Sweatshop (2011)

Sweatshop

Filmbeschreibung:

Kaum ein Ort eignet sich wohl besser für eine Raver-Party, als eine stillgelegte Fabrik. Das dachte zumindest eine Gruppe aus Anhänger dieser Szene, welche in der Party eine gute Einnahmequelle sahen und sich in die Fabrik geschlichen hatten, um die Vorbereitungen für den großen Ansturm von Szene-Fans zu treffen. Dem Alkohol nicht abgeneigt und für den einen oder anderen Joint immer offen machen sich die Feierlustigen also an die Arbeit und ahnen noch nicht, zu was für einem blutigen Massaker sich dieser Abend noch entwickeln würde. Tief im Inneren der Fabrik lauern menschenähnliche Wesen – angeführt von einem Kerl mit riesigem Hammer, der bereit ist alles und jeden dem Erdboden gleich zu machen – auf die Trinkfreudigen und stören die letzten Vorbereitungen für die Party, indem sie ein unglaubliches Blutbad auf dem gesamten Gelände anrichten von dem niemand verschont zu bleiben scheint. Zum Trailer

Filmkritik:

Zu aller erst sollte in dieser Kritik sicher erwähnt werden, dass man sich vor dem Betrachten von Sweatshop auf jeden Fall vergewissern sollte, dass man im Besitz der Unrated bzw. Uncut Version des Films ist, denn ansonsten wird man sich hier zwar nicht unbedingt langweilen, aber in jedem Fall – besonders gegen Ende des Films – darüber ärgern, wie unglaubliche viele Schnitte hier gemacht wurden und das in so grober und unverständlicher Form, dass man von der Handlung an sich, wohl nicht mehr viel versteht (siehe: A Serbian Film). Plötzlich haben Darsteller Blut an den Klamotten oder sogar ein riesiges Metallstück mitten durch die Hand, ohne das der Betrachter wissen kann, wie es zu einer solche Situation kommen konnte. Zwar sind die Zensuren an einigen wenigen Stellen von Sweatshop durchaus gerechtfertigt – da der Film sonst keine JK Freigabe durch die SPIO hätte erhalten kann, dennoch ist es absolut ungerechtfertigt, die milderen Szenen direkt mit zu entfernen und den Film absolut unverständlich in einer Spio/JK Version zu veröffentlichen. Dann wäre sicher noch fehlende Haupthandlung zu nennen, denn auch wenn anfangs alles den Anfang macht, als würde man sich hier wirklich auf eine große Raver Party vorbereiten, ist Sweatshop mehr als genug mit perversen Dialogen, Sexszenen und sinnlosen Verstümmelungen durch Wesen – von denen man weder weiß woher sie kommen, noch was sie eigentlich wollen – gezeichnet. Allem voran geht in hier sicher auch – wir nennen ihn an dieser Stelle einfach mal so „Der Schlächter“, der mit seinem gigantischen Hammer weitaus mehr als Nägel in die Wand schlagen kann. Doch ein solcher Splatter braucht nicht viel Handlung, um zu überzeugen und so bietet Sweatshop zumindest einige Momente die man als ungeübter Filmbetrachter sich zum Gruseln empfinden wird, jedoch als eingefleischter Genre Fan eher verschmäht, und das nicht zuletzt aufgrund der – an sehr vielen Stellen von Sweatshop – fehlenden Hintergrundmusik, welche das ganze Geschehen etwas dramatischer und noch schockierender hätte gestalten können. Somit machen sich hier sehr viele negative Aspekte, worunter nicht zuletzt auch das sinnlose und eigentlich überflüssige Gemetzel am Ende von Sweatshop auf jeden Fall hin zugezählt werden darf, in der Wertung des Films bemerkbar.

Filme-Blog Wertung: 3/10

Wenn man beide Augen zudrückt, lässt sich eine drei Sterne Wertung für Sweatshop noch gerade so rechtfertigen, denn die Story des Films scheint genauso mager, wie auch die Leistung der Schauspieler. Überflüssige Dialoge, welche entweder von Sex, Drogen, oder noch mehr Sex handeln, können Sweatshop nicht gerade im positiven Sinne ausschmücken. Offene Fragen; diese sind wohl ebenfalls eines der größten Mankos, welche Sweatshop dem Zuschauer bis zum Schluss vermittelt, denn nicht einmal in der Unrated Version von Sweatshop wird aufgeklärt, woher die Wesen und vor allem „Der Schlächter“ letztendlich gekommen sind oder welches Ziel diese verfolgen, außer sinnlos andere Lebewesen in Stücke zu reißen. Für kleinere Pluspunkte kann lediglich die Atmosphäre von Sweatshop sorgen, welche den gesamten Film über eine gewisse Gruselstimmung vermittelt und durch die fehlende Musik an vielen – eher leiseren – Sequenzen bei dem Betrachter von Sweatshop für beschleunigtes Herzklopfen sorgen kann. Doch auch wenn man die wenigen positiven Aspekte von Sweatshop versucht in den Vordergrund zu rücken und die Unrated Version näher unter die Lupe nimmt – welche nicht gnadenlos von der FSK zerstückelt wurde – lassen sich an dieser Stelle nicht mehr als drei angetrunkene-Raver-Sternchen rechtfertigen.

Info:

In Dänemark wurde Sweatshop lediglich mit einer Altersfreigabe ab 15 Jahren gekennzeichnet und zum landesweiten Verkauf freigegeben. Die deutsche Fassung des Films ist um gute 9 Minuten geschnitten, wobei es sich nicht nur um Zensurschnitte, sondern auch um leichte Handlungsverkürzungen handelt.

Filmfazit:

Für Splatter Fans ist dieser sinnlose Schlachtfilm in jedem Fall ein Muss, jedoch auch nur dann, wenn der Betrachter in Besitz der Unrated Fassung von Sweatshop gelangt ist, denn nur diese enthält die blutigen Szenen welche den Film in ein etwas besseres Licht rücken können, auch wenn diese vielleicht etwas billig herüber kommen, so täuschen sie wenigstens über die scheinbar nicht vorhandene Storyline hinweg.

Filmtrailer:

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