Warm Bodies (2013)

Warm Bodies

Filmbeschreibung:

„R“ ist ein ganz gewöhnlicher Zombie. Er grunzt, stöhnt und jagt Menschen in seinem Rudel. Zu Beginn erklärt er uns, wie der Alltag eines gewöhnlichen Zombies so aussieht. Er und die anderen können sich gar nicht mehr an ihr Leben vor dem Zombie-Dasein erinnern. „M“ ist R’s bester Freund, obwohl die beiden so gut wie nie miteinander reden. Des Öfteren treffen sie sich an der Bar im Flughafen, aber außer ein bisschenGestöhne und Geschnaufe bekommen die beiden nichts raus. Der Alltag von Zombies scheint sehr langweilig zu sein, sie wandern schließlich den gesamten Tag und die gesamte Nacht umher und hoffen auf Menschen zu treffen, deren Gehirne sie am liebsten essen. Durch den Verzehr von Gehirn erhalten Zombies die Erinnerungen des jeweiligen Menschen. Als R im Eifer des Gefechts Julies Freund tötet, erhält er dessen Erinnerungen und verliebt sich plötzlich in Julie. Doch eine Beziehung zwischen Zombie und Mensch ist eigentlich völlig absurd, deshalb wollen die beiden vom Gegenteil überzeugen. Zum Trailer

Filmkritik:

Endlich mal wieder ein wirklich guter Film. Was mir am besten gefallen hat? Alles! In Warm Bodies passt einfach der Humor, die Atmosphäre, die Handlung und die Charaktere. 

Warm Bodies größter Pluspunkt ist die erfrischende Idee, eine Geschichte vollständig aus der Sicht eines Zombies zu erzählen, der sich zudem noch in einen Menschen verliebt. Das ganze klingt wirklich skurril und die Hälfte des Films besteht eigentlich nur aus einem Monolog seitens des Zombies namens „R“. R ist eigentlich ein gewöhnlicher Zombie, der gerne Menschen verspeist, aber eines Tages frisst er das Gehirn eines ganz bestimmten Mannes und verliebt sich daraufhin in die wunderschöne und menschliche Julie. Das Problem ist, dass er sich ihr nicht mitteilen kann und seine Kumpels sie fressen wollen, deshalb hält er sie in seinem eigenen Jumbojet geheim. Die beiden lernen sich immer näher kennen und R beginnt irgendwie zu fühlen. Den wirklich üblen Skelett-Zombies gefällt das jedoch gar nicht, dass es zwischen Romeo und Julie/a knistert und diese jagen sie daraufhin. Habt ihr übrigens gemerkt, dass Warm Bodies nicht nur auf dem Roman „Mein fahler Freund“ von Isaac Marion basiert, sondern auch sehr weit an Romeo und Julia von Shakespeare angelehnt ist. Der Film bildet eine wirklich gelungene Atmosphäre mit zwei Kontrasten, wobei sich die Protagonisten ständig zwischen dem düsteren Tod und der hell erleuchteten Romantik bewegen. Ein richtiger Zombiefilm ist Warm Bodies zwar nicht, aber immerhin hat man sich bei der Darstellung und den Effekten wirklich viel Mühe gegeben, weshalb Warm Bodies auch nur selten billig wirkt. Das schönste am Film ist einfach die Romanze selbst und das Leben, wie es im Film dargestellt wird. Warm Bodies lässt vielen Szenen genügend Freiraum, um den Zuschauer ein bisschen im Denken anzuregen. Zum Beispiel stellt sich R vor, wie es wohl vor dem Virusausbruch gewesen sein muss. In einer Vision sieht man dann zahlreiche Leute umherlaufen, jeder läuft an dem anderen vorbei, Menschen rempeln sich an und starren nur auf ihr Handy. Da R sich gar nicht mehr erinnern kann, wie es vorher war und wie er wirklich heißt, hat er die jetzige Situation einfach nur auf die Menschen angewandt, die sich eigentlich genauso wie Zombies verhalten. Niemand kommuniziert mehr richtig, alle schauen wie Zombies zum Boden auf ihre Smartphones und jeder läuft an jedem vorbei. Warm Bodies ist einfach ein Film, mit viel Sinn, einer großen Geschichten und sehr viel Herz. Der Film ist wirklich ein sehr guter Kompromiss, zwischen Zombie- und Liebesfilm. Wenn ihr also wieder einmal mit eurer Freundin diskutiert, welchen Film ihr euch ansehen sollt, dann nehmt Warm Bodies.

Filme-Blog Wertung: 8/10

Acht Sterne hat sich Warm Bodies redlich verdient. Vier Sterne für den Zombiefilm und vier Sterne für den Liebesfilm. Warm Bodies vereint beide Kontraste zu einem Film mit viel Sinn und Verstand. Das Ganze bekommt man merklich an der immer wieder wechselnden Atmosphäre zu spüren, die ständig zwischen dem düsteren und kalten Tod zum bunten und warmen Leben hin und her wechselt. Solch ein Konzept ist mir vorher noch nie unter den Nagel gekommen und ich muss sagen, diese Originalität ist verblüffend. Der Film vereint zwar die krassen Gegenteile (Zombie- und Liebesfilm), schafft dadurch aber eine Kombination, die wie die Faust aufs Auge passt. Warm Bodies ist durch und durch eine gelungene Abwechslung im Zombie-, sowie Romantik-Genre.

Filmfazit:

Warm Bodies verkörpert eine gute Idee und schafft somit einen genialen Kompromiss zwischen Liebes- und Zombiefilm.

Filmtrailer:

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Ein Gedanke zu “Warm Bodies (2013)

  1. ein etwas ungewöhnliches mashup zwischen liebes- und zombiefilm – soweit es mich angeht, das erste dieser art, das ich gesehen habe – die einzigen untoten, die sonst immer mit liebe in verbindung gebracht worden sind, waren vampire
    und um ehrlich zu sein, geht es meiner meinung nach, nicht auf – zombies und liebesfilm, das passte für mich vorne und hinten nicht – die story entwickelte sich immer weiter ins nicht nachvollziehbare
    zunächst sah’s ganz nett aus: klassische zombies mit ein wenig humorflair, doch als dann die liebesgeschichte anfing, fing auch gleichzeitig das misstrauen an, ob das wirklich was werden kann – es besserte sich leider nicht, im gegenteil, es wurde immer seltsamer, da konnten auch die humoreinlagen nichts retten
    das lag zum größten teil auch nicht an den schauspielern, sondern einfach an der entwicklung des plots
    und so schön (und wahr) diese symbolik auch sein mag: die liebe besiegt den tod – konnte sie in diesem film, was mich angeht, nicht überzeugend dargestellt werden

    alles in allem ist die mischung zwar originell, aber die umsetzung eher mager, was wohl insbesondere daran liegt, dass sie einfach nicht miteinander harmoniert :/

    persönliche bewertung: 5-6/10

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