Mutant Chronicles (2008)

mutant chronicles

Filmbeschreibung:

2707. Die Welt befindet sich im Krieg. Vier mächtige Großkonzerne – Capitol, Bauhaus, Mishima und Imperial – kämpfen in Stellungskriegen erbittert um die ökonomische Vorherrschaft. Auf einem schlammigen europäischen Schlachtfeld kommt es bei einem Scharmützel zwischen Bauhaus- und Imperial-Soldaten zu einem Zwischenfall und eine uralte von den Göttern gebaute Maschine kommt zum Vorschein. Die Maschine verwandelt Menschen in zombieähnliche Mutanten, die nur ein Ziel kennen: Alles Leben auf der Erde zu vernichten. Die Bibel einer geheimen Bruderschaft prophezeit diese Apokalypse und erwähnt einen Auserwählten, der das Ende der Menschheit aufhalten kann. Während alle anderen fliehen, begibt sich eine handvoll Soldaten der unterschiedlichen Konzerne auf ein Himmelfahrtskommando. Sie wollen die Maschine sprengen… Zum Trailer

Filmkritik:

Mein Gott, was ein Blödsinn! Die Story von Mutant Chronicles klingt ja schon mal arg klischeehaft und lässt – wenn schon nicht auf einen guten Film – auf ein wahres Trashfest schließen. Doch was einem Regisseur Simon Hunter mit seinem Erstlingswerk kredenzt, lässt darauf hoffen, dass er nicht mehr allzu viele Filme drehen wird. Mutant Chronicles ist eine Katastrophe! Die 25 Millionen (!) Dollar, die die Produzenten mit diesem Machwerk in den Sand gesetzt haben, sehen aus und fühlen sich an, wie ein winziger Bruchteil des Budgets. Die CGI-Effekte sind lächerlich: Während der ersten Minuten denkt man noch an ein gewolltes Stilmittel, doch der Film sieht einfach so schlecht aus, weil es die „Tricktechniker“ wohl nicht besser konnten. Aber es ist ja kein Wunder; ein Großteil der Produktionskosten sind wohl an die Schauspieler geflossen. Wie könnte es sonst zu erklären sein, dass hochkarätige Schauspieler, wie Ron Perlman (Conan), Thomas Jane (The Punisher), Devon Aoki (2 Fast 2 Furious), John Malkovich (R.E.D. – Älter, härter, besser) und viele mehr in einer solch trashigen Produktion mitspielen!? Das Schlimme an Mutant Chronicles: Der Film versucht mehr zu sein als er ist. Wie schön hätte es sein können. Eklige Mutanten metzeln Soldaten ab und umgekehrt – fertig. Ein kleiner, feiner, trashiger Horror-Actioner hätte es werden können. Hunter versucht jedoch eine hirnlose Story zu erzählen. Eine Maschine, die mit Dampf betrieben wird und wenn man Leute drauf wirft, werden sie zu Mutanten mit duseligen Plastikklingen am Arm… Geht’s noch? Vielleicht ist dieser Blödsinn der Tabletop-Vorlage von Mutant Chronicles geschuldet, die ich leider (oder zum Glück) nicht kenne. Wahrscheinlicher ist aber, dass das Spiel ein solider Risiko-Klon ist und man versuchte mittels der Mutanten-Zugabe auch ein Horror-Publikum anzusprechen.

Filme-Blog Wertung: 2/10

Doch warum eigentlich. Die Steampunk-Welt, die sich seit Jahrhunderten in einem Krieg befindet, der sich in mit all seiner faschistischen Ästhetik und den Grabenkämpfen wie eine Mischung aus Erstem und Zweiten Weltkrieg anfühlt, ist durchaus interessant. Auch die vier Fraktionen haben Raum für interessante Hintergrundgeschichten, doch Regisseur Hunter macht aus all diesem Potential nichts. Die Actionszenen, auf die es ja in Ermanglung anderer Schauwerte ankommt, sind langweilig, unspektakulär und zudem viel zu schlecht vor Green-Screen aufgenommen, als dass sie auch nur ansatzweise überzeugen könnten. Kleine Info am Rande: Die FSK 18-Version von Mutant Chronicles ist im Vergleich zur indizierten Uncut-Version (SPIO/JK geprüft) um zirka 34 Sekunden geschnitten. Die Kürzungen fallen kaum auf und alleine weil dieses Machwerk somit schneller vorbei ist, ist die gekürzte Fassung vorzuziehen :)

Filmfazit:

Ganz, ganz mieser C-Actioner, der gerne in einer Liga mit den Großen spielen würde. Die Schauspieler dazu hat er schon mal, der ganze Rest disqualifiziert ihn völlig und lässt Mutant Chronicles zu dem absoluten Tiefpunkt in der Filmografie der Beteiligten werden.

Filmtrailer:

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2 Gedanken zu “Mutant Chronicles (2008)

    • Die etwas harte Wertung liegt wohl an meinen Erwartungen, die recht hoch waren. Prominente Besetzung, interessanter Story-Background, Steam-Punk-Welt mit “Golden Twenties”- und Erste-Weltkrieg-Anleihen…
      War dann sehr, sehr enttäuscht, was sich auch in der Wertung niederschlägt. Wie gesagt, hätte man so viel mehr rausholen können, ja müssen… Die wirklich miesen CGI-Effekte setzen dem ganzen dann echt die Krone auf. Wobei ich sagen muss, dass ich in dieser Hinsicht echt anfällig bin. Ich fand auch The Expendables wegen dem animierten Feuer und dem CGI-Zusammenbruch der Villa am Ende scheiße :D

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