Contagion (2011)

contagion

Filmbeschreibung:

Eine Frau ist gerade auf dem Heimweg von einer Geschäftsreise nach Hong Kong. Sie sitzt in einer Bar, trinkt etwas, isst ein paar Nüsse von der Schale auf dem Tisch. Sie hustet zweimal leise. Ihr geht es nicht gut. „Jetlag“, denkt sie. Doch ihr geht es innerhalb kürzester Zeit immer schlechter, bis sie schließlich verstirbt. Und die Todesfälle häufen sich. Eine Seuche scheint ausgebrochen und der Virus verbreitet sich rasend schnell. Fieberhaft suchen Ärzte nach einem Heilmittel – finden keins. Panik macht sich breit. Die soziale Ordnung steht kurz vor dem Zusammenbruch. Rettung ist keine in Sicht… Zum Trailer

Filmkritik:

Hust, hust. Contagion ist ein extrem spannender Thriller geworden. Steven Sonderbergh, der zwischen seinen Hollywood-Blockbustern (Oceans 11-13, oder eben Contagion) auch immer mal wieder filmische Experimente und Arthouse-Kino (The Girlfriend Experience) abliefert, hat einen Epidemie-Film geschaffen, der sich hinter den Klassikern des Subgenres nicht verstecken braucht. Nach dem Action-Thriller Outbreak – Mörderische Killer – wurden tödliche Viren und Epidemien meist als Auslöser für diverse Zombie-Apokalypse-Horrorfilme genommen. Nur wenige Filme nahmen sich der tatsächlichen Panik und Angst des eigentlichen Krankheitserregers an. In Teilen geschah dies bei 28 Days later oder bei I am Legend. Bei Contagion ist jetzt die Krankheit wieder einmal alleiniger Antagonist. Nicht das Resultat des Virus ist der Feind (wie es bei Zombiefilmen häufig der Fall ist), sondern das lautlose, unsichtbare Virus. Und noch etwas macht den Menschen Angst – etwas das noch weniger greifbar erscheint, wie ein Virus: die Angst vor selbigem. In seiner Rezension zu Contagion schrieb der Spiegel: ‚Die Gewinner der Globalisierung: Viren und Panik’. Und damit bringt er das Sujet und die Message des Films auf den Punkt. In einer Welt, in der der Tod allgegenwärtig und unsichtbar ist, scheint Panik und Misstrauen das Einzige zu sein, auf das noch Verlass ist. Dies zeigt Contagion beispielsweise an einem Blogger, der die Nachrichten über die Todesfälle zu einem Horrorszenario weiterspinnt und damit die eigentliche Panik erst auslöst. Sonderbergh erzählt die Geschichte einer modernen Pest, die sich aufgrund der Modernität unserer Welt so rasend schnell verbreiten und töten kann. Nach Contagion wird man sich zweimal überlegen, wem man die Hand gibt und die Erdnussschale, wird man wohl auch nicht mehr anrühren.

Filme-Blog Wertung: 8/10

Beeindruckend ist das Staraufgebot, dass Sonderbergh bei den meisten seiner Filme auffährt. Contagion ist da keine Ausnahme. Gwyneth Paltrow, Matt Damon, Jude Law oder Laurence Fishburne zeigen, dass man es hier mit einer Hollywood-Großproduktion zu tun hat. Umso erstaunlicher ist es, dass der Film sehr düster daherkommt. Das erste Opfer der Seuche scheint die Hoffnung zu sein, die gänzlich aus der Welt von Contagion gewichen scheint.

Filmfazit:

Pünktlich zur Grippesaison 2011 bringt Sonderbergh seinen Epidemie-Film. Anschauen und gleich danach zur Schutzimpfung laufen! Hust, Hust…

Filmtrailer:

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