Road Train (2011)

Road Train

Filmbeschreibung:

Ein netter Campingausflug zweier Pärchen irgendwo im nirgendwo entwickelt sich nach und nach zum dem schlimmsten Alptraum der vier Teenies Craig, Nina, Liz und Marcus. Mitten in der Wüste bemerken die Vier plötzlich einen riesigen Road Train, der sich ihrem Auto verdächtig schnell nähert und sie schließlich von der Straße abbringt. Bis auf Craig, der sich bei dem Unfall den Arm stark verletzt hat, geht es allen den Umständen entsprechend gut. Schnell bemerken die Jugendlichen, dass der Road Train nur wenige Meter nach dem Unfall angehalten hat und sie beschließen sich dem Fahrzeug zu nähern. Von dem Fahrer des Trucks ist zwar vorerst keine Spur, doch als die Freunde bemerken, dass der Schlüssel noch im Schloss steckt, erkennen sie in der Ferne auch den Fahrer, der sich mit einer Pistole bewaffnet nähert. Ihr einziger Ausweg ist also die Flucht mit dem Road Train, doch die Jugendlichen konnten ja nicht ahnen, mit welchen Kräften sie es bei dem Fahrzeug zu tun bekommen würden und das der Truck seine eigenen Ziele verfolgt. Zum Trailer

Filmkritik:

Road Train. Man nehme die Story aus Prey – Outback Overkill, die ich hier noch einmal kurz zusammenfassen werde: „Eigentlich hatten die drei Pärchen bloß vor, einen gemütlichen Ausflug in die Wüste zu machen, um sich von ihrem Arbeitsalltag eine gute Abwechslung zu verschaffen. Doch auf dem Weg durch die trockene Einöde kommen sie plötzlich immer weiter vom eigentlichen Weg ab und verfahren sich letztendlich gnadenlos im Niemandsland. Doch nicht einmal annähernd konnten die drei Pärchen erahnen, was dort – weit Weg vom Highway – für dunkle Mächte auf sie warten.“ Nun addiere man einen Road Train dazu, dezimiert die Zahl der Pärchen von drei auf zwei und multipliziere es letztlich noch mit einer kleinen Portion Dark Country. Was aus diesem Gemisch vieler unglaublich schlechter C-Movies entsteht, nennt man dann wohl in Fachkreisen Road Train. Innovativ ist die Story also schon mal nicht, doch wie sieht es mit den Darstellern aus? Können die das Ganze retten? Naja, retten ist vielleicht das falsche Wort, aber für einen B-Movie sind Bob Morley  – in der Rolle des Craig – und seine Schauspielkollegen zumindest ausreichend. Wofür ich allerdings absolut kein Verständnis habe ist, wieso man jedes Mal in einem eigentliche akzeptablen Horror-Road-Movie, in dem zumindest ansatzweise einiges an Potenzial steckt, irgendwelche dunklen Mächte verstecken muss, die sich nach und nach entfalten und das ganze Geschehen ziemlich ins Lächerliche ziehen. Scheint wohl trauriger Standard geworden zu sein ein bisschen Mystery-Feeling oben drauf zu packen. Auf jeden Fall war das Ende für jeden, der den oben erwähnten Dark Country schon gesehen hat, bereits im Voraus zu erahnen und somit nicht mehr wirklich spannend. Von einer gelungenen Gruselatmosphäre kann man in Road Train nicht gerade reden, denn nahezu alles spielt sich tagsüber ab und beklemmend kommt die ganze Geschichte auch nur sehr selten herüber. Abgelenkt wird man als Betrachter zusätzlich von dem ständigen Beziehungswechsel von Craig & Nina und Craig & Liz.

Filme-Blog Wertung: 4/10

 

Als wären mordende Killerreifen à la Rubber noch nicht genug. Nein, jetzt kommen auch noch Road Trains, die mit Blut im Tank angetrieben werden und die ihre Opfer – Ach, seht’s euch am besten einfach selbst an, bevor ich das Ende bereits an dieser Stelle ausplaudere. Dennoch ist Road Train immerhin deutlich erträglicher anzusehen als Prey – Outback Overkill - oder andere Genre-Kollegen, mit einer deutlich schlechteren Wertung. Somit gibt es im Endeffekt vier relativ schwache blutbeschmierte Sternchen, die sich hauptsächlich aus dem Grundgerüst der Story ergeben, die zumindest einiges an Potential hätte freisetzen können. Ein kleines Wort noch zur FSK Einstufung, die ich an dieser Stelle für recht grenzwertig halte. Da gab es schon für deutlich weniger Blut und Gewalt eine FSK 18 Einstufung! Die Atmosphäre von Road Train kann leider nur aus Sicht einer Road-Movie Aufmachung für Pluspunkte sorgen, für einen wirklichen Horror-Thriller jedoch fehlt es mir hier einfach an beklemmenden und wirklich düsteren Momenten. Letztlich handelt es sich an dieser Stelle also um einen akzeptablen Zeitvertreib, bei dem sicher einiges mehr drin gewesen wäre und der einfach nicht so ganz aus sich raus kommen will.

