Gegen jede Regel (2001)

Gegen jede Regel

Filmbeschreibung:

1971 war die Gleichberechtigung zwischen Schwarzen und Weißen in den USA keine Selbstverständlichkeit und während dieser Zeit stand Amerika in den Anfängen der Integration der Dunkelhäutigen. Dies gilt auch in den Schulen, denn diese waren meistens getrennt. In Alexandria (Virginia) müssen aufgrund politischer Probleme zwei Schulen – eine für Weiße, die andere für Schwarze – zusammengelegt werden. Auch die Footballmannschaft wird gemischt und somit müssen die beiden Coaches – Herman Boone und der schwarze Coach Yoast miteinander auskommen. Zu Beginn dominieren Vorurteile und Rassismus, doch Coac Yoast schafft es, die schwarzen und die weißen Schüler durch harte Disziplin zusammenzuschweißen. Die Mannschaft wird wider Erwarten sehr erfolgreich, doch mit dem Unfall des weißen Starspielers Gerry, der nach dem Unfall sein weiteres Leben im Rollstuhl verbringen muss, erleiden die “Titans” einen schweren Rückschlag. Zum Trailer

Filmkritik:

Gegen jede Regel soll sich mit den Rassenproblemen in den USA auseinandersetzen. Das gelingt dem Film von Anfang an, denn die Situation, die zu dieser Zeit herrscht, wird dem Zuschauer ziemlich deutlich gemacht. Der Film regt dadurch auch zum Nachdenken an, denn er zeigt, dass Gleichberechtigung nicht immer selbstverständlich war. Was ich persönlich sehr interessant fand, war die Entwicklung zwischen der nicht gleich-rassigen Spieler, denn es wird deutlich, dass junge Menschen es schaffen, diese politischen Grenzen zu überwinden und die Vorurteile zu vergessen. Doch schon schnell wird aus dem Problemfilm ein einfacher Sportfilm. Die politischen und sozialen Probleme geraten schnell in den Hintergrund und der Teamgeist der “Titans” drängt sich in den Vordergrund. Zur Handlung ist des Weiteren zu sagen, dass diese nicht langweilig wird und dass es auch einige spannende und interessante Momente gibt. Die Figuren sind zwar nicht sehr facettenreich, dennoch schaffen sie es, die Hauptaussage des Films und die Gefühle gut rüberzubringen. Die Darsteller können größtenteils überzeugen –  zwar sind es nicht die Glanzleistungen, wie man sie von z.B. Danzel Washington kennt, dennoch sind die Leistungen weitgehend zufriedenstellend – mehr jedoch auch wieder nicht.

Filme-Blog Wertung: 7/10

Gegen jede Regel verdient sich 7 Sterne. Pluspunkte erntet der Film für die interessante Handlung, die zwar nicht durch außergewöhnliche Spannung glänzen kann, sich dennoch aufgrund der interessanten Thematik sehen lassen kann. Es geht nämlich um die Entwicklung der Rassentrennung in der amerikanischen Geschichte, aber auch um den Teamgeist einer gemischt rassigen Mannschaft. Doch schon an diesem Punkt muss auf die negativen Aspekte des Filmes hingewiesen werden, denn nach einer halben Stunde entwickelt sich der Film zu einem reinen Sportfilm. Die Problematik der Rassentrennung hätte man hier noch mehr ausweiten können. Auch die Schauspieler können nur begrenzt in ihren Rollen glänzen, denn man hat schon bessere Leistungen von ihnen gesehen. Darüber hinaus fand ich die Handlung im Film etwas zu vorhersehbar, denn es war von Anfang an klar, dass die “Titans” erfolgreich werden und es wundert einen als Zuschauer auch nicht, dass die jedes Spiel gewonnen haben. Was mir jedoch gefallen hat, war der Soundtrack mit den Soulnummern der Figuren, denn das hat sich sehr an das Lebensgefühl derer angepasst und dennoch haben die Songs zu den einzelnen Szenen im Film gepasst. Als Sportfilm kann Gegen jede Regel auch glänzen, denn die harte Arbeit des Teams, der Teamgeist selbst und die Probleme, mit denen jeder von Beginn an kämpfen musste, werden hier gut auf die Leinwand gebracht. Der Abspann hat mir ebenfalls gefallen, denn hier wurde auf die wahre Begebenheit, auf der dieser Film beruht, hingewiesen.

Filmfazit:

Gegen jede Regel behandelt die Rassenprobleme in den USA während der 70-er Jahre. Die Handlung wird aus der Sicht eines schwarzen Footballcoaches beschrieben. Für Sport Fans ist der Film perfekt, aber für Leute, die eher daran interessiert sind, etwas mehr über die Rassentrennung zu erfahren ist der Film nicht geeignet, da leider nach ca. 30 Minuten das Thema in den Schatten gestellt wird und der sportliche Aspekt in dem Film in den Vordergrund rückt.

Filmtrailer:

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4 Gedanken zu “Gegen jede Regel (2001)

  1. 7 Punkte sind zu wenig. Das ist ein Film, in den man sich reinversetzt, der berührt und der vorallem durch seine Zeitlosigkeit immer sehenswert bleiben wird.

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