Filmkritik: The Day After Tomorrow (2004)

The Day After Tomorrow

Filmbeschreibung:

Seit seiner Expedition in der Antarktis, ist der Klimatologe Jack Hall überzeugt davon, dass der Erde ein großer Klimawandel bevorsteht, da er bei der Expedition das Schmelzen von riesigen Eisschollen beobachten konnte. Seine Ergebnisse der Expedition und seine Sorgen, teilt er auf der Klimakonferenz mit. Doch da stößt er auf Unverständnis, denn fast alle Beteiligten glauben nicht, dass die globale Erwärmung solche Konsequenzen, wie zum Beispiel eine Eiszeit, nach sich ziehen kann. Doch der Forscher Terry, der sich ebenfalls mit diesem Thema befasst hat,  glaubt ihm und beginnt gemeinsam mit Jack Prognosen zu erstellen. Dabei stellen sie fest, dass die nächste Eiszeit nur einige Wochen von ihnen entfernt liegt. Schon einige Tage später werden viele Naturkatastrophen gemeldet. Städte aus aller Welt werden von Hurricanes, Regen-, Schnee-, und Hagelstürmen zerstört. Jacks Sohn ist in New York, wo eine riesige Tsunami-artige Welle über die Stadt einbricht. Gemeinsam mit seinen Freunden nisten sie sich in der New York Public Library ein, sind jedoch in dieser gefangen, denn aufgrund der großen Temperaturschwankungen sind sie von großen Schneemassen dort eingeschlossen worden. Die Lage für die Gefangenen spitzt sich zu, denn das Essen wird knapp und auch Sams Freundin erleidet eine Sepsis, gegen die nur das Antibiotikum Penicillin hilft, was die Gefangenen jedoch nicht besitzen. Zum Trailer

Filmkritik:

Der Klimawandel ist zur Zeit ein heiß diskutiertes Thema und auch Hollywood hat nicht vor diesem Thema halt gemacht. Jedoch handelt es sich nicht um eine einfache Dokumentation über mögliche Folgen des Klimawandels, sondern um einen Blockbuster, der praktisch das Ende der Welt zeigt. Es sind im Prinzip “normale” Umweltkatastrophen, nur in einem viel größeren Ausmaß, als in der Realität. Die Handlung an sich, ist durch diese Katastrophen sehr spannend und man fiebert die ganze Zeit über mit Sam und seinen Freunden mit, denn diese sind die Personen, die man durch die Gefangenschaft im Schnee begleitet. Doch zur Handlung gehört viel mehr, als nur die Umweltkatastrophen, denn der Zuschauer soll ja auch eine emotionale Verbindung zu dem Film und den Personen in The Day After Tomorrow herstellen können. Diese werden dadurch hervorgerufen, dass man in The Day After Tomorrow eine Liebesgeschichte zu sehen bekommt, aber auch einen Vater-Sohn-Konflikt, der während des Filmes ausgetragen wird. Doch trotz dieser Aspekte, hat es The Day After Tomorrow nicht wirklich geschafft, mich zu berühren, oder in irgendeiner Weise emotional zu bewegen. Eigentlich ist das schade, denn ich denke, dass ein Film, wenn er es schafft den Zuschauer zu berühren, einem länger im Gedächtnis bleibt. Ein Grund dafür, bzw. der Hauptgrund dafür, wieso die The Day After Tomorrow nicht gelungen ist, ist, dass all die zwischenmenschlichen Beziehungen der Figuren, durch die eindrucksvollen visuellen Effekte des Filmes untergegangen sind. An diesen erkennt man auch, dass es sich um einen Film von Roland Emmerich, der für seine sehr aufwendigen Produktionen bekannt ist, handelt. Mit The Day After Tomorrow ist ihm auch dieses Mal ein großes Spektakel auf der Kinoleinwand gelungen. Von der riesigen Flutwelle in Manhattan, bis zu gefährlichen Hurricanes wirken alle Naturkatastrophen täuschend echt. Diese Effekte bleiben dem Zuschauer auf alle Fälle noch eine ganze Zeit lang nach dem Anschauen im Kopf. Wie schon oben genannt sind die gezeigten Naturkatastrophen größer und verheerender, als in der Realität, was mir persönlich ein kleiner Dorn im Auge ist. Denn auch wenn der Golfstrom auch in Realität abkühlt, wird es nicht mal ansatzweise so schnell, wie in The Day After Tomorrow beschrieben, ablaufen. Diese Tatsache nimmt dem Film, genau so viel wie das plötzliche Happy End, ein wenig an Glaubhaftigkeit. Die Darsteller an sich haben eine gute Leistung auf der Leinwand vollbracht, wobei ich vor Allem Jake Gyllenhaal loben muss, der hier so manch anderen Darstellern die Show gestohlen hat.

Filme-Blog Wertung: 7/10

The Day After Tomorrow verdient sich sieben Sterne. Pluspunkte verdient sich der Film vor allem durch die starke Leistung der Darsteller, die auch gut in die Figuren gepasst haben. Aber besonders durch die visuellen Effekte und die aufwändige Produktion kann der Film punkten, denn The Day After Tomorrow ist in der Hinsicht schlichtweg ein Meisterwerk. Doch das lässt sich nicht über den ganzen Blockbuster sagen, denn man muss sich als Zuschauer eingestehen, dass das Ganze ziemlich weit von der Realität entfernt ist. Dadurch erntet der Film einige Minuspunkte. Dies aber auch aufgrund der Tatsache, dass der Film handlungstechnisch nicht allzu viel hergibt und er es auch trotz einiger Versuche nicht schafft, den Zuschauer emotional zu berühren, gibt es Punktabzug.

Filmfazit:

The Day After Tomorrow ist ein eindrucksvoller Film, der perfekt für einen lockeren Filmeabend sorgen kann. Doch man sollte sich außer den visuellen Effekten nicht zu viel erhoffen, denn letztendlich ist es ein unrealistischer Film, der es nicht schafft, den Zuschauer zu berühren.

Filmtrailer:

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