Ring Around the Rosie (2006)

Dark Memories

Filmbeschreibung:

Karen ist bereits seit Tagen geplagt von Alpträumen und wird Nacht für Nacht um ihren Schlaf gebracht. Als sie dann auch noch erfährt, dass ihre Großmutter gestorben ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie beschließt, das ihr vermachte Landhaus auszuräumen und zu verkaufen und findet auch die Unterstützung dazu bei ihrem Freund Jeff. Doch nach wenigen Tagen muss Jeff aus geschäftlichen Gründen die ländliche Gegend verlassen und Karen macht die Bekanntschaft ihres Nachbarn Pierce, der ihr bereits ab dem ersten Tag sehr Suspekt erscheint und mit der Zeit immer aufdringlicher wird. Doch als wäre das alles immer noch nicht genug wird Karen mit jeder Nacht, die sie in dem verlassenen Landhaus verbringt, an dem viele Erinnerungen an ihre Kindheit hängen, vermehrt von Visionen geplagt die sie immer weiter in den Wahnsinn treiben. Doch was hat nun der mysteriöse Nachbar mit all diesen Vorkommnissen zu tun? Zum Trailer

Filmkritik:

Wieder zurück im Horror-Genre hab ich mir dieses Mal Ring Around the Rosie, Fear Itself, Dark Memories, oder unter welchem Titel dieser Film auch immer am Geläufigsten ist angetan. Ja angetan, denn Ring Around the Rosie war mal wieder einer der vielen Fehlgriffe, denen ich in letzter Zeit scheinbar schutzlos ausgeliefert bin. Die Darsteller sind ja noch ziemlich in Ordnung, dafür das es sich hier um einen eher zweitklassigen und vermutlich ziemlich unbekannten Ableger der B-Movies handelt, aber die Story ist weder innovativ, noch spannend, noch will man sich als Betrachter so wirklich in diese hineinversetzen. Es zieht einfach alles an dem Zuschauer vorbei und 84 Minuten lang wird man in Ring Around the Rosie mit wiederkehrenden Alpträumen und Visionen der hübschen Protagonistin geplagt. Untermalt wird das Ganze dann hin und wieder mit beklemmenden Sounds oder auch einfach nur mit einer andächtigen Stille in den ersten 20 Minuten, in denen in Ring Around the Rosie nahezu nichts passiert. Ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig ist vermutlich für einen Großteil der Zuschauer auch Karnes Schwester Wendy, gespielt von Jenny Mollen (Crazy, Stupid, Love), die ab gut der Mitte des Films in Erscheinung tritt und es ebenfalls nicht mehr schafft, das bis zu dieser Stelle verschenkte Potential wieder irgendwie auszubeulen. Von dem Ende von Ring Around the Rosie mal ganz zu schweigen, denn ein solches hat man schon lange nicht mehr gesehen und es dürften sich sicher nur die wenigsten Zuschauer mit einer solch plumpen Erklärung abfinden wollen. Atmosphärisch gesehen kann man sich hingegen zurücklehnen und genießen, auch wenn man die verlassene Landhausatmosphäre ja bereits aus diversen Streifen wie The Messenger etc. deutlich besser gewohnt sein dürfte. Schocker gibt es in Ring Around the Rosie nahezu keine und somit bleibt es lediglich der nette Nachbar von nebenan, der in Ring Around the Rosie zwar leicht zu durchschauen, aber dennoch ganz unterhaltsam ist. Verwirrung kommt dann zu allem Übel auch noch auf, denn gerade im letzten Drittel des Films wird es immer schwerer auseinander zu halten, was Traum und was Realität ist. Ein kleines Zwischenfazit fällt also eher negativ aus und ich kann persönlich wirklich nur von diesem Möchtergernfilmchen abraten, wenn man nicht gerade ein wirklich Fan von drittklassigen Psychofilmen ist, die mehr langweilen als das sie letztlich unterhalten.

Filme-Blog Wertung: 3/10

Vier Sterne hätte sich Ring Around the Rosie sichern können, wäre da nicht dieses wirklich mehr als schwachsinnige Ende gewesen, dass einfach alles was vorher geschehen ist wieder zu Nichte macht. Gerade Gina Philips (Jeepers Creepers) in der Rolle der labilen Karen hat ihre Sache eigentlich ziemlich gut gemacht und konnte ihre Verzweiflung spürbar an den Betrachter herüber bringen, auch wenn es dann hin und wieder diese miesen Special-Effects gab, die das ganze Szenario doch wieder etwas zu weit hergeholt erscheinen lassen. In Sachen Spannung gibt es hier leider ebenfalls weitere Abzüge, denn abgesehen davon, dass in Ring Around the Rosie eine dramatische Geschichte an den Zuschauer vermittelt werden soll, die gegen Ende immer schwerer zu durchblicken wird, wenn Karens Visionen und Albträume heftiger und vermehrt auftreten, gibt es hier nicht wirklich viele Aspekte, die einen als Betrachter wirklich unterhalten können. Drei schwache Alptraumsternchen für einen eher unterdurchschnittlichen Spuk-Psycho-Streifen.

Filmfazit:

Keine Empfehlung meinerseits. Ring Around The Rosie bietet nur wenige unterhaltsame Minuten und verbreitet kaum Gruselstimmung. Mit einem klassischen Horrorfilm hat dieser Streifen nahezu nichts mehr gemeinsam und erinnert vielmehr an ein drittklassiges Psychodrama.

Filmtrailer:

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2 Gedanken zu “Ring Around the Rosie (2006)

  1. Um den Schlaf gebracht werde ich auch seit einigen Tagen. Was ich damit zu kompensieren suche, mir nachts ellenlange Spielfilme anzusehen. ;-)
    Ring around the Rosie habe ich noch nicht gesehen. Doch hat der Titel etwas Geheimnisvolles, was mich zum Sehen des Film animiert. Muss ich unbedingt haben.

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