Filmkritik: Teeth – Wer zuletzt beißt, beißt am besten (2007)

Teeth

Filmbeschreibung:

Jungfrau aus Überzeugung. Für die junge Highschool-Schülerin Dawn ist Keuschheit alles auf der Welt. Fest davon überzeugt, dass man keinen Sex vor dem Ehegelübde braucht, um ein erfülltes Leben zu führen, vertritt sie diese Meinung durch allerlei Vorträge an ihrer Schule und stößt dabei nicht gerade auf Begeisterung, was ihre Mitschüler betrifft. Doch bei einer dieser besagten Reden lernt sie den jungen Tobey kennen und verliebt sich schon bald in ihn. Tobey fühlt sich zu Dawn ebenfalls hingezogen und lässt keine Minute verstreichen, in der er einen Schritt auf sie zu machen kann. Die erste Umarmung, der erste Kuss und dann folgt was folgen musste. Dawn steigt die ganze Sache zu Kopf, doch Tobey hält daran fest mit ihr zu schlafen und versucht sich an Dawn zu vergehen. Doch da hat Tobey die Rechnung ohne Dawns Körper, oder besser gesagt ohne ihre Geschlechtsmerkmale gemacht, denn diese setzen alles daran, dass Tobey von Dawn ablässt und bald erkennt Dawn, dass sie etwas Einzigartiges ist. Zum Trailer

Filmkritik:

Auch wenn man sich bereits zu Beginn von Teeth denken mag, dass es sich bei dieser Horror-Komödie um Innovation im Filmgeschäft handelt, so wird man sicher umso enttäuschter sein, wenn man erfährt, dass genau dies nicht der Fall ist. Bereits mit dem vorausgegangenen Streifen aus dem Jahr 2003 mit dem etwas anstößigen Titel Penetration Angst – Fick mich und du bist tot – wurde erstmals eine solche Geschichte wie in Teeth nahezu detailgetreu erzählt. Was genau an Teeth nun die Comedy-Elemente sein sollen, ist mir auch bis heute nicht so ganz klar geworden und ich vermute mal, dass diese Genreeinordnung lediglich auf die Banalität der Story an sich zurückzuführen sein dürfte. Besonders für die männlichen Zuschauer dürfte Teeth wohl viel mehr eine Qual, als ein lustiger Horror-Trashfilm sein, denn was hier gezeigt wird, ist nicht gerade die schöne Seite des Horrorgenres und aus dem Kopf gehen wird einem dieser dann doch sehr eigenständige Film wohl auch nicht gerade. Ein paar Schmunzler sind zwar dennoch im Film zu finden (zu nennen ist hier wohl an erster Stelle die letzte Szene und die Szene in der Mutter – der Hund – sich einen kleinen Leckerbissen gönnt. Auf nahezu keinem Gebiet sticht Teeth wirklich aus der großen Menge nicht gerade tiefgründiger Filmchen heraus. Die Schauspieler sind absolut nicht mehr als normales Mittelmaß, bei der Atmosphäre hat man sich ebenfalls keine sonderliche Mühe gegeben und die einzelnen Elemente der Story wiederholen sich nach dem ersten Todesfall durch die bezahnte Vagina immer und immer wieder, bis hin zum Racheakt, der bereits zu Beginn von Teeth zu erahnen war. Letztlich kommen dann noch die unwichtigen Nebenhandlungen, wie die Einlieferung von Dawns Mutter, zum Einsatz und verschaffen Teeth noch einige Minuten mehr Spielzeit zur Entfaltung, die einfach nicht so ganz gelingen will. Für Genre Fans, die sich nicht von der trashigen Geschichte und den wirklich grausamen Entmannungs-Szenen verschrecken oder verstören lassen gibt es an dieser Stelle eine kleine Filmempfehlung für Teeth, wobei ich dennoch ganz stark der Meinung bin, dass ein solcher Film keineswegs massenkompatibel sein wird, allein schon aus dem Grund, dass nahezu jeder ihn eklig oder absolut gestört finden wird.

Filme-Blog Wertung: 5/10

Na, wer hat wohl alles gegoogelt ob es eine Vagina Dentata wirklich gibt?? Auch wenn diese Frage sich sicher einigen Betrachter stellen wird, halte ich es nicht gerade für nötig die Antwort auf diese Frage noch in der Kritik unterzubringen. Teeth gibt sich zwar nicht gerade viel Mühe die ganzen Geschehnisse besonders glaubhaft zu vermitteln und dennoch schafft es der Streifen seine Anhänger zum Nachdenken anzuregen. Fans des trashigen Horrors à la Sexykiller oder auch Tucker & Dale Vs. Evil werden an dieser Stelle sicher weitaus mehr als durchschnittliche fünf Sterne in Teeth sehen, doch aus meiner Sicht sind sechs, oder vielleicht auch sieben Sterne aufgrund der ehe schwachen und schließlich auch irgendwie nur kopierten Story nicht zu rechtfertigen. Abwechslung wird in Teeth ebenfalls nicht in wirklich hohem Maße präsentiert und so kommt es sehr schnell zu immer und immer wieder der selben Todes- oder, naja, nennen wir es einmal Entmannungsart. Immerhin kann der Wandel der anfangs noch so gläubigen und eher harmlosen Dawn hin zu einer skrupellosen und aus Vorsatz handelnden – man verzeihe mir die Wortwahl – „Killerschlampe“ noch für kleine Pluspunkte sorgen, denn dieser wird nachdem die Protagonistin ihr erstes Mal erlebt hat, doch sehr gut verdeutlicht.

Info:

Einen kleinen lustigen Zusatz oder vielleicht auch für den einen oder anderen Zuschauer eine Beruhigung, kann man als Betrachter von Teeth im Abspann des Films erhaschen, denn hier wird logischerweise noch einmal der Satz eingeblendet: No man was harmed in the making of this film.

Filmfazit:

Trash Fans und Anhänger des standardmäßig aufgebauten Horror-Genres können sich Teeth auf jeden Fall einmal ansehen, doch für die breite Masse gibt es hier absolut keine Empfehlung.

Filmtrailer:

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