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Buried – Lebend Begraben (2010)

Filmbeschreibung:

Der Truckfahrer Paul Conroy erwacht in einer Holzkiste, tief unter der Erde begraben. Ein Feuerzeug, ein Messer, ein Handy, ein Stift und ein Flachmann gefüllt mit Alkohol sind die einzigen Gegenstände, die man ihm gelassen hat. Conroy vermutet, dass er von Irakern überfallen wurde und dass sie ihm diese grausame Tat angetan haben. Genau für diesen Fall bekam Conroy eine Nummer von seinen Arbeitgebern, an die er sich jedoch nicht mehr erinnern kann. Er versucht also über das Handy, mit dem er sogar in der engen Kiste Empfang hat, Hilfe anzufordern. Doch viel Zeit bleibt ihm nicht, denn allmählich wird die Luft immer dünner. Zum Trailer

Filmkritik:

Eine ganz besondere Atmosphäre vermittelt Buried – Lebend Begraben – dadurch, dass der gesamte Film nur in der engen Holzkiste spielt, was zur Folge hat, dass man alles was im Film passiert, als Zuschauer mit durchmachen muss und dass man förmlich den Eindruck bekommt, ebenfalls mit Conroy in dem Sarg eingesperrt zu sein. Der gesamte Film wurde mit einem einzigen Schauspieler gedreht, was ihn zwar zu etwas ganz besonderem macht, aber ihn auch an vielen Stellen sehr eintönig erscheinen lässt. Man lernt Conroy zwar in 95 langen Minuten ziemlich gut kennen, aber irgendwann ist es eben auch genug und man kann selbst als Zuschauer, die enge Holzkiste langsam nicht mehr sehen.

Filme-Blog 7/10

Viele Pluspunkte gibt es auf jeden Fall für die doch sehr beklemmende Atmosphäre, in der sich Ryan Reynolds den gesamten Dreh über, mit Ausnahme einiger weniger Pausen, aufhalten musste. Die Schürfwunden, die man an Reynolds Körper sehen kann und auch der Schweiß sind zum größten Teil wirklich echt. Ryan musste sogar des Öfteren die Dreharbeiten aufgrund von Panikattacken unterbrechen. Bereits nach einigen Tagen hatte er tiefe Brandblasen an den Fingern, da er fast in jeder Minute das Feuerzeug halten musste, welches sicher nach einigen Minuten nicht mehr sehr angenehm war. Aber trotz der ganzen Aufopferung des Darstellers muss man Buried leider auch viele Punkte wieder abziehen, da u.a. die Action in dem Film wirklich viel zu kurz kommt. Lediglich die “Schlangenszene” und das Ende des Films können wirklich an den Film fesseln und den Zuschauer mit fiebern lassen. Sieht man jedoch von der wirklich an vielen Stellen fehlenden Spannung ab, so ist Buried ein gelungenes Experiment, das einmal in eine ganz andere Richtung geht. Meiner Meinung nach wird sich die Idee allerdings nicht durchsetzen können, da es einfach keinen Spaß macht, sich 90 Minuten lang mit einer Person zu beschäftigen, die man – wenn es ganz schlimm kommt – nicht einmal sympathisch findet.

Fazit

:

Buried – Lebend Begraben – ist etwas komplett Neues in der Welt des großen weiten Filmgeschäfts, aber beinhaltet eben auch gerade deswegen noch eine Menge Dinge, die man sicher um einiges hätte besser machen können. Die Spannung kommt leider etwas zu kurz, aber besonders gegen Ende ist der Film ein wirkliches gelungenes Drama.

Info:

Der Film wurde wirklich komplett in einer engen Holzkiste gedreht und es wurde dabei nicht getrickst. Naja, in einer engen Holzkiste ist nicht ganz richtig, denn es gab 3 verschiedene Kisten. Eine für die beste Kameraperspektive, eine weitere etwas größere, die groß genug war, dass Reynold sich darin drehen konnte und eine wirklich enge, die für die beklemmende Atmosphäre verantwortlich ist.

Filmtrailer:

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