Filmkritik: Abandoned – Ohne Jede Spur (2011)

Abandoned - Ohne Jede Spur

Filmbeschreibung:

Mary Walsh und Kevin Peterson sind seit vier Monaten ein überglückliches Paar und mittlerweile fast unzertrennlich verliebt. Die Beiden haben schon eine ganze Menge zusammen erlebt, doch nun soll ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt werden. Kevin hat einen Termin im Krankenhaus und soll sich eigentlich nur einer harmlosen Knie-OP unterziehen, doch alles kommt ganz anders als gedacht. Mary darf während der OP nicht im Zimmer bleiben und somit muss sie Kevin für eine Stunde alleine lassen. Als Mary jedoch nach dieser Zeit ihren Lebensgefährten aufsuchen will, kann sie ihn im gesamten Krankenhaus nicht finden und verständigt daraufhin den Sicherheitsdienst und die Leiterin des Krankenhauses. Ohne jede Spur scheint ihr Freund Kevin verschwunden zu sein und schon bald stellt sich die Frage, ob Mary sich vielleicht alles nur eingebildet hat, denn es gibt keinerlei Belege, dass ihr Freund Kevin je das Krankenhaus betreten hat. Zum Trailer

Filmkritik:

Abandoned – Ohne jede Spur – steigt direkt mit einem kleinen Blick in die Zukunft ein, was schon zu Beginn des Films eine gewisse Spannung vorab aufbaut, die sich während des Films auch nahezu in keiner Szene ganz verflüchtigt, was in einem Thriller ein absolut gelungenes Element darstellt. Auch zu erwähnen ist hier sicher die sehr gute schauspielerische Leistung der heute leider verstorbenen Brittany Murphy, der man gegen Ende des Films deutlich anmerkt, wie mitgenommen sie von der ganzen Sache ist und wie sehr sie versucht sich gegen die Behauptung zu wehren, sie sei verrückt und bilde sich die ganze Geschichte nur ein. Ob es jetzt wirklich nötig ist das fiktive Buch Abandoned mit in die Handlung von Abandoned – Ohne jede Spur – einzubeziehen ist sicher Geschmackssache, aber immerhin wurde auch dieses Element relativ gekonnt verbaut, so das es auch am Ende noch eine Erwähnung wert war. Abandoned – Ohne jede Spur – entwickelt sich besonders in den letzten 20 Minuten immer mehr von einem Thriller, zu einem wirklich gut gelungenen Drama, in welchem der Zuschauer wirklich sehr starke Gefühle für die junge Mary oder auch gegen ihren Freund Kevin entwickelt. Auch wenn man sicher schon zu einem früheren Zeitpunkt relativ genau erahnen konnte, welche Wende Abandoned – Ohne jede Spur – nehmen wird, bleibt der Film dennoch spannend und fesselt besonders in der Hinsicht, dass man auch wissen will, ob die eigene Theorie denn nun auch die Richtige ist. Letzter Aspekt ist die FSK 16 Freigabe, welche absolut gerechtfertigt ist, da hier zwar keine in hohem Maße brutalen Szenen, dafür einige Schießereien und Psycho-Szenen geboten werden, die sicher nicht für Kinderaugen bestimmt sind.

Filme-Blog Wertung: 6/10

Abandoned – Ohne jede Spur – verdient sich seine 6 Sterne in jedem Fall durch die Tatsache, dass es sich hierbei um einen relativ hochkarätigen Thriller handelt, der es sogar schafft, fast den gesamten Film über, seinen Spannungsbogen aufrecht zu halten. Selbst nach der Auflösung der ganzen Geschichte, die hinter der Story steckt, bleibt Abandoned – Ohne jede Spur – spannend für den Betrachter und auch der rote Faden geht hier nicht verloren. Gute schauspielerische Leistung ist hier ebenfalls geboten: Sei es durch die begnadete Brittany Murphy oder auch durch den charmanten Polizisten, der durch Jay Pickett verkörpert wird. Des Weiteren kann Abandoned – Ohne jede Spur -dadurch punkten, dass nahezu die gesamte Story aus der Sicht der Protagonistin Mary erzählt wird, was den Film bis kurz vor Schluss spannender gestaltet, da man als Betrachter keinen blassen Schimmer hat, ob Mary sich alles nur einbildet, oder ob es Kevin wirklich gibt und ihm vielleicht etwas zugestoßen sein könnte. Kleine Abzüge gibt es leider für die hin und wieder etwas störenden Szenen, die mit der eigentlich Handlung nicht ganz so viel zu tun haben (als Beispiel sei hier die Psychiater Szene genannt), was jedoch bei dem Rest des Films auf jeden Fall zu verkraften sein dürfte. Leider ist das Ende auch etwas zu unspektakulär geraten und außer einer kleinen Schießerei wird dem Betrachter von Abandoned – Ohne jede Spur – nicht wirklich viel geboten.

