Wasser für die Elefanten (2011)

Wasser für die Elefanten

Filmbeschreibung:

Zwei junge Zirkusmitarbeiter finden nach Feierabend einen älteren Mann auf dem Zirkusgelände, der seinen Sohn sucht. Die Beiden gehen davon aus, dass der Mann zu einer Gruppe vom Altenheim gehört, deshalb möchte einer der Mitarbeiter beim Altenheim anrufen, um den Mann zu melden, legt das Telefon jedoch wieder weg, als er erfährt, dass der alte Mann, der sich als Jacob Jankowski vorstellt, den größten Zirkusunfall in der Geschichte miterlebt hat.1930-er Jahre: Der 23-jährige Medizinstudent Jacob steht kurz vor seiner Abschlussprüfung als Tierarzt. Er lebt zusammen mit seinen Eltern in guten Verhältnissen, denn die Familie ist nicht von der großen Depression der Wirtschaftskrise betroffen. Jacob hat viele Pläne für seine Zukunft, doch während er im Prüfungssaal seine Abschlussprüfung schreibt, erfährt er, dass seine Eltern bei einem Autounfall gestorben sind. Jacob erfährt auch, dass seine Familie – anders als seine Eltern es ihm erzählt haben – auch unter der Wirtschaftskrise litt und deshalb das ganze Geld investiert hat. Das Haus wird verpfändet und Jacob hat nichts mehr in seinem Leben. Deshalb geht er – ziellos – aus dem Haus und lässt alle Erinnerungen hinter sich. Als er einen vorbeifahrenden Zug bemerkt, springt er darauf und der Zug entpuppt sich als Zug des Zirkus der Benzini Brothers. Von dem Zirkusdirektor August Rosenbluth wird er als Tierpfleger aufgenommen, denn dieser braucht einen Pfleger für seine neueste Errungenschaft: Rosie, ein Elefant. Während Jacob diese pflegt lernt er Marlena, die bezaubernde Frau des Zirkusdirektors kennen, dabei entdecken sie ihre Gefühle füreinander und zwischen den Beiden beginnt eine Affäre. Doch die Liebe der Beiden scheint keine Zukunft zu haben, da Marlena’s Angst vor ihrem tierquälenden Mann zu groß ist und diese zu abhängig von ihm ist. Zum Trailer

Filmkritik:

Die Verfilmung von Sara Gruen’s gleichnamigem Buch spielt in den 30-er Jahren, während der großen Depression. Im Vordergrund steht die Hauptperson Jacob Jankowski (Robert Pattinson), der sich in die Frau seines Chefs verliebt. Während ich mir den Film angesehen habe, fühlte ich mich in die 30-er Jahre hineinversetzt, da dem Zuschauer sehr schöne Bilder geboten werden, denn auch die Zirkuswelt der 30-er Jahre wird hier von allen Seiten betrachtet: Der Luxus, den das Publikum zu sehen bekommt und die schlechte Seite – die Tierquälerei und die Situation der Mitarbeiter. Ein weiteres großes Thema war die Tierquälerei, denn meiner Ansicht nach wird die Wenigsten die Szene, in der August seine Wut an Rosie dem Elefanten auslässt, kalt lassen. Denn sehr lobenswert ist die Arbeit von Christoph Waltz, der die Figur von August Rosenbluth spielt, da dieser in Wasser für die Elefanten an Landa erinnert, den er in Inglorious Basterds gespielt hat. August ist genau wie Landa ein sehr freundlicher und geduldiger Typ, doch das ist nur Fassade, denn sobald etwas falsch läuft, zeigt er seinen Mitmenschen mit einer ruhigen Art seine satanistische und grausame Seite. Somit kann man sagen, dass Christoph Waltz seinem Oscar alle Ehre macht. Robert Pattinson hingegen erinnerte wieder stark an den glänzenden Vampir, der nur nachdenklich guckt und seiner Rolle wenig Emotionen einhauchen kann. Er harmonierte auch wenig mit Reese Witherspoon, denn diese haben in dem Film meiner Meinung nach nicht als Paar überzeugt, obwohl Witherspoon’s Leistung, wie gewohnt, sehr gut war. Zu der Handlung ist zu sagen, dass der Film selten langweilig wird und der Funken in Sachen Spannung zum Zuschauer überspringt. Man schlägt sich schnell auf die Seite von Jacob, dem jungen Studenten und wendet sich ebenso schnell gegen den Zirkusdirektor August. Sehr beeindruckt hat mich die Mitarbeit, mit dem Elefanten Rosie, denn der Elefant spielte eine entscheidende Rolle im Film und hat seine Aufgabe sehr gut gemacht. Die Handlung ist nicht sehr umfangreich, doch die 120 Minuten Dauer des Filmes wurden sinnvoll mit schönen Bildern ausgefüllt, da an vielen Drehorten gedreht wurde, um möglichst viele Bilder von der Natur zu erhalten. An einigen Stellen ist der Film aber unlogisch, zum Beispiel, als Marlena mit einem blauen Auge neben August liegt und am nächsten Tag keine Spur von dem Veilchen mehr da ist. Auch die Szene, in der Marlena nur mit Hilfe des Elefanten überlebt ist für mich nicht nachvollziehbar. Der Schluss ist meiner Meinung nach etwas zu knapp geraten und auch – meiner Meinung nach – etwas zu kitschig.