Filmfazit:

Was zu Beginn noch nach einem Horrorfilm aussieht, wie er sein soll, entwickelt sich in Road Train nach und nach zu einem mit Science-Fiction Elementen bestückten Mysterystreifen, der sich selbst durch diverse oben genannte Aspekte das Benzin aus dem Tank nimmt.

Filmtrailer:

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15 Gedanken zu “Road Train (2011)

  1. Zum Glück war da noch der Trailer… ;-)

    Sonst hätte ich anhand des Titels den Film gar nicht wieder erkannt, anhand fehlender Erinnerung daran. Weshalb? Weil bei mir nicht viel von dem Machwerk zurückgeblieben ist, obwohl es noch gar nicht mal so lange her ist, seit ich ihn im TV gesehen habe.
    Filme mit intelligenten Maschinen sind einfach nicht mein Fall. (Obwohl es da auch gute in diesem Genre gibt, z. B. Terminator.)
    Soweit ich mich erinnere, wurden auch die fremden Mächte nur angedeutet, ohne dass man einen Schimmer davon bekam, woher sie stammten bzw. welche Ziele sie eventuell haben könnten.
    Insofern eher arm an Story, aber für’s Gucken so nebenher noch annehmbar, da er nicht unbedingt langweilig war.

    Soviel auf die Schnelle, weil ich zufällig schon wieder auf diesem blog gelandet bin. ;-.)

    lg.
    Amanita

    • Die Filme mit den düsteren Mächten sind es irgendwie die sich, seien sie noch so niveaulos und unsinnig, in meinem Kopf festsetzen…

      Zwar verbinde ich damit größtenteils negative Erwartungen aber irgendwie habe ich auch einfach immer Vergleiche zu Dark Country, oder Prey – Outback Overkill – etc. im Kopf^^

      Hoffe mal du landest noch öfter hier, schließlich fehlt nur noch 1 Kommentar und wir haben die 1000 voll! ;)

      lg.

      Simon

  2. Na dann hoffe ich doch, dass ich jetzt noch rechtzeitig erscheine, um den Tausendsten Kommentar zu verfassen. Gibt es etwas zu gewinnen, oder war jemand schneller als ich? ;-)

    Filme mit düsteren Mächten gibt es meines Wissens zu Hauf, wobei ich die wenigsten davon gesehen habe. Ist einfach nicht mein Genre.
    Es gibt allerdings auch Ausnahmen, wie zum Beispiel Shining, den ich allerdings auch (wie sollte es bei mir anders sein :-) ) erst über den Umweg über das gelesene Buch kennengelernt habe. Wie habe ich mich blöd gefühlt, damals, als bei uns all die neuen Videotheken aufgemacht haben, von einer Videothek zur anderen zu laufen, nur um festzustellen, dass niemand den Film kannte, geschweige denn, mir verleihen könnte. Heutzutage unvorstellbar, da Shining doch mittlerweile Kult ist, oder? ;-)

    Tja, die Düsteren Mächte werden für so viele sinnlose Filme verbraten und wenigen Autoren fällt eine intelligente Story dazu ein. Ich hoffe ja, dass Dein Film-Tipp A Lonely Place to Die meinen Erwartungen entspricht, da ich ihn nun tatsächlich bekommen konnte. Bin schon sehr neugierig. (Das nur nebenbei.)

    lg.
    Amanita

    Ich hoffe, dass ich es diesmal mit der Formatierung geschnallt habe…

      • Das freut mich. :-)
        Etwas gewonnen habe ich wohl doch nicht. Schade.
        Ist aber trotzdem so eine Art Genugtuung für mich, eine Runde Zahl erreicht zu haben. Was mich aber auch nicht davon abhält, weiter im blog zu kommentieren. Seltsamerweise habe ich ein paar Tage frei bekommen und kann Euren blog noch bis Sonntag begleiten. Also nicht verzweifeln, wenn ich in den nächsten Tagen immer mal wieder auftauche.

        lg

    • Hallo Amanita,

      jetzt mal nicht so gierig ;) Hatten überlegt ein kleines Gewinnspiel zu machen, es aber dann doch gelassen…

      Ach, Shining, ja, wie konnte ich den vergessen.. Ist aber auch schon eine ganze Weile her… Hat mir sogar recht gut gefallen damals, wenn ich mich da richtg erinnere… Das Buch sagt mir – wie immer – leider nichts ;) aber ich vermute mal es war wie es immer war und auch hier wurde die künstlerische Umsetzung ziemlich verhunzt?!

