Filmkritik: The Woods (2006)

The Woods

Filmbeschreibung:

Die junge Heather Fasulo ist mitten in der Pubertät und ihre Mutter ist die verhaltensauffällige Seite ihrer Tochter so langsam satt. Den einzigen Ausweg sieht sie scheinbar nur noch darin, Heather in ein Mädcheninternat zu schicken, welches ihr von einer Freundin empfohlen wurde. Heather ist natürlich alles andere als begeistert von dem Vorhaben ihrer Mutter, versucht aber das Beste aus der Situation zu machen. Erschwert wird ihr die Anpassung an das Leben im Internat allerdings durch die Schülern Samantha, die alles daran setzt, Heather die Zeit so unangenehm wie möglich zu gestalten und sie möglichst schnell aus dem Internat zu ekeln. Doch ist es wirklich nur die reine Bosheit die Samantha antreibt Heather loszuwerden, oder steckt vielleicht doch mehr dahinter und will Samantha nur das beste für die Junge Heather? Zum Trailer

Filmkritik:

Ein Film der vermutlich keinem wirklich lange im Gedächtnis bleibt. Sowohl Rachel Nichols (Star Trek, Conan, P2, The Amytiville Horror), die die Rolle der Samantha spielt, als auch Agnes Bruckner (Kill Theory, Motel 2), welche die junge Heather verkörpert, können in ihren restlichen Verfilmungen deutlich besser auf sich aufmerksam machen als in diesem kleinen und düsteren B-Movie. Eine recht belanglose Story, die man so oder so ähnlich bis dato schon oft gesehen haben dürfte, trägt hier nicht gerade zum großen Erfolg des Streifens bei und auch die restlichen Elemente halten sich weitestgehend in Grenzen. Nach gut 40 Minuten von The Woods gibt es kaum noch etwas im Film, auf das man sich als Zuschauer in irgend einer Weise freuen könnte und es zieht alles nur noch am Betrachter vorbei. Unterhaltsam wird es erst dann wieder für einen kurzen Moment, wenn der Vater der jungen Heather – gespielt von Bruce Campbell (Alles erlaubt, Scary Movie 3) – aktiver mit ins Geschehen eingreift und der Einzige zu sein scheint, der hier wirklich noch klar im Kopf ist, die Lage relativ schnell begreift und seiner Tochter zur Rettung eilt. Etwas zu vorhersehbar nimmt das ganze Geschehen schon nach kurzer Zeit seinen Lauf und als Betrachter diverser B-Movies sind Elemente wie die Milch und die großen bösen Waldhexen aus der Vergangenheit in The Woods recht schnell miteinander verknüpft und man beginnt sich zu langweilen. Musikalische Auffälligkeiten gibt es keine und die Filmmusik haut einen absolut nicht vom Hocker. Bei der Atmosphäre hingegen hat man sich in The Woods deutlich mehr Mühe gegeben und auch Schockmomente lassen sich vereinzelt erkennen, auch wenn diese nicht so erschreckend sind, wie man sie vermutlich gern gehabt hätte. Gegen Ende des Filmchens hat man dann aus mir unverständlichen Gründen den Blutlevel noch einmal ziemlich angehoben und eine FSK 16 Freigabe scheint mir hier schon fast gefährdet zu sein. Immerhin gibt es am Ende von The Woods keinen Ausblick auf einen vermeintlichen zweiten Teil und offene Fragen bleiben eigentlich auch keine zurück. Da haben wir wohl nochmal Glück gehabt, wenn es keinen Nachfolger dieses gerade einmal durchschnittlichen Films mehr geben wird…

Filme-Blog Wertung: 5/10

Eine durchschnittliche Wertung für einen durchschnittlichen Film. Nicht mehr und nicht weniger ist The Woods und das merkt man nicht nur an den recht preiswerten Effekten. Trotz eines Budgets von 12.000.000 Dollar schafft es The Woods über seine gesamte Laufzeit nicht so wirklich aus sich heraus zu kommen und läuft gegen Ende hin sogar immer mehr aufs trockene. Ein paar Minuten weniger hätten dem Streifen ganz sicher nicht geschadet, denn bereits nach der Hälfte hat man dann irgendwie alles von The Woods gesehen und außer ein paar kleinen Entführungen hier und da und der nicht überaus spektakulären Verschwörung am Ende passiert einfach nicht so wirklich viel in The Woods. Sympathieträger gibt es keine wirklichen und Heather – gespielt von Agnes Bruckner (Kill Theory, Motel 2) – versucht auch erst gar nicht den Zuschauer irgendwie auf ihre Seite zu ziehen und beweist sich weiterhin als hin und wieder starke Einzelkämpferin, deren einziger Schwachpunkt im ihrer Familie und ihrem Geist liegt. Die Schauspielkunst hält sich weitestgehend in Grenzen und kleinere Pluspunkte gibt es in The Woods lediglich für die ganz ansehnliche Atmosphäre, die man leider mit ein paar Nebelmaschinen zu viel dann doch etwas zu unglaubwürdig dargestellt hat. Fünf Sterne gibt es letztlich für die Bäume, die Menschen entführen und in die Wälder zerren. 

Filmfazit:

Bäume entführen Menschen und Waldhexen liefern dem Wald sein Futter?! Ups, da hab ich gerade wohl alles verraten. Hört sich schwachsinnig an und das ist es auch. The Woods muss man absolut nicht gesehen haben und nur wenn man gaaaanz viel Langeweile hat, sollte man sich an diesen Streifen heranwagen.

Filmtrailer:

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