Zombies Anonymous (2011)

Last Rites of the Dead

Filmbeschreibung:

Aus ungeklärten Gründen bleiben sämtliche Verstorbene auf der Erde nicht lange tot. Schon nach wenigen Minuten erwachen sie als Untote zu neuem Leben und müssen sich nun in einer Welt zurecht finden, in der man schon einen massiven Zombie-Hass entwickelt hat und die untoten Kreaturen als schädlich und unnütz ansieht. Auch Angela musste vor kurzem das Zeitliche segnen, nachdem sie von ihrem aufgebrachten Ex-Freund in ihrer eigenen Wohnung erschossen wurde. Auch sie muss sich nun mit dem Zombie-Dasein anfreunden und sich vor den Zombiekillern verstecken. Doch als auch ihr Freund ein Mitglied der erbarmungslosen Zombiemörder wird und sie erneut aufspürt, hat die junge Angela kaum noch eine Chance sich ihr Überleben zu sichern und den kaltblütigen Jägern mehr oder weniger lebendig zu entkommen. Zum Trailer

Filmkritik:

Zombies Anonymous, ein wirklich interessanter Titel, der auch mich auf diesen Zombiestreifen gebracht hat. Doch was ich nach diesem anziehenden Titel dann letztlich zu sehen bekam, war mehr als enttäuschend. Man bekommt einmal eine ganze andere Seite des Zombie-Daseins in Zombies Anonymous zu sehen und das völlig egal, ob man diese wirklich kennen lernen möchte oder eben nicht. Ich hätte mir für den Blick auf die erbärmliche Seite der Zombies zumindest noch etwas mehr Spannung erhofft als ein paar ziemlich billig aussehende Schießereien, ein bisschen blutiges Zombie-Gemetzel und eine langweilige Selbsthilfegruppe, in der die Opfer-Zombies über ihre Probleme reden können und sich gegenseitig zu unterstützen versuchen. Dann dieser ominöse Kommandant, der von allen Zombie-Jägern vergöttert wird und sich mit seinem diktatorischen Auftreten nicht gerade die Sympathie des Betrachters sicher kann. Nein, ganz im Gegenteil, man ist völlig abgeneigt von dieser Figur und auch von ihren Gefolgsleuten in Zombies Anonymous ist man nicht gerade angetan. Mit der Protagonistin Gina Ramsden, die einen kurzen Auftritt in der Fernsehserie LOST hatte, sieht es hier allerdings nicht wirklich anders aus, denn auch für diese empfindet man nur sehr selten einmal so etwas wie Mitleid, wenn sie gerade eine Kugel in den Rücken gejagt bekommt oder ihr ein Zombie an die Wäsche gehen will. Die Frage warum denn nun alle als lebende Tote auferstehen, wird bis zuletzt nicht mehr angesprochen und man scheint sich nicht weiter darum zu bemühen, eine logische Erklärung für eine Story zu suchen, die mehr und mehr an sich selbst scheitert. Die Musik ist ebenso billig wie die Atmosphäre und einen solchen Filme hätte man gut und gerne auch bei sich zu Hause im Wohnzimmer drehen können, zumindest wenn man nach den Kameraeinstellungen und der nicht gerade hochwertigen Kulisse in Zombies Anonymous geht. Viel mehr als eine recht große Enttäuschung bleibt einem nach dem Sichten von Zombies Anonymous also nicht übrig und auch die ganz passable Grundidee wird recht früh über den Haufen geworfen und zu völligem Schrott verarbeitet, bei dem man lediglich hin und wieder mal wirklich zum Nachdenken angeregt wird und sich ein Bild von einer Gesellschaft machen kann, in der viele wegen ihres Auftretens benachteiligt oder ausgegrenzt werden. Aber so tief will ich mit meiner Interpretation von Zombies Anonymous  an dieser Stelle gar nicht gehen und ich denke auch nicht, dass der Streifen bewusst solche tiefgehenden Aspekte angesprochen hat.

Filme-Blog Wertung: 4/10

Extrem schwache vier Zombiesterne gibt es für Zombies Anonymous. Lediglich die ganz ansehnliche Story weiß auf sich aufmerksam machen, auch wenn man hier an der Umsetzung des recht passablen Konzepts einiges hat schleifen lassen. Recht schnell geht Zombies Anonymous die Puste aus und der Film läuft bereits nach etwa einer halben Stunde seiner Laufzeit völlig aufs Trockene, woran auch der langgezogene Showdown am Ende von Zombies Anonymous nichts mehr drehen kann. Eine Massenschlacht ohne jeden Sinn ist nun nicht gerade das richtige Element, um den Film vor dem Spannungstiefpunkt zu bewahren und ihm auf Teufel komm raus noch etwas mehr Pepp zu verleihen. Alles wirkt irgendwie wie in einem ganz billigen Homevideo und weder die Darsteller noch die Kameraführung können Zombies Anonymous retten. Schwache Dialoge und schlechte Schauspielkunst sorgen letztlich für eine unterdurchschnittliche Wertung von gerade einmal vier untoten Sternchen.

Filmfazit:

Kein Must-See! Zombies Anonymous bietet nicht viel mehr als eine ganz interessante Storyline, die allerdings so grottenschlecht umgesetzt wurde, dass dem Zuschauer schnell die Lust an dem Streifen vergeht und man nicht bereit ist, ihm doch noch eine Chance zu geben.

Filmtrailer:

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