Info:

Abandoned – Ohne jede Spur – ist der vorletzte Film von Brittany Murphy, bevor die Schauspielerin am 20. Dezember 2010 in Los Angeles, im Alter von nur 33 Jahren verstarb. Die Veröffentlichung einer ihre Filme steht noch aus und wird dann endgültig Brittany’s letztes Werk darstellen. Der Titel für diesen Film lautet Something Wicked.

Filmfazit:

Abandoned – Ohne jede Spur – ist auf jeden Fall ein Thriller, den man gesehen haben sollte und das nicht nur, weil es sich bei Abandoned – Ohne jede Spur – um eines der letzten schauspielerischen Werke von Brittany Murphy handelt. Hier wird Fans des Genres eine nahezu durchgehende Spannung geboten und auch für Laien auf diesem Gebiet ist der Film nur zu empfehlen, da er eine sehr schöne Kombination aus Drama, Thriller und sogar ein bisschen Romantik liefert.

Filmtrailer:

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10 Gedanken zu “Filmkritik: Abandoned – Ohne Jede Spur (2011)

  1. Hallo Simon,

    danke für diese aufschlußreiche Rezension über
    diesen Film…ich werde ihn definitiv anschauen
    und dann meine Meinung dazu abgeben…

    lg Marion

    • Danke für das positive Feedback! Ich wünsche in jedem Fall viel Spaß beim Sehen und wenn dir die Seite gefällt, oder du Freunde hast, die die Seite interessieren könnte, empfiel uns einfach weiter. Bin sehr gespannt auf deine Meinung zum Film.
      lg.: Simon

  2. Das war mit Abstand einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Absolut billig. Bisher mochte ich Filme mit Brittany Murphy immer, egal ob sie eine Drogenabhängige oder eine Babysitterin gespielt hatte, aber DAS hier war echt unangenehm. Der ganze Film kam rüber wie ein billiger Homemovie. Der einzigste Stern den ich geben kann ist dafür, dass ich den Mist bis zum Schluss angesehen habe.

    • Naja Geschmäcker sind halt verschieden und auch das Filmebewerten funktioniert ja fast nur auf subjektiver Ebene. Ich habe den Film bisher noch nicht gesehen und kann mir kein Urteil erlauben, bis auf, dass ich den Titel überhaupt nicht mag :D

      • also während ich den film sah, hatte ich eine ahnung warum sie sich umgebracht haben könnte. für dieses “meisterstück” hätte ich mich auch in grund und boden geschämt. :-p

          • Kleine Korrektur meinerseits: Es gab wohl beim Verfassen des Artikels ein kleines Problem, was dafür gesorgt hat, dass Abandoned 7 statt 6 Sternen bekam. Vorher waren bereits die 6 Sterne in den Schlagworten festgelegt und das bitte ich zu entschuldigen. Ich verstehe absolut, wenn du sagst der Film war nicht für dich aber das ist eben sehr subjektiv. Auch wenn wir nicht alle User mit unseren Bewertungen zufrieden stellen können, hoffen wir trotzdem, dass ein Großteil die Empfehlungen als nützlich empfindet und uns – wie in deinem Fall – ein Feedback gibt, falls er/sie eine andere Meinung über den Film hat.

    • Da bin ich absolut anderer Meinung. Ich weiß zwar das der Film sicher nicht zu den Besten von Brittany Murphy gehört, aber dennoch als Film an sich in jedem Fall passabel ist und auch durchaus in den 7 Sterne Bereich passt und das nicht zuletzt durch die gelungene Kombination aus Thriller und Drama. Mag sein das sich Brittany Murphy in vielen anderen Filmen besser schlägt, aber es zählt eben nicht nur ihre schauspielerische Leistung bei der Bewertung von Abandoned. Über den einen oder anderen Stern weniger hätte man sich aus objektiver Sicht sicher unterhalten können, aber den Film mit einem Stern zu bewerten ist dann doch etwas zu subjektiv. In jedem Fall aber ein Danke für deine ehrliche Meinung zu diesem Film.
      lg.: Simon

      • Wenn ich mich hier mal umsehe und merke, dass z.B. “Requiem for a Dream” ebenfalls mit 7 von 10 Sternen bewertet wurde, dann ist mir das ziemlich egal ob es um schauspieleriesche Leistung, Schnitt, Technik, Story oder sonstwas geht. “Abandoned” ist mit Abstand einer der schlechtesten Filme die ich gesehen habe, und wenn man schon in die Sternewertung geht in KEINSTER Weise auf auch nur EINEM Gebiet annähernd so gut wie der schon genannte andere 7-Sterne Film. Es ist mir völlig unklar welcher Bereich hier den Mist in den anderen Bereichen wieder auf 7 Sterne ausgeglichen haben soll …

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