.

Filmfazit:

Krank, Pervers und einfach nur anders; so lässt sich Deadgirl wohl beschreiben und mit seinen etwas anderen Akzenten hebt dieser Horrorstreifen sich sehr vom gewöhnlichen Material ab. Sehenswert ist Deadgirl allein wegen seine Originalität.

Filmtrailer:

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3 Gedanken zu “Deadgirl (2011)

  1. Wie ich schon mal angedeutet habe, kann ich dem Streifen – außer dem hübschen Cover – wenig bis gar nix abgewinnen.
    Langatmige Inszenierung, keine klare Richtung, wo das Hinführt und auf einmal hat man einen Zombiefilm vor sich… Und so krass fand ich das alles jetzt auch nicht präsentiert – leider :) Vielleicht hätte das vom Rest abgelenkt :D

  2. Deadgirl bietet, wie du schon richtig sagst, einige Facetten, die ich persönlich SO nicht erwartet hätte. Die Spannung ist aber, da gehe ich mit deiner Einschätzung nicht ganz konform, eher flach angelegt. In puncto Originalität aber hast du absolut recht – ich kenne ich keinen Zombiefilm (besser gesagt Film, in dem Zombies vorkommen), der derart pervertierte Charaktere von der Leine lassen würde.

    Ich betrachte Deadgirl als einen Zombiefilm, der mal aus einer vollkommen anderen Perspektive an die Sache “Zombies” herangeht und deshalb finde ich ihn, obwohl er genreuntypisch ist, garnicht so übel.

    • Eine sehr interessante Sichtweise!
      Man könnte das Mädchen tatsächlich als Zombie ansehen, aber man kann es drehen und wenden, wie man will, die Charaktere bleiben krank :D!

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