Filmkritik: Real Steel – Stahlharte Gegner (2011)

real steel

Filmbeschreibung:

Im Jahre 2020 wird die Welt des Boxsports auf ein neues Niveau gehoben. Die vormals menschlichen Kontrahenten werden durch überlebensgroße Roboter ersetzt, die dem Publikum immer spektakulärere Kämpfe liefern sollen. Neben der offiziellen Roboterliga, der WRB (World Robot Boxing), läuft ein reges Wettgeschäft in den in zahlreichen Untergrundarenen ab, in welchen Charlie Kenton, ehemals ein aufsteigendes Boxtalent, häufig mit seinen vom Schrottplatz zusammen gebastelten Kämpfern antritt. Leider stellt sich bei ihm kein nachhaltiger Erfolg ein und so muss er immer häufiger von seinen Gläubigern fliehen. Und plötzlich, mitten in seine Welt, bestehend aus Roboterkämpfen, im LKW schlafen und so schnell wie möglich Fersengeld geben, wenn es mal brenzlig wird, taucht sein elfjähriger Sohn Max (Dakota Goyo) auf. Nur widerwillig nimmt sich Charlie ihm an, kann er doch nicht wirklich gut mit Kindern. Gut nur, dass dieser ein genauso großer Fan des Roboterkampfes ist wie sein Dad. Gemeinsam machen sie sich auf den Champion der WRB zu schlagen. Zum Trailer

Filmkritik:

Riesige Roboter die sich gegenseitig verschrotten, hört sich schon mal nicht schlecht an. Denn selbst wenn man kein Fan des Boxsportes ist, macht es doch Spaß zuzuschauen, wie sich die metallischen Kämpfer in Real Steel gegenseitig auf den Deckel geben und in ihre Einzelteile zerlegen. Denn im Ring sind alle Regeln erlaubt, was dem Publikum – und dem Zuschauer – gefällt. Und trotzdem werden den Robotern im Film, sei es die große alles überragende Kampfmaschine Zeus oder dem kleinen Sparringroboter Atom, menschliche Züge zugesprochen. Ob Atom aber, wie im Film mehrfach angesprochen wird, wirklich ein Fünkchen Menschlichkeit besitzt, bleibt bis zum Schluss offen; damit verschenkt Real Steel zwar in mancherlei Hinsicht etwas Potential, konzentriert sich aber andererseits auf das Wesentliche. Denn im Vordergrund steht dann immer noch die sich entwickelnde Vater-Sohn Beziehung von Charlie und Max. Wobei sowohl Hugh Jackman, den man ja schon aus zahlreichen Filmen wie z.B. Wolverine aus der X-Men -Reihe kennt, als auch Dakota Goyo (spielte den jungen Thor im gleichnamigen Kinofilm von 2011) eine gute Figur abgeben. Nichtsdestotrotz ist es kein sehr anspruchsvoller Film, der den Zuschauer beispielsweise mit gesellschaftskritischen Fragen oder Problemen bombardiert und zum Nachdenken anregen möchte. Real Steel ist kindgerechtes Popcornkino in Reinkultur – nicht mehr aber eben auch nicht weniger.

Filme-Blog Wertung: 7/10

Real Steel ist komplett auf die Vater-Sohn-Beziehung und actiongeladenden Roboterkämpfe angelegt. Natürlich bleibt die Handlung dabei absolut vorhersehbar, kann aber durch ein gelungenes Setting punkten. Real Steel ist es ein guter Film, der sich für einen schönen Filmabend eignet. Der Film bekommt sieben Punkte von mir, weil er neben einer toll inszenierten Vater-Sohn Beziehung und guten Schauspielern auch mit soliden CGI-Effekten aufwarten kann. So fallen die riesigen Roboter gar nicht so sehr aus der realen Welt heraus, sondern fügen sich sehr homogen in das Bild ein. Wie schon erwähnt ist es kein sehr anspruchsvoller Film, aber eine sehr schöne Geschichte über ein Vater-Sohn-Gespann, dass es mit Hilfe eines kleinen Roboters zum einen zu sich selbst findet und es zum anderen bis nach oben schaffen kann. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf den zweiten Teil, der schon angekündigt worden ist.

Filmfazit:

Real Steel ist eine seichte Vater-Sohn-Beziehungskomödie, die gekonnt die Elemente eines Coming-Of-Age-Films mit Science-Fiction-Zutaten anreichert. Ah ja, und riesige Roboter, die sich gegenseitige ordentlich auf die Fresse hauen gibt’s obendrauf.

Filmtrailer:

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2 Gedanken zu “Filmkritik: Real Steel – Stahlharte Gegner (2011)

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