Storage 24 (2012)

Storage 24

Filmbeschreibung:

Charlie hat sich gerade frisch von seiner Freundin Shelley getrennt und will mit seinem Kumpel Mark noch ein letztes Mal zu ihr fahren, um sie nach den wahren Gründen für das Beziehungs-Aus zu fragen. Doch die beiden finden sich unerwartet im totalen Verkehrschaos auf den Straßen von London wieder. Schnell wird den beiden besten Freunden klar, was hier passiert ist. Ein Flugzeug ist mitten über der Stadt abgestürzt. Doch als wäre das ganze noch nicht tragisch genug, müssen die beiden nach der Ankunft bei Shelley schnell feststellen, dass besagtes Flugzeug eine Fracht der etwas anderen Art an Bord hatte. Der Lagerkomplex, in dem sich Charlie, Mark, Shelley und ihre Freunde Nikki und Chris befinden, ist von innen verriegelt und ein Entkommen somit unmöglich. Natürlich ist auch die mysteriöse Fracht aus dem Flugzeug nicht weit entfernt und es entbrennt ein verzweifelter Kampf um Leben und Tod mit einer außerirdischen Spezies, bei dem viele dunkle Geheimnisse ans Licht kommen… Zum Trailer

Filmkritik:

Ich habe den Titel gesehen und dachte: Okay, ein weiterer schlechter B-Movie; wird schon nichts Aufregendes sein. Ich habe das Cover gesehen und dachte: Hmm, das bestätigt meinen ersten Eindruck, bin mal gespannt was der Trailer so hergibt. Natürlich habe ich mir auch diesen anschließend mal einverleibt und musste gestehen, dass ich doch schon recht überrascht war, von der Hochglanzoptik, in der sich Storage 24 hier präsentiert. Dann hab ich mich endlich an den Film gewagt und wurde mal wieder eines Besseren belehrt. Ja, ich habe mich wohl ordentlich austricksen lassen von Cover und Titel, die beide keinen überdurchschnittlich guten Sciene-Fiction-Horror-Mix erwarten ließen. Doch genau das ist Storage 24. Nicht mehr und nicht weniger. Und als ich dann noch gesehen habe, wer bei dem kleinen Direct-to-DVD Filmchen als Hauptdarsteller und Writer tätig ist, war für mich klar, dass mich mit einem Noel Clarke (Doghouse, Centurion, 4.3.2.1) Film bestimmt kein totaler Reinfall erwarten würde. Und so war es. Die Atmosphäre in  Storage 24 kann man von Anfang bis Ende als gelungen beschreiben und die Darsteller machen ihre Sache entgegen aller anfänglichen Skepsis wirklich gut und wissen durchaus von sich zu überzeugen. Dann kam es zur Nebenhandlung, die in solchen Streifen wie Storage 24 normalerweise so unterirdisch schlecht ist, dass man hin und wieder pausieren muss, um sich von dem Film zu erholen. Doch auch das sollte bei Storage 24 gänzlich anders sein. Das nette Beziehungsdrama, bei dem nebenbei gesagt eine ganze Menge ehrlicher Worte fallen und bei dem ein wirklich ernstzunehmendes Thema behandelt wird, weiß den Betrachter zu unterhalten und zieht Storage 24 nicht bloß künstlich in die Länge. Endlich mal wieder ein Film der seiner Laufzeit entsprechend viel Story zu bieten hat und den man nicht aus Kostengründen auf halber Strecke hat abbrechen müssen oder den man wie einen alten Kaugummi vergebens versucht in die Länge zu ziehen. Mag sein, dass vielen Betrachtern das Geschehen von Storage 24 nicht lange im Gedächtnis bleibt und man sich nach wenigen Tagen schon nicht mehr an diesen verdammten Titel von dem Film erinnern kann, den man doch neulich noch auf dem DVD-Abend mit Freunden gesehen hat. Storage 24 heißt er und genau an dieser Stelle gibt es für Storage 24 auch eine kleine aber feine Empfehlung meinerseits für alle Fans von hochwertigeren B-Movies, deren roter Faden nicht nach wenigen Minuten verblasst und die man sich guten Gewissens mal anschauen kann. Unterhaltsam ist die Storyline nämlich ganz sicher und alle Kritiker, die den Film zu billig finden und denen der Tiefgang fehlt, die können sich ja stattdessen einen zehn Sterne Blockbuster im Kino anschauen und müssen sich gar nicht erst auf Storage 24 einlassen.

Filme-Blog Wertung: 6/10

Hochwertige sechs Alien-Sternchen sichert sich der kleine Bruder von Filmen wie District 9 oder auch World Invasion: Battle L.A., der vor allem durch seine düstere und einengende Atmosphäre in den schmalen Gängen des Lagerkomplexes zu überzeugen weiß. Gut platzierte Schockmomente und bedrückende Musik untermalen das Geschehen von Storage 24 und verstärken das Angstgefühl des Betrachters genau an den richtigen Stellen. Die Darsteller, allen voran Noel Clarke (Doghouse, Centurion, 4.3.2.1) und Antonia Campbell-Hughes (The Task) ziehen den Zuschauer überraschenderweise recht schnell in ihren Bann und der Betrachter geizt bei Storage 24 vermutlich auch nicht mit Sympathie für den armen Ex-Freund, der hier ordentlich ausgenutzt wurde. Sogar die Nebenhandlung langweilt nicht auf ganzer Linie und ist für einen B-Movie in Hochglanzoptik überraschend unterhaltsam. Das Ende hat zumindest aus meiner Sichtweise Lust auf mehr gemacht und Fans des Films bleibt wohl nichts anderes übrig als abzuwarten, ob uns Regisseur Johannes Roberts noch einen weiteren Ableger von Storage 24 ins DVD-Regal zaubert. 

Filmfazit:

Besser als gedacht. Bei Storage 24 sollte man sich nicht von Cover oder dem nicht sehr aufschlussreichen Titel täuschen lassen, sondern sich vielmehr mithilfe des Trailers ein Bild von dem Streifen machen. Klarer Filmtipp für B-Movie, Sci-Fi und Horrorfans meinerseits.

Filmtrailer:

Facebook Kommentare

Facebook Kommentare

Add Comment Register



Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>