Seconds Apart (2011)

Seconds Apart

Filmbeschreibung:

Die beiden Brüder Jonah und Seth besitzen ein ganz besonderes Verhältnis zueinander. Sie sind Zwillinge. Doch anders als bei den meisten solcher – nur wenige Lebenssekunden voneinander getrennter – Menschen sind Jonah und Seth in der Lage ihre telekinetischen Fähigkeiten dazu zu verwenden, anderen Menschen in ihrer Umgebung zu schaden und ihnen grausame Dinge anzutun. Um auch noch länger von diesen, für die beiden schönen Momenten zu profitieren, halten die Brüder ihre Morde auf Video fest und ergötzen sich jeden Abend vor dem Einschlafen an den grauenhaften Dingen, welche sich an diesem Tag fabriziert haben. Doch alles scheint sich zu verändern, als einer der beiden Brüder die Bekanntschaft der hübschen Eve macht und sich nach und nach zu dieser hingezogen sieht. Doch als Seth dies mitbekommt, sieht er das ganze Projekt in Gefahr und es beginnt ein erbitterter Kampf zwischen Bruder und Bruder. Zum Trailer

Filmkritik:

Bereits der Trailer zu Seconds Apart machte einen sehr mysteriösen und auch irgendwie ziemlich ansehnlichen Eindruck. Doch leider war ich umso mehr von dem wirklichen Film enttäuscht und fragte mich, wie man einen mehr als zwei Minuten dauernden Trailer mit sehr vielen spannenden und ansprechenden Szenen von einem solchen Streifen zusammenstellen konnte. Zwar ist das Thema, welches Seconds Apart behandelt sehr interessant und beinhaltet einen ganzen Haufen vielversprechender Psycho-Elemente und ebenso viel an Potential, welches man nur leider irgendwie völlig vergessen hat einzusetzen. Dennoch muss man auch loben, dass besonders die beiden Hauptdarsteller von Seconds Apart (Edmund Entin, Gary Entin) vor allem mit ihrer Emotionslosigkeit und ihrer inneren Kälte dafür sorgen, dass der Film umso gestörter herüberkommt und sich tief in die Köpfe der Betrachter einbrennt. Und auch wenn sie glauben noch so gleich zu sein, sind sie doch weit voneinander entfernt, was ihre etwas andere Lebensweise betrifft, und sich besonders in Jona’s veränderter Lebensweise und seinen immer mehr zum Vorschein kommenden Emotionen widerspiegelt. Atmosphärisch gesehen bewegt sich Seconds Apart stets auf einer sehr düster gehaltenen Ebene und die oft triste Szenerie passt zu diesem Streifen einfach wie die Faust aufs Auge. Wenn da nur nicht dieses Manko mit der Story wäre. Es fällt wirklich unglaublich schwer den Film lange mit Spannung zu verfolgen, denn anfangs brodelt dieser nur so vor erzeugter Verwirrung in den Köpfen der Zuschauer, macht es seinen Betrachtern aber später umso schwerer, dem eigentlichen Handlungsverlauf zu folgen. Meiner Meinung nach ist es besonders die Nebenhandlung mit dem entstellten Cop, welche Seconds Apart zunehmend kaputt macht und ihm nahezu sämtliche Spannung aussaugt. Eine einzig und allein auf den beiden Brüdern und deren Fähigkeiten basierenden Handlung hätte Seconds Apart sicher um einiges besser getan. Immerhin wird dem Betrachter aber in Seconds Apart dennoch eine lückenlose Erklärung für die Fähigkeit der beiden Brüder geliefert, welche diesen bereits von Geburt an gegeben wurde und auch eine sehr wichtige Rolle in dem Familienleben der beiden spielt. Eine Frage sollte man sich allerdings bei Seconds Apart stellen und zwar, ob eine FSK 16 Wertung für diesen schon etwas härteren Psycho-Streifen nicht vielleicht doch etwas mild ist.

Filme-Blog Wertung: 4/10

Gerade noch so kann Seconds Apart sich eine nicht gerade glänzende vier Sterne Wertung sichern, denn hier gibt es wirklich eine ganze Menge stark ins Gewicht fallender Kritikpunkte. Da wäre zum Einen die einfach an vielen Stellen fehlende Spannung besonders in der langweilenden Nebenhandlung des Cops zu nennen, der mit nichts anderem beschäftigt ist, als die Zwillinge zu jagen und sich Gedanken um den Tod seiner Frau zu machen, welcher im Endeffekt nur sehr kurz in den letzten Minuten des Films noch einmal an Wichtigkeit gewinnt. Des Weiteren ist die Auflösung der ganzen Geschichte nicht gerade typisch für einen Horrorfilm dieser Art, denn sie wird doch tatsächlich plausibel und sehr leicht verständlich erklärt, sodass der Betrachter sich kaum noch Gedanken über Seconds Apart machen muss und den Film getrost im DVD Regal verstauben lassen kann – So ganz ohne Verständnisfragen beim Zuschauer zu hinterlassen, scheint in diesem Genre also auch nicht so die richtige Lösung zu sein.  

Filmfazit:

Für Fans von Psycho-Horrorfilmen wie Shelter oder sonstigen paranormalen Häppchen sicher einen Blick wert. Als Film an sich jedoch ganz klar eine viel zu große Menge an ungenutztem Potential, was sich besonders bei der eigentlich sehr interessanten Haupthandlung als umso unpassender herausstellt.

Filmtrailer:

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