Filmkritik: Lake Mungo (2011)

Lake Mungo

Filmbeschreibung:

Gemeinsam mit ihrer Familie unternimmt die 16-jährige Alice im Dezember 2005 einen Tagesausflug an einen See. Doch während des Picknicks verschwindet die Jugendliche. Einige Tage später wird ihre Leiche, die kaum an die 16-jährige erinnert, aus dem See gezogen. Alice’ Vater identifiziert die Leiche und bestätigt, dass es sich um seine Tochter handelt. Nach der Bestattung fällt der Familie auf einem Foto, das nach dem Tod von Alice aufgenommen worden ist auf, dass diese auf dem Bild zu sehen ist. Außerdem bemerkt die Familie, dass in ihrem Haus etwas nicht stimmt. Alice’ Mutter beginnt an dem Tod der Tochter zu zweifeln. Die Ermittlungen nehmen ihren Lauf und die Familie bemerkt, dass alles mit einem Schulausflug begann, der das Mädchen von Grund auf veränderte. Während der Suche nach Erklärungen kommt die Familie den dunklen Geheimnissen von Alice auf die Spur. Zum Trailer

Filmkritik:

Lake Mungo ist ein Film, der ganz im Stil einer Dokumentation produziert worden ist. Solche Filme, die scheinbar aus “echtem” Film-, Ton- und Bildmaterial bestehen, gab es schon des Öfteren auf der Leinwand; als bestes Beispiel ist da Paranormal Activity zu nennen. Doch im Gegensatz zu diesem wirkt Lake Mungo wie ein Fernsehbericht, der das Schicksal der Familie schildert und genau das wirkt in diesem Film so unglaublich echt, dass ich, als ich den Film zu Ende gesehen hatte erst bemerkte, wie sehr mich die Handlung mitgerissen hatte. Zu dieser ist zu sagen, dass sie am Anfang sehr gelungen ist. Es geht um eine mysteriöse “Geisterjagd” – doch meiner Meinung nach verblasst dies und nach einiger Zeit wird der Film eher zu einem Krimi. Das fand ich persönlich sehr schade, da somit zu sehr von der Grundhandlung abgewichen worden ist. Im Allgemeinen kann man sagen, dass es an einigen Stellen wirklich zu viel des Guten ist und der Film dann doch wieder nicht so glaubwürdig erscheint, da Alice’ (kurzes) Leben einfach zu viele Geheimnisse beinhaltet hat – ganz zu schweigen von dem Zufall, dass Alice und ihre Mutter zufälligerweise den selben Therapeuten besucht haben. Die Darsteller waren meiner Meinung nach einer der Punkte, die dem Film das gewisse Etwas verleiht haben. Diese spielen ihre Rollen sehr überzeugend und man bekommt das Gefühl, dass diese wirklich von der Situation betroffen waren. Die Art, wie der Film produziert worden ist, gefällt mir aus dem Grund so gut, da der Stil von einer Dokumentation bis zur letzten Minute durchgezogen worden ist und diese wirklich gelungen ist. Das Video- und Bildmaterial wirkt sehr echt, die Familienangehörigen von Alice wurden gut in Szene gesetzt. Außerdem wurden Nachrichten-Show-Szenen eingesetzt, die das ganze noch realistischer erscheinen lassen.

Filme-Blog Wertung: 6/10

Lake Mungo verdient sich 6 Sterne. Punkten kann die falsche Dokumentation mit einer sehr realistischen Darstellungsart. Die Dokumentation wirkt so täuschend echt, dass man beim Ansehen schon Gänsehaut bekommt. Die Darsteller zeigen sich von ihrer besten Seite und vermitteln während der Interviews der Familienangehörigen wirklich das Gefühl, dass sie nicht dazu fähig sind, die Tochter loszulassen und immer noch Hoffnung darauf haben, dass diese lebt. Außerdem sind viele Video- und Tonaufnahmen zu sehen, die sehr echt aussehen. Diese wurden darüber hinaus passend eingesetzt. Jedoch gibt es auch einige negative Punkte, wie zum Beispiel die Tatsache, dass aus dem Mystery-Streifen schnell ein Krimi wird. Außerdem bin ich der Meinung, dass es zu viele Zufälle gibt, die bei dem Auflösen von Alice’ Geheimnis geholfen haben, das auch sehr fragwürdig ist. Dennoch überzeugt Lake Mungo durch eine sehr realistische Darstellung der Geschehnisse und wird dadurch auch in keinster Weise langweilig.

Filmfazit:

Lake Mungo ist im Stil einer Dokumentation gedreht worden und wirkt über seine ganze Länge hinaus echt. Der Film setzt keinen Meilenstein im Genre, dennoch sind die Darsteller gut und können die Gefühle gut auf die Leinwand bringen. Leider wird aus dem zu Beginn sehr interessanten Mystery-Streifen, ein Krimi, der dem Film das Grundgerüst für die Handlung nimmt.

Filmtrailer:

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2 Gedanken zu “Filmkritik: Lake Mungo (2011)

  1. Beschreibung hört sich ziemlich gut an… werde ich mir bei Gelegenheit Mal bestellen müssen… Fazit allerdings eher negativ und PA ist ja wohl ohne Frage kein Film, den man gesehen haben muss.

  2. Habt ihr beim sehen des Films nicht auch an die gute alte Laura Palmer aus Twin Peaks denken müssen?
    Geniale Serie aus den frühen neunzigern und da geht es auch um die Frage “Wer hat Laura Palmer ermordet”. Zufällig ist auch sie etrunken und im laufe der Serie kommt heraus das sie gar nicht so eine brave 17 Jährige war. Sex, Drogen usw.
    Natürlich war sie auch bei einem Psychologen der alle gespräche auf Band und Video aufgenommen hat.
    Vielleicht war das Budget für eigene Ideen zu niedrig :)

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