Primal (2011)

Primal

Filmbeschreibung:

Seit 120 Jahren hat kein Mensch die seltene Höhlenmalerei gesehen, welcher nun eine Gruppe abenteuerlustiger Teenager auf die Spur zu gehen versucht. Und nach gar nicht mal allzu langer Zeit gelingt es den jungen Nachwuchsforschern, den Ort der mysteriösen Zeichen ausfindig zu machen. Doch schnell beginnt sich der ruhige Camping-Ausflug zu ihrem schlimmsten Alptraum zu entwickeln, als sich das Verhalten der jungen Mel schlagartig verändert und sie förmlich mutieren lässt. Verwandelt in ein Monster mit messerscharfen Reißzähnen, macht Mel nun Jagd auf ihre Freunde, denen letztlich nichts anderes übrig bleibt, als zu versuchen Mel zu fangen und sie zu töten. Doch schaffen es die Teenies ihrer besten Freundin das Leben zu nehmen oder kommt die blutdurstige Mel ihnen zuvor? Und wo liegt eigentlich die Ursache für die seltsame Verwandlung der nicht nur Mel zu Opfer zu fallen scheint? Eine spannende Jagd nimmt ihren Lauf. Zum Trailer

Filmkritik:

Was erwartet mich wohl bei diesem noch sehr neuen Horror-Streifen? Dem Cover nach würde ich von einer Gruppe Teenager gehen, die in einen dunklen Wald fahren und sich urplötzlich gegen ganze Massen von Zombies behaupten müssen. Und Zack, ist die Luft raus, denn diese Vermutung ist gar nicht mal soweit gefehlt. Nein, natürlich habe ich gerade nicht die ganze Handlung von Primal in einem Satz verraten, das wäre ja auch zu einfach oder?! Naja, soviel an dieser Stelle zu der auf den ersten Blick sehr leicht einzuschätzenden Handlung von Primal und mehr zur Szenerie und dem Aufbau. Atmosphärisch gesehen ist der Film nicht mehr als standardmäßig und auch die Darsteller sind – wie man es in diesem Genre gar nicht anders erwartet – die typischen Stereotypen, die kaum eine Entwicklung in Primal durchlaufen und dennoch ganz passabel anzusehen sind, denn natürlich darf auch in diesem Teenie-Survival die heiße Quotenblondine nicht fehlen. Ob man die Grundhandlung des Films nun als wirklich sinnvoll empfinden kann sei einfach mal in den Raum geworfen, denn mit Logik hat der ganze Streifen nun wirklich fast nichts zu tun und auch viele Fragen, die sich während des Betrachtens von Primal in den Köpfen der Zuschauer bilden, lässt der Film einfach unbeantwortet zurück. So hätte mich zum Beispiel interessiert was es mit den Käfern bzw. Termiten, oder was auch immer das für kleine „Krabbeldinger“ waren, auf sich hat und welchen Zweck die Höhle denn nun erfüllt. Auch das in der Höhle hausende Ungeheuer scheint kein wirkliches Ziel verfolgt zu haben, wenn ich mich da recht erinnere, denn außer zu versuchen, die Protagonistin zu vergewaltigen hat dieses wohl nicht wirklich viel im Sinn gehabt. So sind es letztlich einzig und allein die mutierten Teenies, die für eine ganz ansehnliche Gruselstimmung in der freien Wildnis sorgen können und das Interesse des Zuschauers zumindest in sofern wecken, dass dieser sich Primal bis zum Ende ansieht. Auch muss ich sagen, dass ich bei Primal eigentlich einiges mehr an Blut erwartet hätte und nicht nur diese zwei bis drei Bisse in die Kehle oder Machetenhiebe, die man als Zuschauer des hart eingestuften FSK 18 Streifens zu sehen bekommt. Ein paar Splatter-Szenen mehr hätten Primal nämlich mit ziemlicher Sicherheit nicht geschadet. Ein ganz lustiger Nebeneffekt im Film war meiner Meinung nach auch das ständige seitlich ins Bild springen der mutierten Mel; immer und immer wieder kommt sie von der Seite ins Bild „gehüpft“ und versucht leichte Beute zu machen und ein weiter kleiner Gag verbirgt sich dann letztlich noch am Ende von Primal, wo dann auch das F**** Wort letztlich noch seine Bedeutung findet, über das von den Teenies so heiß diskutiert wurde.

 

Filme-Blog Wertung: 4/10

Vier Sterne oder doch noch die etwas höher angesiedelten fünf Sterne für Primal? Diese Frage habe ich mir nach dem Sehen immer wieder gestellt und schließlich war es das Ende des Films, welches mich dazu bewegte, dem Film die schlechtere Wertung zuzusprechen. Einfach zu viele Ungereimtheiten werden hier offen gelassen und der Zusammenhang zwischen den Wesen außerhalb der Höhle, zu denen im Inneren fehlt völlig. Die Darsteller sind nicht mehr aber auch nicht weniger als standardmäßiges Mittelmaß für einen Horror-Thriller mit anfänglicher 08/15 Story, der sich dann zu einer großen Monsterjagd mit vielen weiteren mysteriösen und, ja, fast schon Science-Fiction artigen Elementen entwickelt. Das ganze Chaos am Ende und die immer unlogischer werdende Entwicklung von Primal sorgt an dieser Stelle einfach für massive Abzüge in der Gesamtwertung und da kann es auch die positiv und sehr natürlich gehaltene Atmosphäre – mal abgesehen von den Szenen innerhalb der zu gekünstelt wirkenden Höhle – nicht schaffen, Primal in einem wirklich guten Licht dastehen zu lassen. 

Info:

Der Film Primal hat nichts mit dem gleichnamigen Computerspiel zu tun!

Filmfazit:

Anschauen oder nicht? Bei Primal bleibt das jedem selbst überlassen. Genre Fans, die sich nicht durch unlogische Zusammenhänge oder übernatürliche Geschehnisse vergraulen lassen, wird Primal sicher gefallen. Weitergehend distanziert sich der Film allerdings auch nicht in hohem Maße von der breiten Masse der 08/15 Teenie-Survival.

Filmtrailer:

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2 Gedanken zu “Primal (2011)

    • Kannst ihn dir gerne bei Gelegenheit mal zulegen… ich war nicht begeistert aber Fans des sinnlosen Backwood-Slasher Genres, die sich auch von der schwachsinnigsten Erklärung nicht abschrecken lassen, sind hier garantiert an der richtige Adresse.

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