Survival of the Dead (2010)

survival of the dead

Filmbeschreibung:

Und wieder einmal nehmen die Zombies unsere geliebte Erde ein, doch was machen, wenn die Toten nicht da bleiben, wo sie eigentlich sein sollten? Richtig, man sucht sich das letzte verbliebene Plätzchen, wo man noch relativ sicher vor diesen Monstern ist, oder man findet ganz einfach eine Möglichkeit, ihre Fressgewohnheiten zu ändern, sodass sie nicht mehr Menschenfleisch zu sich nehmen möchten. Der Plan der kleinen Söldnertruppe besteht darin, sich von der Armee zu trennen und auf eigene Faust einen sicheren Ort zu finden, deshalb suchen sie eine kleine Insel bei Delaware, die angeblich relativ sicher sein soll. Doch was sie nicht wussten, auf der Insel ist ein jahrelanger Machtkampf zwischen zwei Gruppen im Gange und die Söldnertruppe steht plötzlich mittendrin in diesem Kampf zwischen Erzfeinden. Zum Trailer

Filmkritik:

George A. Romeros Survival of the Dead ist nichts weiter, als eine abgespeckte und günstigere Variante von 28 Days Later. Beginnend mit bereits unglaubwürdigen Szenen, setzt Survival of the Dead alles auf eine Karte: Viel Blut, viel Geballer und viel Menschenfleisch, welches umher fliegt. Die Story von ein paar Soldaten, denen der Krieg zu langweilig und zu ausweglos geworden ist, sticht nicht gerade mit innovativen Ideen hervor und so richtig will der Funke auch nicht überspringen. Zumal man für die Soldaten kaum Sympathie gewinnen kann, obwohl sie ja schlichtweg die Handlungsträger sind, aber vielleicht mag dies auch daran liegen, dass Regiesseur George A. Romero viel auf Sex-Sells setzt und deshalb auch eine skurrile Szene gleich zu Beginn einbaut, bei der man sich fragt, wie tief das Niveau gesunken sein muss (Genau, ich deute hier auf die Szene an, in der man der Söldnertruppe das erste Mal begegnet und die Frau gerade mit einer intimen Sache beschäftigt ist). Keine Jugendfreigabe sollte bei so viel umherfliegenden Menschenfleisch berechtigt sein, denn schließlich ist es in Survival of Dead möglich, einen menschlichen Kopf mit nur einer Pistolen Kugel völlig in der Luft zu verteilen. FSK 18 sollte demnach angemessen sein, doch einerseits sind die Animationen so schlecht, dass dies nicht mehr mit der Realität zu vergleichen ist, ich muss sogar zugeben, dass die Effekte oftmals schlechter sind, als bei Centurion. Um noch einmal ein letztes Mal auf die Story einzugehen, die sich mir immer noch nicht ganz entschlossen hat, da es im Grunde genommen totaler Humbug ist, was man in Survival of the Dead aufgetischt bekommt. Eine kleine Soldatentruppe geriet mitten im Krieg gegen die Zombies in einen kleinen „Bandenkrieg“, der sich dann noch im Westernstyle verliert und lediglich entscheiden soll, wer nun der bessere von den beiden Anführern ist; Skurril, aber leider ist die Story wirklich so. Die Spannung bleibt demnach auch ziemlich im Keller und ist nun wirklich nicht mehr, als unterer Durchschnitt. Im Großen und Ganzen konnte Survival of Dead zwar nicht das erfüllen, was man sich von einem Zombiefilm erhofft, aber unterhalten konnte er trotzdem, wenn man vorher viel Müll gesehen hat und die Erwartungen sehr runterschraubt und vielleicht sollte man Survival of the Dead dann ganz einfach nicht ernst nehmen.

Filme-Blog Wertung: 4/10

Eindimensional und monoton. Survival of the Dead  ist nichts weiter, als ein unterdurchschnittlicher Zombiefilm, der nicht so richtig weiß, womit er punkten sollte. Eine so plumpe und hirnrissige Story schreit normalerweise nach Ironie und Sarkasmus. Ich habe oftmals nachdenken müssen und versucht, die Story in einem anderen Blickwinkel zu sehen, doch so richtig wollte der Funke nicht überspringen. Soviel zumindest zu der Story, die sich übrigens gegen Ende in einem Westernstyle verliert. Die Effekte können Survival of the Dead ebenfalls nicht vor einem schlechten Gesamteindruck schützen, denn wie bereits weiter oben erwähnt, sind diese mehr als miserabel und man muss beten, dass das Popcorn im Magen bleibt; davon hat man nämlich reichlich viel aus Langweile zu sich genommen, da die Spannung leider den Weg aus dem Keller ebenfalls nicht findet. Im Großen und Ganzen bedient sich Survival of the Dead einem kleinen Spektrum und als Zombiefilm wird dieser ebenfalls nicht in die Geschichte eingehen. Vier von zehn Möchtegern-Zombie-Sternchen.

Filmfazit:

George A. Romeros Survival of the Dead ist unspannend und monoton, wie das Malen eines Strichmännchens. Eine eindimensionale und völlig absurde Story runden diesen „Möchtegern“ Zombiefilm ab und schaffen ein unterdurchschnittliches Popcornkino.

Filmtrailer:

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5 Gedanken zu “Survival of the Dead (2010)

  1. Hi,

    klasse Kritik auch wenn mich der Film nicht grad anspricht. Dennoch schaue ich ab jetzt hier öfters rein. Weiter so.

    Lg Sven

  2. Wirklich ein schwacher Beitrag zu Romeros “…of the Dead-Serie”.
    Survival ist wirklich der absolute Tiefpunkt der Reihe. Während Romero bei allen anderen Teilen noch einen Hauch Gesellschaftskritik und Satire eingebaut hat, gehen diese wichtigen Komponenten dem aktuellsten Teil völlkommen ab. Laut dem Regiesseur selbst soll der Film ein Abbild der politischen Lager in den USA sein… Es ist sehr traurig, dass der eigentliche Meister des Zombiefilms einen solchen Streifen rausbringt – und das sage ich, der selbst Diary of the Dead noch ein kleines bisschen was abgewinnen konnte.

      • Ja, der müsste das sein – Diary ist auch in so ‘ner Cam-Optik gehalten; war aber an sich ganz passend. Lustig ist, dass das Wohnmobil/Auto (?), das in Survival von den Soldaten überfallen wird, das aus dem Vorgänger ist.
        Aber die letzten Filme von Romero sind echt nicht mehr das Beste! Night, Dawn und Day sind allerdings zu Recht moderne Klassiker.

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