      Oh ja ich bin schon auf den Kommentar gespannt zu meiner Empfehlung ;)

      Formatierung klappt wie es aussieht….

      lg. und noch einen schönen Abend

      Simon Ulm

  3. Ich hasse die Bloggerei.

    Das bezieht sich jetzt nicht auf diesen blog. Aber Bilder hin und her zu schaufeln, Texte ins richtige Format zu bringen … nee, das hatte ich mir ein wenig einfacher vorgestellt.

    Schade, dass ich als potentioneller Mitspieler und Gewinner auf meinen Gewinn verzichten muss. Schade, schade. :-)

    Nein, gar nicht. Shining wurde nicht verhunzt. Im Gegenteil. Ein Top-Film und ein Top-Jack Nicholson (oder wie der sich schreibt).
    Dazu könnte ich mir eine kurze Filmkritik hier vorstellen, zu schreiben.

    A Lonely Place to Die ist nicht vergessen. Den Beginn habe ich mir gestern angesehen, kam aber nicht bis zum Ende.
    Ich versuche es nun noch einmal und hoffe, dass tatsächlich “ein Kind gerettet” wird.
    Und wenn ich dann schlauer bin, nach dem Film, gibt es auch einen Kommentar.

    Nun aber erst mal gucken…

  4. Macht doch nichts, wenn es mal länger dauert. Ich bin es schon gewohnt, dass mein blog nicht gut besucht wird. ;-)

    Noch mal kurz zur “gelungenen Verfilmung” von Shining. Ich bezog mich damit auf Stanley Kubricks Verfilmung von 1980. Der Buchautor Stephen King war mit der Verfilmung nie zufrieden, so dass 1997 nach seinem Drehbuch ein ein viereinhalbstündiger Film (Mehrteiler?) produziert wurde. Ja, ich glaube, es waren tatsächlich mehrere Teile, weiß aber nicht mehr, wie die aufgeteilt waren und wie lange sie jeweils gingen.
    Die 1997-er-Produktion hielt sich eng an das Original-Buch, was aber kein Wunder ist, mit Stephen King als Drehbuchautor und Produzent. Ich habe mal probiert, mir das Werk anzusehen, bin aber, soweit ich mich erinnere, nicht damit fertig geworden, mir sämtliche viereinhalb Stunden anzugucken. Irgendwann ging mir die Geduld aus.
    Was eigentlich seltsam ist. Denn komischerweise habe ich das Original-Buch komplett durchgelesen, was ganz sicher mehr als viereinhalb Stunden gedauert hat.
    Wer Steven King als Buchautor kennt, wird wissen, dass dort immer sehr viel gelabert wird und Bücher mit 1.000 Seiten und mehr für ihn nichts Ungewöhnliches sind. Dass er jedoch sehr unterhaltsam “labert”, rechne ich ihm hoch an. Doch sollte er lieber die Finger davon lassen, sich an Filmproduktionen zu beteiligen. Ich erspare mir hier, eine Liste der schlechten Filme zu erstellen, an denen er beteiligt war. Er sollte lieber weiter tun, was er am besten kann: schreiben.

    Auch Kubricks Shining (1980) ist mit knapp 2 Stunden nicht unbedingt kurz, beschränkt sich jedoch auf die wichtigsten Sachen und verliert sich nicht in Nebenschauplätzen. Kubrick, der als Perfektionist bekannt war, hätte den Film sicher mit mehr Details angreichert, wenn er es für nötig befunden hätte. Doch so, wie er ihn gemacht hat, ist er perfekt. Ich denke sowieso nicht, dass 1980, als der Film erschien, viele Kinobesucher das Buch überhaupt gekannt haben. Insofern sollte man den Film nicht als “Buchverfilmung” verstehen, sondern einfach als einen eigenständigen Film.
    Dass Stephen King mit dem Film nicht zufrieden war, liegt meiner Meinung nach nicht an dem Film, sondern an Kings Bestreben, gute Stories in Endlos-Epen ausarten lassen zu müssen. (Was meiner Meinung nach in der Literatur gelingt – und ich liebe viele der Bücher Kings -, im Film jedoch unbedingt anders ausgedrückt werden muss. Zum Glück gibt es auch sehr viele King-Verfilmungen, die grandios geworden sind, auch hier erspare ich mir eine Liste. Film-Freunde wissen längst, was ich meine. :-) )

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