The Rite – Das Ritual (2011)

The Rite

Filmbeschreibung:

Michael Kovak ist ein Mann, der sich dazu entschieden hat, eine Ausbildung zum Priester zu machen. Michael kommt aus einer Bestatterfamilie und wurde schon von klein auf mit Toten konfrontiert. Seine Familie besteht somit größtenteils nur aus Priestern und Bestattern. Doch Michael Kovak bemerkt schnell, dass er nicht für den Beruf als Priester geschaffen ist, da ihm der Glaube an Gott fehlt. Als ihm angeboten wird, eine Exorzistenausbildung zu machen, bricht er sein Studium ab und reist, obwohl er mit seinem Zukunftsplan bei seinen Freunden auf Ablehnung stößt, nach Rom. Dort lernt er Pater Lucas Trevant kennen, der für sein erfolgreiches exorzieren bekannt ist. Mit diesem begegnet er zum ersten Mal in seinem Leben einem Besessenen – in diesem Fall der jungen, schwangeren Rose. Michael erlebt den Exorzismus an Rose hautnah, der von Pater Lucas durchgeführt wird und Michael ist nach dem Ritual sehr skeptisch, da er vermutet, dass Rose an nichts weiterem, als einer psychischen Störung leide, doch er ändert schnell seine Meinung, als er Rose zum zweiten Mal wiedersieht. Doch langsam beginnt Michael zu ahnen, dass auch mit Pater Lucas nicht alles in Ordnung ist. Zum Trailer

Filmkritik:

The Rite behandelt ein Thema – Besessenheit und Teufelsaustreibung – das schon in vielen Filmen vor ihm durchgekaut worden ist. An dem Kommentar von Pater Lucas: “Was habt ihr erwartet – rotierende Köpfe und Erbsensuppe?”, den er zu Beginn an Michael äußert, wird deutlich auf den Film Der Exorzist (1973) hingewiesen, der unter den vielen Filmen, in denen es um Besessenheit geht, einen Meilenstein setzen konnte. Dieser Kommentar zeigt außerdem, dass sich die Drehbuchautoren etwas Neues einfallen lassen wollten. Doch das ist ihnen leider nicht so gelungen, denn in dem Film The Rite bekommt man öfters das Gefühl, dass der Film ein billiger Abklatsch von Der Exorzist ist, was nicht zuletzt an der Handlung liegt, die der von Der Exorzist wirklich sehr ähnelt. Doch andererseits kann The Rite auf jeden Fall auf Grund von Anthony Hopkins, der seine Rolle wieder einmal sehr gut spielt, auch Lob ernten. Auch für die anderen Charaktere wurden die passenden Schauspieler gefunden, die ihr schauspielerisches Talent unter Beweis gestellt haben. Gerade wegen Anthony Hopkins habe ich mir einen Horrorstreifen erhofft, bei dem sich das Publikum wirklich gruseln muss. Doch von Gruselszenen war nicht viel zu sehen. Die Exorzismus-Szenen waren nichts, das man als Fan des Genres noch nicht gesehen hat. Allerdings finde ich die Tatsache, das in The Rite – Das Ritual – der Exorzismus auch einmal wissenschaftlich hinterfragt worden ist, sehr interessant, da es bei den vorherigen Filmen, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben nicht der Fall gewesen ist. Man bemerkt an der Rolle von Michael, der zu Beginn sehr skeptisch dem Ganzen gegenüber stand, dass er im Laufe der Handlung beginnt, an Gott zu glauben. Diese Wandlung war meiner Meinung nach passend und somit wirkt die Figur von Michael sehr menschlich und man kann sich auch als Zuschauer besser mit dieser auseinandersetzen.

Filme-Blog Wertung: 5/10

The Rite bietet nicht viel Neues im Vergleich zu seinen Vorgängern, was die Drehbuchautoren aber versucht haben zu vermeiden. Eine Ausnahme wäre handlungstechnisch die Tatsache, dass Michael die Exorzismen und den gesamten Glauben an Gott hinterfragt. Pluspunkte handelt sich The Rite mit seinen Schauspielern ein, die ihre Rollen gut verkörpert haben und die richtige Stimmung zum richtigen Moment vermitteln konnten. Anthony Hopkins wäre an dieser Stelle besonders zu loben, da er zwischen den anderen Darstellern deutlich heraussticht. Einige Minuspunkte gibt es jedoch für den Film The Rite dafür, dass es sehr an erschreckenden Momenten gemangelt hat, denn selbst bei den Exorzismen konnte ich persönlich zusehen, ohne mich nur einmal zu erschrecken, oder mich zu gruseln. Somit hat sich The Rite – Das Ritual – 5 Sterne verdient, da der Film sich nicht sonderlich von anderen Filmen, in denen es um die selben Themen geht, unterscheidet. Doch als einzelnes Werk gesehen, ohne die Vorgänger zu beachten, hätte sich The Rite auch einige Sterne mehr dazu verdienen können, doch da der Film sich so stark an der Handlung von Der Exorzist anlehnt, müssen doch einige Sterne abgezogen werden.

 

Filmfazit:

In dem Film The Rite gibt es nicht allzu viel Neues zu sehen und auch an Gruselszenen mangelt es deutlich. Trotzdem kann man sich den Film als Fan des Genres aufgrund von Anthony Hopkins Glanzleistung ansehen, man sollte sich aber dennoch nicht zu viel erhoffen.  

Filmtrailer:

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3 Gedanken zu “The Rite – Das Ritual (2011)

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