Elevator (2013)

Filmbeschreibung:

Ach wie schön so eine Fahrt mit dem Aufzug über weit mehr als 50 Stockwerke doch sein kann. Vorausgesetzt sei hier natürlich, dass die Technik auf dem neusten Stand ist, dass das gute Stück hoffentlich mehrmals im Jahr gewartet wird, und natürlich dass man sich als Fahrgast an die Regeln hält, da man ansonsten ganz schnell ganz tief fallen kann. Letzteres natürlich im wahrsten Sinne des Wortes. Aber wie reagieren wir wirklich, wenn dieTechnik versagt, unsere Nerven mit uns durchgehen und wir im schlimmsten Fall auch noch mit einer Vielzahl anderer Menschen auf engstem Raum eingesperrt sind und man seine eigene Angst förmlich schmecken kann. Elevator macht uns mit genau diesem Szenario vertraut und würzt das ganze Geschehen noch zusätzlich mit einem kleinen Sachverhalt, der den Fahrgästen nach einigen Minuten das Blut in dem steckengebliebenen Fahrstuhl gefrieren lässt, denn im Aufzug befindet sich eine Bombe und diese loszuwerden scheint ohne Hilfe von außen nahezu unmöglich zu sein. Zum Trailer

Filmkritik:

Ganz vage erinnere ich mich noch an den damaligen Vertreter des Fahrstuhl Horrors. Devil – Fahrstuhl zur Hölle – kam vor gut zwei Jahren in die Kinos und versuchte Horrorfans mit beklemmender Kulisse und dem Teufel höchstpersönlich im Fahrstuhl vom Hocker zu reißen. Gelingen konnte die ganze Story jedoch schon damals nur eher mäßig und teils waren die Szenen im Fahrstuhl so dunkel und unnatürlich dargestellt worden, dass man schon auf kleinstem Raum teilweise große Probleme hatte, den mysteriösen Geschehnissen genau zu folgen. Gut zwei Jahre später stand nun Elevator vor mir im Regal und zumindest das Cover lässt zunächst eine sehr ähnliche Story mit mehr oder weniger schmackhaften B-Movie-Elementen erwarten. Und was soll ich noch groß sagen, so ist es… Zwar haben wir in Elevator den Teufel – wenn es hoch kommt – in Form eines kleinen 13-jährigen Mädchens namens Madeline und natürlich hat es Elevator jetzt auch nicht ganz bis in die Kinos geschafft, wodurch einem der Gang zur örtlichen Videothek in diesem Fall wohl leider nicht erspart bleibt. Gelungen ist die Umsetzung von Elevator dennoch gar nicht einmal so viel schlechter als bei seinem großen Bruder Devil – Fahrstuhl zur Hölle – und auch wenn der Film anfangs noch zu 100% den Anschein erweckt, völliger Schrott zu sein, kann man doch nach gut einer halben Stunde ganz gut zusehen und die Laufzeit vergeht trotz fehlender Spannung fast wie im Flug. Schade nur, dass vor allem in Sachen Spannung und Tiefgang in Elevator nun wirklich nicht viel zu holen ist und man sich als Zuschauer wohl wirklich nur mit den vier Wänden im Aufzug vergnügen muss. Und ja ich bin nicht völlig blind und habe auch die zahlreichen anderen Mängel entdeckt und dennoch bin ich der Meinung, dass man Elevator zumindest eine Chance geben kann, denn die beklemmende, enge und manchmal auch völlig überdrehte Atmosphäre im Fahrstuhl vermag zumindest etappenweise den Zuschauer bei Laune zu halten. Somit ab zur Wertung…

Filme-Blog Wertung: 5/10

 

Vier Sterne hat Elevator verdient. Von mir gibt es dennoch fünf, denn Devil – Fahrstuhl zur Hölle – konnte meinen Erwartungen vor gut zwei Jahren überhaupt nicht gerecht werden und Elevator macht zumindest in dieser Hinsicht einiges besser, denn die Erwartungen strebten bei mir anfangs deutlich gegen Null. Und wer hätte wohl gedacht, dass man am Ende eines solchen Streifens in den letzten Minuten noch einen kleinen Mix aus leichter Comedy, blassem Drama und vielem mehr bekommt. Elevator kommt auch ohne den Teufel im Fahrstuhl ganz passabel über die Runden und zum Ende hin wird dann auch das Blutlevel noch ein wenig an die Grenzen der FSK 16 Freigabe angehoben. Mit gut 7.000.000$ mehr – wie bei Devil – Fahrstuhl zur Hölle – an Budget hätte man auch aus diesem Streifen noch einiges mehr herausholen und für den nötigen Feinschliff sorgen können. So bleibt es bei einem Donnerwetter aus mehr oder weniger sinnvollen Dialogen und einem durchschnittlichen Cast mit eher mäßiger deutscher Synchronisation.

Filmfazit:

Wem Devil – Fahrstuhl zur Hölle – gefallen hat, der wird sich auch Elevator bestimmt noch antun wollen. Die wesentlichen Elemente sind die selben und wissen – wenn auch etwas preiswerter umgesetzt in Elevator – in nahezu dem gleichen Maße zu begeistern oder eben nicht. Denjenigen, die sich tatsächlich an Elevator heranwagen, rate ich allerdings sich nicht allzu viele Hoffnungen zu machen, denn von einem guten Thriller sind sowohl Elevator als auch Devil noch ein ganzes Stück entfernt.

Filmtrailer:

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