Hotel Ruanda (2005)

hotel ruanda

Filmbeschreibung:

In Ruanda brach 1994 der Bürgerkrieg zwischen Hutus und Tutsis aus. Der Film Hotel Ruanda beruht somit auf einer wahren Begebenheit und erzählt die Geschichte von einem Hotelmanager, der tausenden Flüchtlingen einen Unterschlupf gab und ihnen somit das Leben rettete. Doch das Hotel stellt keine dauerhafte Lösung dar und dem Hotelmanager gehen schon schnell die Mittel und Wege aus um sich seine Familie und die restlichen  Flüchtlinge zu schützen. Auch das Geld wird knapp, mit der er die örtliche Polizei bestechen kann. Selbst die UN zieht ihre Truppen ab und der Hotelmanager befindet sich in einer Sackgasse. Wird er es jemals schaffen seine Familie und sich selbst vor dem Bürgerkrieg zu bewahren? Zum Trailer

Filmkritik:

Hotel Ruanda beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Film erzählt die Geschichte vom Völkermord in Ruanda im Jahre 1994. Paul Rusesabagina, ein einfacher Bürger und Zivilist hat die Aufschrift „Hutu“ in seinem Pass stehen, doch er bekennt sich weder zu den Tutsis, noch zu den Hutus, denn seine Frau ist Tutsi. Als Der Bürgerkrieg im April 1944 ausbricht, bietet Paul Rusesabagina rund 1.270 Flüchtlingen ein Fluchtort in (s)einem Hotel.

Don Cheadle (The Guard – Ein Ire sieht schwarz) ist einfach unglaublich gut in seiner Rolle und dieses Phänomen lässt sich im gesamten Film vorfinden. Hotel Ruanda ist fesselnd, unterhaltsam aber auch er-bzw. abschreckend. Er schildert den Völkermord auf brutale Weise und bildet zugleich. Der Krieg dauerte von 6. April 1994 bis Juli 1994 und kostete rund 800.000 Menschen das Leben. Auch in Hotel Ruanda wird dieser Aspekt sehr deutlich dargestellt. Berge von Leichen, darunter auch Mütter und ihre Kinder. Der Film dient nicht nur als Unterhaltung, sondern auch als Aufklärung. Jede Partei nimmt ordentlich Stellung und selbst die Rolle der UN wird deutlich gemacht, da den Soldaten mit den Blauhelmen die Hände regelrecht gebunden waren und heute in vielen Angelegenheiten noch sind. Es wird zunehmend deutlich, dass sich im Osten Völker gegenseitig ausrotten und der Westen nur zusieht. Hotel Ruanda hat eine Laufzeit von zwei Stunden und kann den Spannungsbogen deutlich über Blockbuster-Abendprogramm halten. Der Film ist nicht nur etwas für zwischendurch, sondern man sollte sich genügend Zeit zum Verdauen hinterher nehmen. Was soll man noch großartig zu diesem Film sagen? Er hat eine Story, basierend auf einer wahren Begebenheit, einen klasse Hauptdarsteller, eine ordentliche Portion Spannung und vor allem meint er es ernst. Alles in allem ist Hotel Ruanda ein großartiger und gelungener Film, der auf seinem Gebiet definitiv zu den Schmuckstücken gehört.

Filme-Blog Wertung: 8/10

Hotel Ruanda ist ein wichtiger Film. Seine aufklärerische Funktion ist immens und sein Unterhaltungswert steht ebenfalls ganz oben. Ein Don Cheadle (The Guard – Ein Ire sieht schwarz) in der Hauptrolle ist einfach genial. Der Typ hat es einfach drauf und spielt den Helden souverän und vertraut. Der Film an sich ist spannend genug, um ganze zwei Stunden den Zuschauer bei Laune zu halten. Die Spannung hält bis zum Schluss an und die Story ist angenehm und nicht zu leicht zu durchschauen. An der Brutalität des Streifens lässt sich kein Zweifel feststellen, eine FSK 12 Einschränkung halte ich ein wenig unangemessen, wenn man 12-jährige Kinder mit den Bildern von Leichenbergen konfrontiert. Aber im Großen und Ganzen kann Hotel Ruanda mehr als nur überzeugen und bietet durchaus unübliches Popcorn-Kino. Acht von zehn Sternchen für Hotel Ruanda

Filmfazit:

Großes Kino einer wahren Begebenheit über zwei Stunden. In der Hauptrolle fungiert ein großartiger und überzeugender Don Cheadle (The Guard – Ein Ire sieht schwarz) als Held der Story.

Filmtrailer:

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Ein Gedanke zu “Hotel Ruanda (2005)

  1. Dieser Film ist ein absolutes Meisterwerk, das trotz und durch den Verzicht auf Kill-Bill-Blutfontänen (und wo wären sie filmerisch berechtigter gewesen?) die Geschichte so dramatisch und emotional ergreifend erzählt, dass der Zuschauer den Beamer als besserer Mensch abschaltet. Dabei ist der Film auch spannend, unterhaltsam, gruselig – vor allem aber lässt er den Zuschauer fast verzweifeln über die Rohheit und Gemeinheit der Menschen, wenn die zivilisatorische Tünche erst vergangen ist.

    Mehr von mir zum Film unter: http://friendly101.blogspot.de/2014/06/hotel-ruanda.html

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