Filme-Blog Wertung: 8/10

Wasser für die Elefanten hat sich 8 Sterne verdient, denn mich hat der Film vor allen Dingen aufgrund der schönen Bilder, die hier auf die Leinwand gebastelt worden sind, überzeugt. Man kann sich in die Zirkuswelt der 30-er Jahre hinein versetzen und die Handlung wird an den wenigsten Stellen langweilig. Vor allem Reese Witherspoon, Christoph Waltz und der Elefant konnten überzeugen, denn die Rollen wurden gut gespielt. Minuspunkte gab es jedoch für die schauspielerische Leistung von Robert Pattinson, der in Wasser für die Elefanten stark an seine Rolle als Edward erinnert, da er die Gefühle genau so wenig herüberbringen konnte. Die beiden Hauptdarsteller haben als Paar nicht sehr gut harmoniert. Außerdem gibt es in dem Film einige kleine Logikfehler, die sich jedoch mit der schönen und spannenden Handlung ausgleichen. 

Filmfazit:

Wasser für die Elefanten überzeugt durch eine schöne Geschichte, die in den 30-er Jahren im Zirkus spielt. Der Zuschauer bekommt schöne Bilder und viele Tiere zu sehen, jedoch könnte man Robert Pattinson in seiner Rolle als etwas störend empfinden. Der Film bietet romantische Szenen und könnte für Manche somit sogar etwas zu kitschig sein.

Filmtrailer:

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3 Gedanken zu “Wasser für die Elefanten (2011)

  1. Schöne Kritik – da bin ich wohl nicht der einzige Blogger, der “Wasser für die Elfanten” 8 Sterne gegeben hat. Allerdings kann ich deine schlechte Meinung von Robert Pattinson nicht teilen. Twilight habe ich nicht gesehen, aber ich fand seine Leistung in diesem Film sehr vielversprechend – ich habe in meinem Review schon geunkt, dass da der nächste Leonardo di Caprio heranwachsen könnte… der wurde auch vor allem aufgrund einer Rolle früher von vielen sogar gehasst, obwohl er eigentlich schon immer ein guter Schauspieler war. Natürlich fehlt Pattinson da noch ein “Gilbert Grape” Film im Repertoire, bevor man ihm dieses Potential zusprechen kann – aber was ich bisher gesehen habe, hat mich überzeugt, dass da doch noch etwas mehr in ihm steckt…

  2. Mich hat genau diese Ähnlichkeit von Robert Pattinson zu seiner Rolle in Twilight gestört. Deshalb bin ich der Meinung, dass er in “Wasser für die Elefanten” nicht beweisen konnte, dass er sich an verschiedene Charaktere anpassen kann.

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