U-900 (2008)

u-900

Filmbeschreibung:

Es ist das Jahr 1944. Schwarzmarkthändler Atze Schröder und sein jüdischer Freund Samuel warten auf das Eintreffen der Amerikaner. Doch Atze Schröder schläft mit der Gattin von General Strasser und wird dabei erwischt. Auf seiner Flucht belauscht er General Strasser, wie dieser den Plan für einen Transport mit dem U-Boot  U-900 von Toulon nach Warnemünde mit Rönberg bespricht. Nachdem Atze Samuel zur Flucht verhilft, geben die Beiden sich als Adjutanten und Kapitän aus und kapern die U-900 zusammen mit Maria, welche sich als Offizier ausgibt und eine exzellente Schauspielerin ist. Eines der lustigsten Abenteuer von Atze Schröder unter dem Meeresspiegel beginnt. Zum Trailer

Filmkritik:

Wie bereits bei Tom Gerhardt Filmen so ist auch U-900 nur ein Film für Liebhaber von TV-Serien-Komödianten, deshalb ist U-900 nicht jedermanns Sache und sollte mit Vorsicht genossen werden. Auf die Story wurde viel zu wenig eingegangen, die wesentlich mehr Potential hat, als eine einfache und langweilige Schiffsfahrt über den Atlantik. Auch wenn U-900 sich zur Zeit des 2. Weltkriegs abspielt, so wurden wirklich nur die gröbsten Fakten verwendet und einen wirklichen Tiefgang – schönes Wortspiel – in die Geschichte von damals wird man hier vergebens suchen. Alles spielt sich sehr oberflächlich ab und man merkt richtig, wie versucht wurde, Atze Schröder in der Vordergrund zu stellen und ihn fast als Alleingänger darzustellen, jedoch ist dies ein typisches Merkmal von Atze Schröder. Die Handlungen sind manchmal unlogisch aufgebaut und als Zuschauer fühlt man sich ein wenig veräppelt. Anspruchsvoll ist U-900 auf keinen Fall, denn der Story könnte man noch locker folgen, auch wenn man nebenher ein Buch liest. U-900 spielt sich leider nur auf dem Niveau der TV-Sendung – Alles Atze – ab und leider leiden darunter auch die Witze und Gags, welche eine Komödie zu dem machen, was sie ist. Die Besetzung in U-900 ist zwar nicht von schlechten Eltern, überzeugt aber dennoch nicht genug und kann U-900 nicht vor einem Schiffbruch bewahren. Atze Schröder versucht erst gar nicht aus seiner Rolle, des TV-Stars herauszuschlüpfen, was für Fans nicht tragisch sein sollte, jedoch für Neulinge im Schröder-Land sehr ungewöhnlich und eher störend sein kann. Regisseur Sven Unterwald gleicht dies aber geschickt mit einem abschließenden Gag aus, um einen bleibenden und guten Eindruck bei den Zuschauern zu hinterlassen. (Anspielung auf eine Fastfood-Kette)

Filme-Blog Wertung: 4/10

Zu wenig genutztes Potential der Story, unlogische Handlungen und unüberzeugende Darsteller sind nicht die beste Seite von U-900, zumal der Film sich nur auf ein begrenztes Publikum richtet, da Atze Schröder sein Proleten-Dasein in U-900 genauso auslebt, wie in seiner TV-Show – Alles Atze. Leider verdient sich U-900 nicht mehr als 4 Sterne, da er kein Kinofilm ist, sondern einfach eine lang gezogene Version einer Folge aus Alles Atze. Weniger Atze und mehr Story hätten U-900 nicht zu einem Meisterwerk gemacht, aber er wäre erstens: Für viele ansehnlicher geworden und zweitens: Hätte es niemanden gestört, wenn man sich in die Geschichte weiter vertieft hätte. 

Info:

Cindy McDonalds ist nicht die Gründerin von McDonalds. Aber der Gag am Ende hat mir doch sehr gefallen und dies dürfte bei manchen für einen lustigen Aha-Effekt gesorgt haben.

Filmfazit:

U-900 ist nicht mehr, als ein Film zum Sehen und Vergessen. Atze Schröder Fans werden hier weniger enttäuscht, wer jedoch Atze Schröder nicht kennt, oder seinen Humor nicht mag, für den gilt hier: Finger weg!

Filmtrailer:

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