Filmkritik: Husk – Erntezeit (2011)

husk

Filmbeschreibung:

Ein paar Freunde sind mit dem Auto auf der Landstraße unterwegs, weil sie das Wochenende gerne zusammen verbringen möchten. Doch plötzlich fliegen ihnen einige Krähen vor die Windschutzscheibe. Dabei kommt das Auto von der Straße ab und kracht direkt in den Graben neben einem Maisfeld. Nachdem die Jugendlichen realisiert haben, dass das Auto fahruntüchtig ist, beschließen zwei von ihnen zu dem naheliegenden Haus zu gehen, welches jedoch von einem Maisfeld umgeben ist. Das alte und zerfallene Haus scheint von außen keine große Hilfe zu sein, dennoch versuchen sie ihr Glück. Was die Teenager jedoch dort erleben ist der reinste Horror. Zum Trailer

Filmkritik:

Ein paar Jugendliche unternehmen einen Ausflug, irgendetwas läuft schief, und sie sitzen ungewollt an einem gruseligem Ort fest. Klingt alles schwer nach Wrong Turn, oder der Gleichen Backwoodslasher. Elemente von Jeepers Creepers sind ebenfalls verbaut und spätesten nach der ersten Szene, in der man Vogelscheuchen begegnet, kommen alte Erinnerungen wieder auf. Die Umsetzung von Husk ist wirklich gelungen, der Streifen ist keineswegs zu aufdringlich in den typischen Splatter Szenen und die musikalische Unterstützung hält einen gut bei Laune. Doch das Gefühl von einer 08/15 Story lässt einen nicht los, zu viel wird hier auf Klischees eingegangen und zu viel wird davon gezeigt, was man bei solchen Filmen von Anfang an erwartet. Typischerweise laufen die nicht gerade intelligenten Jugendlichen immer in die Arme des Mörders, was nun keine Seltenheit in diesem Genre ist und auch Husk hebt sich in diesem Aspekt nicht von der breiten Masse ab. Vor unlogischen Aspekten sollte man demnach keine Angst haben, wenn man Husk sich ansehen möchte. Ein bisschen kann Husk dennoch überzeugen, denn die Aufmachung wirkt hochwertig und Akzente von Mystery und Spannung sind ebenfalls vorhanden. Über die schauspielerische Leistung kann man streiten, aber in Husk kann ich ebenfalls nur Gutes berichten. Die Rollen der Jugendlichen werden hier sehr souverän dargestellt, doch ihre Charaktere sind leider nicht das Gelbe vom Ei. Die Gruppe von Jugendlichen wirkt wie eine typische College-Clique und man kann ihr im Prinzip so gar nichts abgewinnen. Zu den guten Punkten gehört aber auch die ruhige Hand des Kameramanns, die so ziemlich alles sehr gut einfängt und souverän in Szene setzt. Die Bilder, die man zu Gesicht bekommt, sind wirklich in Ordnung und wirken in keiner Sichtweise billig oder lassen ein Low-Budget erwarten. Alles in allem ist Husk ein solider Horrorstreifen, der aber nicht ganz Fehlerfrei ist und hier und da ein paar Schönheitsfehler aufweist. Für mich ist Husk eine Filmempfehlung für zwischendurch, denn der Streifen bietet solide Unterhaltung, jedoch auf einem Level, dass nicht mit High-Budget Filmen des Genres zu vergleichen ist. Erwarten sollte man hier keine Innovation des Horrorgenres, lediglich ein weiterer Backwoodslasher mit einer neuen Gruppe von Teenagern und einer anderen Bedrohung.

Filme-Blog Wertung: 5/10

Husk hat zwar eine gute Verpackung, hebt sich aber nicht genug von der breiten Masse der Backwoodslasher ab. Zu viele Klischees verderben hier die Suppe und man findet sich in einem typischen Teeniehorror wieder. Doch Husk wirkt dennoch sehr hochwertig und dies nicht zuletzt durch seine souveräne Kameraführung, sondern auch durch die ordentliche und solide Besetzung, die des Öfteren ein gutes Feeling abgibt. Schwächen und Stärken sind in Husk sehr ausgewogen. Da wäre zum Beispiel auf der einen Seite das 08/15 Konzept und auf der anderen Seite die gute Atmosphäre, was eine resultierende Wertung von fünf Sternchen ausmacht, da der Streifen ordentlichen Unterhaltungswert besitzt, aber im Endeffekt nur ein weiterer Backwoodslasher ist und wenig originelle Akzente setzt.

Filmfazit:

Durch die etwas zu plumpe Story ist Husk zwar kein großes Kino, aber für durchschnittliche Unterhaltung dürfte der Streifen durchaus geeignet sein.

Filmtrailer:

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