Der US-Marshal Teddy Daniels und sein neuer Partner Chuck Aule begeben sich auf Shutter Island, die vor der US-Ostküste liegt, um das mysteriöse Verschwinden von Rachel Solando aus der Anstalt für geisteskranke Schwerverbrecher aufzuklären. Aber als sie die Insel erreichen, treffen sie nur auf schweigende Angestellte und nicht nur um das Verschwinden einer Patientin wird ein Geheimnis gemacht. Teddy ist auf der Spur, nach Hinweisen, auf die geheimen und grausamen Experimente, die heimlich an den Patienten durchgeführt werden.
Filmkritik:
Shutter Island baut von Anfang an eine große Spannung auf. Dem Film wird eine klare Perspektive gegeben, und somit fällt es dem Zuschauer leicht Gut von Böse zu unterscheiden. Die abgelegene Insel ist ein perfekter Drehort, somit liegt der Fall des Marschalls auch klar auf der Hand: Die Vermisste kann nicht von der Insel fliehen. Leonardo DiCaprio als Teddy spielt seine Sache echt gut, dabei schlüpft er in die Rolle des Marschalls und anderseits spielt er eine weitere Rolle, doch Teddy wirkt vertrauensvoll und sehr überzeugt von seinen Recherchen, welche ergaben, dass auf Shutter Island heimlich Experimente an Patienten durchgeführt wurden. Die Handlung ist anspruchsvoll gestaltet, wirkt aber dennoch an manchen Stellen lang gezogen und durch die vielen Rückblenden geht schnell der Fokus verloren, doch die Story nimmt einen entscheidenden Wendepunkt im letzten Akt ein. Und dies ist der Clou der ganzen Geschichte, denn die Perspektiven ändern sich schnell oder man verharrt stark in der vom Anfang gegebenen Perspektive. Kameraführung ist exzellent und vermittelt grandiose Bilder.
FilmeBlog Wertung: 8/10
Acht Punkte für eine exzellente Handlung, die anspruchsvoll ist und genügend Spannung hat.
Filmfazit:
Shutter Island ist Spannung pur, welche auch bis zum Schluss anhält. Doch keineswegs etwas für Horrorfans.
Achtung Spoiler:
Das Ende mag nicht ganz deutlich sein, aber bei genauerem Hinsehen wird einem so einiges klar. Im ganzen Film wird auf das Wasser verwiesen, welches ja schließlich seine Kinder getötet hat. Ganz am Anfang sagt Teddy: “So viel Wasser bekommt mir nicht.” Zuerst denkt er, sein Partner Chuck sei die Klippen hinunter gefallen, jedoch wird die vermeintliche Leiche beim näheren Hinblick einfach vom Wasser weggespült. Auf der Insel angekommen macht die eine Wache eine Bemerkung: “So eine Marshalmarke habe ich ja noch nie gesehen.” – Sie war ja auch nicht echt – Danach fragt Teddy: “Kann es sein, dass ihr heute ein wenig unruhig seid?” Als Antwort gibt die Wache: “Heute sind wir alle ein wenig unruhig.” Wer ist in der Gegenwart eines geisteskranken Schwerverbrechers nicht unruhig?
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