Filmkritik: Thank You for Smoking (2006)

Thank you for smoking

Filmbeschreibung:

Nick Naylor ist Pressesprecher der Tabakindustrie. Er schafft es aus so gut wie jeder Diskussion als Sieger hervorzugehen und so ist er ein Diamant für die Tabakindustrie. Er verteidigt sie vor sämtlichen Gesundheitsfanatikern und kämpft gegen Warnhinweise auf Schachteln. Seine genialen Ideen verhelfen zudem der Industrie, den Leuten das rauchen anzugewöhnen. Doch dies sollte sich eines Tages ändern. Nick ist selbst Raucher, aber nie übertreibt er es und nie hätte er gedacht, dass ihm das Rauchen eines Tages einmal das Leben retten wird. Denn Nick wird von vielen gehasst und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis Gesundheitsfanatiker ihm einen Denkzettel verpassen. Nick wacht im Krankenhaus wieder auf und der Arzt teilt ihm mit, dass sein Zigarettenkonsum ihm das Leben rettete, aber er höchstwahrscheinlich beim Konsum von nur einer Zigarette sterben würde. Zum Trailer

Filmkritik:

Eigentlich zieht sich Thank You for Smoking wie Kaugummi. Und eigentlich ist der Film mit seiner großen Ironie auch nicht wirklich sehenswert (Ups, habe ich das wirklich gesagt? Naja, ihr werdet sehen, wie schnell sich bei näherer Betrachtung das Blatt wenden kann). Dennoch muss ich sagen, dass mir die Erzählweise sehr gefallen hat. Ich mag es, wenn der Hauptdarsteller seine Geschichte erzählt und kommentiert, am schönsten wird es dann noch, wenn der Protagonist die vierte Wand durchbricht, so, wie wir es aus Kiss Kiss, Bang Bang (Bitte noch so einen Film!) kennen. Das erste Viertel in Thank You for Smoking ist mit kleinen Gags gefüllt, um die Stimmung ein wenig aufzuheitern, aber dennoch möchte der Film nicht so richtig in Fahrt kommen. Aber nun zurück zum Wesentlichen in Thank You for Smoking, dieses liegt nämlich bei Hauptdarsteller Aaron Eckhart (The Dark Knight, World Invasion: Battle Los Angeles), der den überaus überzeugenden Nick Naylor spielt. Dieser ist nämlich dazu verpflichtet, sich für den Tod einzusetzen und ihn schön zu reden. Als Pressesprecher muss er die hungrigen Mäuler mit schönen Worten stopfen, so gelingt es ihm nahezu jedes Mal, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Die Dialogführung in Thank You for Smoking ist somit genial und bis ins kleinste Detail geplant. Alles andere ist hier ein wenig nebensächlich und man sollte sich auf ein Wortgefecht der Superlative bereit machen. Hauptdarsteller Aaron Eckhart (The Dark Knight, World Invasion: Battle Los Angeles) entwickelt sich von Anfang an zum Sympathieträger und geht in seiner Rolle vollkommen auf, und obwohl er sein Talent für die vermeintlich böse Seite einsetzt, muss man sagen: Es macht Spaß, ihm dabei zuzusehen. Die Nachricht lautet: Tu das, was du am besten kannst. Thank You for Smoking bildet einen Humor, der noch schwärzer ist, als die Lunge eines Kettenrauchers. Oftmals bekommt man Witze zu sehen, die nur mit Sarkasmus oder Ironie aufzufassen sind. Dabei wird schnell klar, wie unsere Welt wirklich tickt und dass im Grunde genommen die meisten Menschen schlecht sind und nur Profit im Kopf haben. Thank You for Smoking ist ein Film der großen Worte. Ich muss gestehen, dass mich der Streifen ein wenig müde machte, doch die Show, die Aaron Eckhart (The Dark Knight, World Invasion: Battle Los Angeles) hier abliefert ist einfach grandios und macht die ganze Sache wieder wett.

Filme-Blog Wertung: 7/10

Sieben von zehn Sternchen und das noch mit einem feuchten Händedruck und einem Angebot, eine Zigarette zu nehmen. Thank You for Smoking, aber mit einem Vorsicht Ironie Schild bitte! Der Film überzeugt durch seine geniale Dialogführung und einem Sympathieträger der Extraklasse. Aaron Eckhart (The Dark Knight, World Invasion: Battle Los Angeles) in der Roller als Pressesprecher für die Tabakindustrie überzeugt von Beginn an und schlängelt sich durch das Geschehen als Unschuldslamm. Von Thank You for Smoking kann man noch einiges lernen und man merkt, dass Argumentation fundamental wichtig ist und man selbst schlechte Dinge mit den richtigen Worten schön reden kann. Genauso gut könnte ich mich hier probieren, mit den richtigen Argumenten Thank You for Smoking schlecht zu reden, doch ich bin kein Meister dieser Redekunst und deshalb fordere ich euch einfach auf, Thank You for Smoking anzukosten.

Zitate:

„Dad warum ist die amerikanische Regierung am besten?“ – „Weil man immer wieder Berufung einlegen kann“

Filmfazit:

Achtung! Schwarzer Humor, viel Ironie und ein klasse Aaron Eckhart (The Dark Knight, World Invasion: Battle Los Angeles). Thank You for Smoking ist ein Dialog-Monster und nicht auf die leichte  Schulter zu nehmen.

Filmtrailer:

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2 Gedanken zu “Filmkritik: Thank You for Smoking (2006)

  1. ein gut gemachter film, der auf eine komediantisch, ironischen, und vor allem tragerischen art und weise die gegenwärtige, naive gesellschaft darstellt, die sogar aufhören würde zu atmen, wenn man ihnen “wissenschaftlich” argumentieren würde, dass es nicht nötig sei: die botschaft ist traurig, aber leider wahr, weshalb sich dieser film einen pluspunkt einheimst – aber achtung: menschen, die ohne nachzudenken sich diesen film anschauen, können sogar ins gegenteil abdriften, weshalb ich diesen auch nicht unbedingt jeden empfehlen würde (inbesondere weil es teilweise echt verzwickt aussieht)

    die erzählerperspektive ist toll, einige witze jedoch geschmacklos, aber dennoch größtenteils (ironisch) humorvoll
    alles in allem ein sehenswerter film, wenn man vorher nicht vergisst das gehirn anzuschlaten :D

    persönliche wertung: 7-8/10 (tendierend eher zu 8)

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