Filmkritik: Willkommen im Süden (2011)

willkommen im süden

Filmbeschreibung:

Alberto Colombo ist Angestellter bei der Post und versucht alles, um nach Mailand versetzt zu werden. Dabei gibt er sogar vor, eine Behinderung zu haben, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Zu seinem Pech wird er jedoch nach Castellabate versetzt, was viel weiter im Süden liegt. Zudem zieht er nicht, wie erwartet mit seiner Frau und seinem Sohn in den Süden, sondern muss dort allein (über)leben. Die Reise des frisch beförderten Direktors istjedoch voll mit Klischees über den Süden Italiens. Dort angekommen gibt es auch schon Kommunikationsprobleme, denn nach Alberto sprechen dort alle, als hätten sie den Kiefer gebrochen.  Zum Trailer

Filmkritik:

Eine Lüge kommt selten alleine, wer kennt diesen Spruch nicht? Alberto Colombo, der von Claudio Bisio verkörpert wird, muss dies am eigenen Leib erfahren und macht dabei einige unangenehme Entdeckungen. Leider muss ich gestehen, dass ich Willkommen bei den Sch’tis nicht gesehen habe und deshalb kann ich auch keine Bezüge zwischen den beiden Filmen nennen. Erwähnen sollte ich hier dennoch, dass Willkommen im Süden ein Remake von Willkommen bei den Sch’tis ist. Eines kann man schon vorweg sagen: Der Streifen hat Hand und Fuß, denn er bietet eine solide Story, ein paar Witze und gute Charaktere. Was am meisten Spaß macht, ist die charmante Art, die der Streifen an den Tag legt, denn Claudio Bisio ist von Anfang an der Sympathieträger im Film und einfach nur zum Bemitleiden. Seine Frau, verkörpert von Angela Finocchiaro, hat wohl die Hosen an im Hause Colombo und setzt ihren Mann Alberto ganz schön unter Druck. Das Resultat: Lachen beider Geschlechter garantiert. Ein ganz anderes Thema sind die Vorurteile, die die Familie gegen die südlichen Ländereien Italiens hat. Gerade die Vorurteile gegen Süditalien kommen hier sehr schön zur Geltung und sind ein ernstes Thema in Willkommen im Süden, doch zum Glück ist der Film eine Komödie und damit werden diese Themen sehr spaßig behandelt und stellen damit mal wieder unter Beweis, dass Vorurteile nichts mehr, als schlechte Gerüchte sind. Dies muss Alberto Colombo ebenfalls feststellen, da seine Vorstellung vom Süden völlig falsch sind und ihn seine Lügen immer weiter verfolgen. Damit ist der Ärger schon vorprogrammiert. Gerade an dieser Stelle passt Claudio Bisio’s sympathische und überzeugende Art, die sich nämlich mehr als positiv auf den Film auswirkt. Alles in Allem kommt dabei eine relativ amüsante Komödie heraus, die für meinen Geschmack zwar nichts mehr als typisches Abendprogramm ist, dafür aber ein reiner Familienfilm mit Happy End ist und vor allem auf diesem Gebiet voll Punkten kann.

Filme-Blog Wertung: 6/10

Willkommen im Süden ist ein Film mit einer netten Story, sympathischem Schauspielern und ein paar netten Witzen. Doch so richtig vom Hocker konnte der Made in Italy Streifen mich dann doch nicht hauen. Von daher vergebe ich hier gerade mal sechs von zehn Sternen, die gerne mal Gerüchte verbreiten. Diese Wertung kommt vor allem zu Stande, weil der Film in meinen Augen nichts Besonderes darstellt und mich lediglich zum Schmunzeln und vielleicht einmal zum Lachen gebracht hat. Vielleicht bin ich abgestumpft durch Harold & Kumar 2 oder American Pie – vielleicht ist Willkommen im Süden auch einfach nicht mein Geschmack – aber nach meiner Meinung ist Willkommen im Süden lediglich ein Familienfilm für das Abendprogramm. Eines ist jedoch positiv zu bewerten und dies sind vor allem die gelungenen Charaktere, sowie das Abbild einiger Vorurteile, die hier wirklich gut zur Geltung kommen. 

Info:

Willkommen im Süden ist ein Remake des französischen Films: Willkommen bei den Sch’tis.

Filmfazit:

Willkommen im Süden ist ein typischer Familienfilm mit Happy End. Dazu muss ich jedoch sagen, dass Willkommen im Süden mich nicht vom Hocker reißen konnte, daher gibt es auch nur eine durchschnittliche Wertung.

Filmtrailer:

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